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Web & Frontend · UI-Entwicklung

Oberflächen (UIs) mit Webtechnologien entwickeln

Du lernst, Benutzeroberflächen von der Nutzeranalyse über den Figma-Prototyp bis zur barrierefreien Umsetzung mit HTML, CSS und JavaScript zu entwickeln.

Anspruchsvoll Anspruchsvoll ca. 30 Std. SelbststudiumMediamatik: 3. Lehrjahr · Berufsfachschule
#UI-Design#UX#Figma#Prototyping#Komponenten#Barrierefreiheit#WCAG#Usability-Test#Responsive

Überblick

Worum geht es?

Eine gute Oberfläche sieht nicht nur gut aus, sie lässt Menschen ihr Ziel schnell und ohne Frust erreichen. In diesem Modul erfasst du Nutzerbedürfnisse, skizzierst Abläufe und baust in Figma klickbare Prototypen mit wiederverwendbaren Komponenten. Danach setzt du die Oberfläche mit Webtechnologien um: komponentenbasiert, responsiv, touchtauglich und barrierefrei nach WCAG. Zum Schluss testest du mit echten Personen und verbesserst die Lösung anhand der Ergebnisse.

Wofür brauchst du das?

Ob Buchungsstrecke für ein Hotel, Konfigurator für einen Velohändler oder Self-Service-Portal einer Gemeinde: Mediamatikerinnen und Mediamatiker stehen oft genau an der Schnittstelle zwischen Gestaltung und Umsetzung. Wer Entwürfe so baut, dass sie im Browser funktionieren und von allen Menschen bedient werden können, ist in Agenturen und Digitalteams sehr gefragt. Das Modul verbindet 287 (CSS), 288 (JavaScript) und 307 (Formulare) mit gestalterischem Denken aus 275.

Das solltest du schon können

  • Layouts mit Flexbox, Grid, Media Queries und Custom Properties umsetzen (Modul 287)
  • Mit JavaScript auf Events reagieren und das DOM verändern (Modul 288)
  • Formulare semantisch aufbauen und validieren (Modul 307)

Typische Tools & Technologien

Figma (Auto Layout, Komponenten, Prototyping)HTML5CSS3 (Flexbox, Grid, Container Queries)JavaScriptVisual Studio CodeChrome DevTools / Lighthouseaxe DevTools / WAVENVDA / VoiceOver

Lernziele

Was musst du können?

Das sind die Fähigkeiten, die am Ende des Moduls sitzen sollten. Jedes Ziel mit einem Beispiel aus dem Lehrbetrieb.

  1. 1

    Nutzerbedürfnisse erfassen und in Anforderungen an die Oberfläche übersetzen

    Kompetenz A

    Du findest heraus, wer die Oberfläche nutzt, in welcher Situation und mit welchem Ziel. Daraus leitest du Personas, User Stories und einen User Flow ab, der die wichtigsten Schritte zeigt.

    Situation

    Ein Bergbahnunternehmen im Wallis will den Online-Ticketkauf verbessern. Viele Gäste brechen auf dem Smartphone an der Kasse ab.

    Deine Aufgabe

    Erfasse die Bedürfnisse der wichtigsten Gruppe und skizziere den idealen Ablauf.

    Gutes Ergebnis

    Persona 'Familie Meier, kauft am Vorabend auf dem Handy, 2 Erwachsene, 2 Kinder, Halbtax'. User Story: 'Als Familie will ich alle Tickets in einem Schritt kaufen, damit ich nicht viermal dieselben Daten eingebe.' User Flow mit vier Schritten statt bisher sieben.

    PersonaUser StoryUser FlowNutzungskontextAkzeptanzkriterien
  2. 2

    Wireframes und klickbare Prototypen in Figma erstellen

    Kompetenz B

    Du beginnst mit groben Wireframes und verfeinerst sie zu einem High-Fidelity-Prototyp. Du arbeitest mit Auto Layout, Komponenten mit Varianten und Styles, damit der Entwurf konsistent und später leicht umsetzbar ist.

