376

Daten & Datenbanken · Daten-Praxisprojekt

Daten erheben und auswerten

Du führst ein kleines Datenprojekt komplett durch: Daten sammeln, zusammenführen, auswerten und die Resultate verständlich übergeben.

Einstieg Einstieg ca. 14 Std. SelbststudiumDigitales Business: 1. Lehrjahr · üK
#Datenerhebung#Datenauswertung#Excel#PivotTable#XVERWEIS#Power Query#Diagramme#Microsoft Forms#Bericht

Überblick

Worum geht es?

Im überbetrieblichen Kurs spielst du ein echtes Datenprojekt einmal von Anfang bis Ende durch. Du planst eine Erhebung, sammelst Daten mit einem Formular und ergänzt sie mit Exporten aus bestehenden Systemen. Danach bringst du alles in eine saubere Tabelle, wertest sie mit PivotTables aus und erstellst Diagramme. Zum Schluss fasst du die Erkenntnisse so zusammen, dass eine Fachabteilung damit entscheiden kann.

Wofür brauchst du das?

Viele Anfragen im Lehrbetrieb sind genau solche Kleinprojekte: 'Wie oft wird X genutzt?', 'Welche Filiale verkauft am meisten Y?'. Wer den ganzen Ablauf einmal sauber durchgespielt hat, kann solche Aufträge selbstständig übernehmen. Das Modul verbindet 374 (Erheben) und 375 (Statistik) und bereitet auf 378 und 379 vor.

Das solltest du schon können

  • Eine Fragestellung formulieren und einen einfachen Fragebogen erstellen (Modul 374)
  • Excel: Tabellen formatieren, Filter setzen, SUMME, ANZAHL, WENN verwenden
  • Dateien in OneDrive oder SharePoint ablegen und teilen

Typische Tools & Technologien

Microsoft FormsExcelExcel PivotTable und DatenschnittePower Query (in Excel)CSV-Exporte aus ERP oder KassensystemPowerPoint

Lernziele

Was musst du können?

Das sind die Fähigkeiten, die am Ende des Moduls sitzen sollten. Jedes Ziel mit einem Beispiel aus dem Lehrbetrieb.

  1. 1

    Ein kleines Erhebungsprojekt mit Ziel, Zeitplan und Datenquellen planen

    Kompetenz A

    Du hältst auf einer Seite fest, welche Frage beantwortet wird, welche Daten aus welcher Quelle kommen, wer was liefert und bis wann. So weiss die Auftraggeberin, was sie erwarten kann, und du vergisst keine Quelle.

    Situation

    Die Facility-Abteilung einer Spedition in Basel möchte wissen, ob der neue Pausenraum im 2. Stock genutzt wird. Es gibt Badge-Daten der Zutrittskontrolle und die Möglichkeit, eine kurze Umfrage zu machen.

    Deine Aufgabe

    Erstelle einen einseitigen Projektplan.

    Gutes Ergebnis

    Frage: Wie viele Personen nutzen den Raum pro Tag und warum nicht mehr? Quellen: Badge-Export (4 Wochen, nur Zeitstempel, keine Namen) und Forms-Umfrage mit 5 Fragen. Zeitplan: Woche 1 Umfrage, Woche 2 Auswertung, Woche 3 Präsentation an die Facility-Leitung.

    ProjektskizzeDatenquelleMeilensteinAuftraggeberAbgrenzung
  2. 2

    Daten aus mehreren Quellen in einer Tabelle zusammenführen

    Kompetenz B

    Selten liegt alles in einer Datei. Du verbindest Tabellen über einen gemeinsamen Schlüssel, z.B. mit XVERWEIS oder mit einer Zusammenführung in Power Query, und prüfst, ob alle Zeilen einen Treffer gefunden haben.

    Situation

    Ein Detailhändler liefert dir einen CSV-Export aus dem Kassensystem mit 12'000 Zeilen (Datum, Filial-Nr., Artikel, Betrag). Die Region jeder Filiale steht in einer separaten Stammdatenliste.

    Deine Aufgabe

    Ergänze jede Verkaufszeile mit der Region, damit du später nach Region auswerten kannst.

    Gutes Ergebnis

    Formel =XVERWEIS([@FilialNr];tblFilialen[FilialNr];tblFilialen[Region];"fehlt"). Danach Filter auf 'fehlt': 2 Filialnummern waren in der Stammdatenliste nicht vorhanden und wurden nachgetragen.

    SchlüsselXVERWEISPower Query ZusammenführenCSV-ImportTrefferkontrolle
  3. 3

    Rohdaten für die Auswertung grundlegend aufbereiten

    Kompetenz C

    Bevor du auswertest, sorgst du dafür, dass jede Spalte den richtigen Datentyp hat, Schreibweisen einheitlich sind und leere Werte bewusst behandelt werden. Du arbeitest dabei nie direkt in der Originaldatei.

    Situation

    Im Forms-Export einer Mitarbeiterumfrage steht beim Standort 'Bern', 'bern', 'BE' und 'Bern '. Das Datum ist als Text gespeichert.

    Deine Aufgabe

    Bereite die Daten so auf, dass eine Pivot korrekt nach Standort und Monat zählen kann.

    Gutes Ergebnis

    In Power Query: Spalte 'Standort' gekürzt (Leerzeichen entfernt), Werte ersetzt ('BE' und 'bern' zu 'Bern'), Datum in Typ Datum umgewandelt. Die Originaldatei bleibt unverändert, die Schritte sind im Abfrage-Editor nachvollziehbar.

    DatentypVereinheitlichenLeerzeichen (GLÄTTEN)fehlende WerteOriginaldaten schützen
  4. 4

    Daten mit PivotTables und Datenschnitten auswerten

    Kompetenz D

    Mit einer PivotTable fasst du tausende Zeilen in Sekunden zusammen: Summen, Anzahlen, Durchschnitte, gruppiert nach Kategorie oder Zeit. Mit Datenschnitten können andere selbst filtern, ohne Formeln zu kennen.

    Situation

    Die Verkaufsleitung möchte wissen, welche Region im letzten Quartal den höchsten Umsatz mit Gartenmöbeln gemacht hat und wie sich dieser pro Monat entwickelt.

    Deine Aufgabe

    Erstelle eine Auswertung, die Region und Monat zeigt und nach Warengruppe filterbar ist.

    Gutes Ergebnis

    PivotTable: Region in Zeilen, Datum nach Monaten gruppiert in Spalten, Summe Betrag als Wert, Datenschnitt 'Warengruppe'. Ergebnis: Region Mittelland mit CHF 184'300 vorne, deutlicher Anstieg im Mai.

    PivotTableWertfeldeinstellungenGruppierung nach DatumDatenschnittAktualisieren
  5. 5

    Ergebnisse mit passenden Diagrammen sichtbar machen

    Kompetenz E

    Du wählst das Diagramm nach der Aussage: Vergleich (Balken), Entwicklung über Zeit (Linie), Anteil an einem Ganzen (gestapelter Balken, selten Kreis). Titel und Achsen beschriften, unnötige Effekte weglassen.

    Situation

    Die Badge-Daten zeigen die Nutzung des Pausenraums pro Wochentag über 4 Wochen. Die Facility-Leitung will auf einen Blick sehen, wann der Raum leer ist.

    Deine Aufgabe

    Wähle und gestalte ein Diagramm für diese Aussage.

    Gutes Ergebnis

    Säulendiagramm 'Durchschnittliche Besuche pro Wochentag', Montag bis Freitag in Arbeitsreihenfolge, Freitag (Ø 6 Besuche) farbig hervorgehoben. Titel formuliert die Aussage: 'Am Freitag