    Situation

    Für die Ticketstrecke der Bergbahn soll das Management vor der Umsetzung den Ablauf auf dem Handy durchklicken können.

    Deine Aufgabe

    Erstelle einen klickbaren Prototyp für Mobile.

    Gutes Ergebnis

    Vier Screens im Frame 390 x 844 px. Komponenten 'Button' (primary, secondary, disabled), 'Ticketzeile' mit Plus/Minus und 'Preiszusammenfassung'. Prototyp-Verbindungen zwischen den Screens, freigegeben als Figma-Link.

    WireframeHigh-Fidelity-PrototypAuto LayoutKomponenten und VariantenStyles / Variables
  3. 3

    UI-Komponenten wiederverwendbar mit HTML, CSS und JavaScript umsetzen

    Kompetenz C

    Du baust die Figma-Komponenten als Webkomponenten nach: einheitliche Klassennamen, Zustände (hover, focus, disabled, error), Design-Tokens als Custom Properties und schlankes JavaScript für Interaktionen.

    Situation

    Die Entwicklerin der Bergbahn möchte die Ticketzeile mit Mengenwahl als fertige HTML/CSS/JS-Komponente übernehmen.

    Deine Aufgabe

    Setze die Komponente um und dokumentiere ihre Varianten.

    Gutes Ergebnis

    Komponente '.ticket-row' mit Label, Preis in CHF und zwei echten button-Elementen für Plus und Minus. Minus ist bei 0 deaktiviert, die Menge wird mit aria-live angesagt. Eine Demo-Seite zeigt alle Zustände nebeneinander.

    KomponenteZuständeDesign-TokensBEMPattern Library
  4. 4

    Oberflächen responsiv und touchtauglich umsetzen

    Kompetenz D

    Du sorgst dafür, dass die Oberfläche auf kleinen Touchscreens genauso gut bedienbar ist wie mit Maus und Tastatur. Touch-Ziele sind gross genug, wichtige Aktionen liegen im Daumenbereich, und Komponenten passen sich mit Container Queries ihrem Platz an.

    Situation

    Im Prototyp stehen auf dem Handy 'Zurück' und 'Weiter' als kleine Textlinks direkt nebeneinander. Testpersonen treffen oft den falschen.

    Deine Aufgabe

    Überarbeite die Navigation der Ticketstrecke für Touch.

    Gutes Ergebnis

    'Weiter' als volle Breite, 48 px hoch, fix am unteren Rand. 'Zurück' als Pfeil oben links. Mindestens 8 px Abstand zwischen Touch-Zielen. Die Preiszusammenfassung wechselt per Container Query von gestapelt zu zweispaltig.

    Touch-Ziel (mind. 44 x 44 px)DaumenzoneContainer QueriesBreakpointsEingabemodi
  5. 5

    Barrierefreiheit nach WCAG umsetzen und prüfen

    Kompetenz E

    Du baust die Oberfläche so, dass sie mit Tastatur, Screenreader und Vergrösserung funktioniert. Du nutzt semantisches HTML vor ARIA, achtest auf Kontraste, verständliche Fehlermeldungen und eine logische Fokusreihenfolge und prüfst automatisiert und manuell.

    Situation

    Eine Schweizer Gemeinde verlangt für ihr neues Anmeldeportal WCAG 2.1 AA, wie es für Behördenangebote üblich ist.

    Deine Aufgabe

    Prüfe das Portal und behebe die wichtigsten Mängel.

    Gutes Ergebnis

    axe findet 12 Probleme: fehlende Labels, Kontrast 3,2:1 bei grauem Text, ein Modal ohne Fokusfalle. Nach der Korrektur: alle Felder mit label, Text auf #555 (7,5:1), Modal hält den Fokus und schliesst mit Escape. Test mit NVDA bestätigt, dass alle Schritte ansagbar sind.

    WCAG 2.1 / 2.2 AATastaturbedienungScreenreaderARIA (sparsam)FokusmanagementKontrast
  6. 6

    Die Oberfläche mit Usability-Tests prüfen und gezielt verbessern

    Kompetenz F

    Du planst einen kleinen Test mit fünf Personen, gibst ihnen realistische Aufgaben und beobachtest, ohne zu helfen. Die Probleme priorisierst du nach Schwere und Häufigkeit und leitest konkrete Verbesserungen ab.

    Situation

    Der Prototyp der Bergbahn ist fertig. Vor der Umsetzung will das Management wissen, ob Gäste damit zurechtkommen.

    Deine Aufgabe

    Führe einen Think-Aloud-Test durch und werte ihn aus.

    Gutes Ergebnis

    Fünf Personen, Aufgabe: 'Kauf Tickets für deine Familie für morgen.' Vier von fünf finden den Halbtax-Rabatt nicht. Priorität hoch: Halbtax-Abfrage direkt in die Ticketzeile verschieben. Nach der Anpassung schaffen es alle fünf in unter zwei Minuten.

    Think-AloudTestaufgabeErfolgsquoteSchweregradIteration

Selbsteinschätzung

Wo stehst du?

Die Kompetenzmatrix zerlegt das Modul in Themenstränge und drei Stufen. Für den Kompetenznachweis solltest du überall mindestens Stufe 2 erreichen. Dein Stand bleibt in diesem Browser gespeichert und färbt Lernweg und Übungen ein.

Tippe auf eine Aussage, um deinen Stand zu setzen: offen unsicher sitzt
A

Nutzerbedürfnisse erfassen

Ziel 1

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

B

Prototypen in Figma

Ziel 2

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

C

Komponenten im Code

Ziel 3

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

D

Responsive und touchtauglich

Ziel 4

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

E

Barrierefreiheit

Ziel 5

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

F

Usability testen und verbessern

Ziel 6

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

Praxisfall

Die neue Online-Reservation des Sportzentrums

Nico ist im 3. Lehrjahr als Mediamatiker bei der Kernform AG in St. Gallen, einer Digitalagentur mit 28 Mitarbeitenden. Ein Sport- und Freizeitzentrum in Gossau will die Online-Reservation für Badmintonplätze und Schwimmkurse erneuern, weil viele Gäste lieber anrufen, als sich durch das alte Formular zu kämpfen. Nico übernimmt die Oberfläche von der Recherche bis zum fertigen Frontend.

  1. Kapitel 1

    Warum alle anrufen

    Nico führt sechs kurze Interviews an der Kasse des Sportzentrums und wertet die Webanalyse aus. 70 Prozent der Besuche kommen vom Handy, und viele brechen bei der Wahl des Zeitfensters ab. Er erstellt zwei Personas, einen berufstätigen Badmintonspieler und eine Mutter, die einen Schwimmkurs für ihre Tochter sucht. Daraus leitet er ab, dass freie Zeiten auf einen Blick sichtbar sein müssen.

    Ziel 1

  2. Kapitel 2

    Klicken, bevor programmiert wird

    In Figma baut Nico zuerst Wireframes in Graustufen und danach einen klickbaren Prototyp mit Komponenten für Zeitfenster, Button und Eingabefeld. Mit Varianten bildet er die Zustände frei, belegt und ausgewählt ab. Die Kundin wünscht sich ein grosses Logo im Kopfbereich, worauf Nico im Prototyp zeigt, dass dann auf dem Handy kein einziges Zeitfenster mehr ohne Scrollen sichtbar ist. Man einigt sich auf eine schlanke Kopfzeile.

    Ziel 2

  3. Kapitel 3

    Fünf Tests, drei Probleme

    Mit dem Prototyp testet Nico fünf Gäste des Sportzentrums. Drei finden den Wechsel zum nächsten Tag nicht, weil der Pfeil klein und hellgrau ist, und zwei verstehen den Begriff 'Slot' nicht. Nico ersetzt den Pfeil durch beschriftete Tagesreiter und schreibt 'freie Zeiten'. Im zweiten Testlauf schaffen alle fünf die Reservation in unter zwei Minuten.

    Ziel 6

  4. Kapitel 4

    Vom Figma-Bauteil zum Code

    Nico setzt die Zeitfenster-Komponente mit HTML, CSS-Variablen und wenig JavaScript um, inklusive der Zustände für Fokus und belegt. Das Raster baut er mit CSS Grid mobile first, und auf breiten Bildschirmen zeigt es dank Container Query eine ganze Woche. Auf einem älteren Android-Handy merkt er, dass die Zeitfenster nur 32 Pixel hoch sind und oft daneben getippt wird, und vergrössert sie auf 48 Pixel.

    Ziel 3Ziel 4

  5. Kapitel 5

    Mit Tastatur und Screenreader

    Zum Schluss prüft Nico die Seite mit axe DevTools und NVDA. Der Screenreader liest bei den Zeitfenstern nur 'Schaltfläche' vor, und belegte Zeiten sind allein an der Farbe erkennbar. Nico ergänzt sprechende Beschriftungen wie 'Platz 3, 18 Uhr, frei', ein zusätzliches Symbol für belegte Zeiten und einen gut sichtbaren Fokusrahmen. Im Prüfbericht für die Kundin dokumentiert er die geprüften Kriterien nach WCAG 2.1 AA und die behobenen Mängel.

    Ziel 5

Lernweg

Wie lernst du das?

  1. 1

    Menschen verstehen

    ca. 4 Std.

    Du startest bei den Nutzenden und nicht beim Layout.

    • Drei kurze Interviews mit potenziellen Nutzenden führen und Notizen strukturieren
    • Eine Persona und fünf User Stories formulieren
    • Einen User Flow für die wichtigste Aufgabe in FigJam zeichnen

    Trainiert Kompetenz A1A2

    Lernziel1

  2. 2

    Prototyp in Figma

    ca. 6 Std.

    Du entwickelst die Oberfläche vom Wireframe bis zum klickbaren Prototyp mit Komponenten.

    • Low-Fidelity-Wireframes für Mobile und Desktop erstellen
    • Komponenten mit Varianten und Auto Layout bauen
    • Die Screens zu einem klickbaren Prototyp verbinden

    Trainiert Kompetenz B1B2

    Lernziel2

  3. 3

    Früh testen

    ca. 4 Std.

    Du testest den Prototyp, bevor eine Zeile Code geschrieben ist.

    • Einen Testleitfaden mit drei Aufgaben schreiben
    • Fünf Think-Aloud-Tests durchführen
    • Probleme priorisieren und den Prototyp überarbeiten

    Trainiert Kompetenz F1F2

    Lernziel6

  4. 4

    Komponenten im Code

    ca. 8 Std.

    Du setzt die Komponenten aus Figma in HTML, CSS und JavaScript um und machst sie responsiv.

    • Design-Tokens aus Figma als Custom Properties übernehmen
    • Button, Eingabefeld, Karte und Modal mit allen Zuständen umsetzen
    • Layouts mit Grid und Container Queries anpassen und auf echten Geräten testen

    Trainiert Kompetenz C1C2D1D2

    Lernziel34

  5. 5

    Barrierefreiheit prüfen

    ca. 4 Std.

    Du testest die Umsetzung automatisiert und manuell und behebst Mängel.

    • Mit axe DevTools und Lighthouse prüfen
    • Die ganze Oberfläche nur mit der Tastatur bedienen
    • Einen Ablauf mit NVDA oder VoiceOver durchgehen und Mängel dokumentieren

    Trainiert Kompetenz E1E2

    Lernziel5

  6. 6

    Abschlussprojekt

    ca. 6 Std.

    Du entwickelst eine kleine Oberfläche komplett, von der Analyse bis zum getesteten Code.

    • Analyse, Prototyp und Umsetzung in einem Projekt verbinden
    • Einen zweiten Usability-Test mit der umgesetzten Version durchführen
    • Ergebnisse und Entscheide in einer kurzen Dokumentation festhalten

    Trainiert Kompetenz A3C3E3F3

    Lernziel1356

Üben

Übungen aus der Praxis

Button-Komponente mit allen Zuständen

Einstieg Einstieg

Eine Agentur will für alle Kundenprojekte eine einheitliche Button-Komponente. Gewünscht sind Primary, Secondary und Ghost, jeweils in zwei Grössen.

Weist nach B1C1

  1. Die Varianten in Figma als Komponente mit Properties anlegen
  2. Die Buttons in HTML und CSS mit Custom Properties umsetzen
  3. Zustände hover, focus-visible, active und disabled für alle Varianten definieren
Tipp anzeigen

Ein deaktivierter Button braucht nicht nur eine andere Farbe, sondern auch das Attribut disabled, damit Tastatur und Screenreader ihn richtig behandeln.

Lösungsskizze anzeigen

Basisklasse '.btn' mit Modifiern '.btn--primary', '.btn--secondary', '.btn--ghost', '.btn--small'. Farben als Tokens. Sichtbarer Fokusring mit 3 px Outline und Offset. Kontrast aller Varianten mindestens 4,5:1. Demo-Seite mit allen Kombinationen.

Konfigurator für ein E-Bike

Fortgeschritten Fortgeschritten

Ein Velohändler in Basel will einen Online-Konfigurator: Rahmengrösse, Farbe, Akku (500 oder 750 Wh) und Zubehör wählen, Preis in CHF wird laufend angezeigt.

Weist nach B2C2D2E2

  1. User Flow und Wireframes für Mobile erstellen
  2. Einen Prototyp in Figma mit Komponenten bauen
  3. Die Oberfläche mit HTML, CSS und JavaScript umsetzen, Preis live aktualisieren
  4. Mit Tastatur und Screenreader prüfen, ob alle Optionen wählbar und angesagt werden
Tipp anzeigen

Auswahlen mit einer Option pro Gruppe sind Radio-Buttons. Gestalte sie als Karten, aber behalte das echte input-Element.

Lösungsskizze anzeigen

Fieldsets mit legend pro Gruppe, Radio-Inputs visuell als Karten gestaltet. Ein change-Listener auf dem Formular berechnet den Preis neu, die Summe steht in einem Element mit aria-live='polite'. Auf Mobile ist die Preisleiste unten fixiert.

Redesign eines Reservationsportals

Anspruchsvoll Anspruchsvoll

Eine Stadtbibliothek bietet Raumreservationen online an. Viele Anfragen kommen trotzdem per Telefon, weil das Portal als kompliziert gilt. Die Stadt verlangt WCAG 2.1 AA.

Weist nach A3F3E3

  1. Bestehendes Portal mit fünf Personen testen und Hauptprobleme dokumentieren
  2. Personas und User Flow für die neue Lösung erstellen
  3. Prototyp in Figma bauen und erneut testen
  4. Die wichtigsten Screens barrierefrei umsetzen
  5. Ergebnisse vorher und nachher in einer Präsentation zeigen
Tipp anzeigen

Miss Erfolgsquote und Zeit pro Aufgabe beim alten und beim neuen Entwurf. Zahlen überzeugen mehr als Meinungen.

Lösungsskizze anzeigen

Test zeigt z.B.: nur 2 von 5 finden freie Zeiten. Neuer Flow: Raum wählen, Kalender mit klar markierten freien Slots, Bestätigung. Prototyp-Test: 5 von 5 in unter 90 Sekunden. Umsetzung mit semantischen Elementen, Tastaturbedienung im Kalender, axe ohne kritische Fehler.

Selbstcheck

Kannst du das beantworten?

Was ist der Unterschied zwischen UX und UI?

UX ist das gesamte Erlebnis beim Erreichen eines Ziels, UI ist die sichtbare und bedienbare Oberfläche, über die das geschieht.

Wozu dient eine Persona?

Sie macht eine typische Nutzergruppe greifbar, damit Entscheide an echten Bedürfnissen statt am eigenen Geschmack ausgerichtet werden.

Wie gross sollten Touch-Ziele mindestens sein?

Etwa 44 x 44 px, mit genug Abstand zu benachbarten Zielen.

Was ist die erste Regel beim Einsatz von ARIA?

Wenn es ein passendes HTML-Element gibt, z.B. button, nimm dieses statt eines div mit ARIA-Rolle.

Warum reichen automatische Tests wie axe nicht aus?

Sie finden nur einen Teil der Probleme. Ob Fokusreihenfolge, Texte und Abläufe verständlich sind, zeigt nur ein manueller Test mit Tastatur und Screenreader.

Wie viele Personen braucht ein erster Usability-Test?

Etwa fünf. Damit findest du die meisten grossen Probleme, und es bleibt Budget für einen zweiten Test nach der Überarbeitung.

Was sind Container Queries?

CSS-Regeln, die sich nach der Breite des umgebenden Containers richten statt nach der Breite des Bildschirms. So passt sich eine Komponente überall richtig an.

Prüfung

Stolpersteine & Prüfungstipps

Typische Stolpersteine

  • Direkt mit dem schönen High-Fidelity-Entwurf starten, ohne die Nutzerbedürfnisse zu kennen.
  • Klickbare div-Elemente statt echter Buttons und Links bauen.
  • Fokusrahmen aus optischen Gründen entfernen.
  • Im Usability-Test helfen oder erklären, statt still zu beobachten.
  • Figma-Komponenten und Code-Komponenten unterschiedlich benennen, sodass Gestaltung und Umsetzung auseinanderlaufen.

Tipps für den Kompetenznachweis

  • Zeige deinen Prozess: Persona, Flow, Prototyp, Test, Umsetzung. Experten bewerten das Vorgehen, nicht nur das Endprodukt.
  • Teste deine Oberfläche vor der Abgabe nur mit der Tastatur. Das deckt in fünf Minuten die meisten Barrieren auf.
  • Dokumentiere jede Gestaltungsentscheidung mit einem Satz zum Nutzerbedürfnis, auf das sie antwortet.
  • Halte Komponenten klein und konsistent. Lieber fünf saubere Komponenten als zwanzig halbfertige.

Glossar

Begriffe kurz erklärt

UI
User Interface: die sichtbare Oberfläche, über die Menschen eine Anwendung bedienen.
UX
User Experience: das gesamte Erlebnis einer Person bei der Nutzung eines Produkts.
Persona
Fiktive, aber auf Recherche basierende Beschreibung einer typischen Nutzerin oder eines typischen Nutzers.
User Flow
Darstellung der Schritte, die eine Person durchläuft, um ein Ziel zu erreichen.
Prototyp
Klickbares Modell einer Oberfläche, mit dem man Abläufe testen kann, bevor programmiert wird.
Auto Layout
Figma-Funktion, mit der sich Elemente wie in Flexbox automatisch anordnen und mitwachsen.
WCAG
Web Content Accessibility Guidelines: internationale Richtlinien für barrierefreie Webinhalte mit den Stufen A, AA und AAA.
ARIA
Attribute, die Screenreadern zusätzliche Informationen über Rollen und Zustände geben, wenn HTML allein nicht ausreicht.
Think-Aloud
Testmethode, bei der Testpersonen laut aussprechen, was sie denken, während sie Aufgaben lösen.

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Ah, dann kommt sie zweimal vor …
Genau. Willst du die Bestellungen zählen oder nur die Kundinnen sehen? Je nachdem hilft dir GROUP BY oder DISTINCT.

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So helfen wir dir bei Modul 291

  • Wir begleiten dich vom Interview bis zur Persona und helfen dir, aus Notizen klare User Stories und einen User Flow zu machen.
  • Wir bauen mit dir in Figma Komponenten mit Varianten und Auto Layout auf, die sich direkt in Code übertragen lassen.
  • Wir prüfen deine Umsetzung gemeinsam mit Tastatur, Screenreader und axe und zeigen dir, wie du jeden Fund behebst.
  • Wir moderieren mit dir einen Probe-Usability-Test und helfen dir, die Ergebnisse zu priorisieren und überzeugend zu präsentieren.

Unverbindlich anfragen. Wir melden uns innert 24 Stunden.

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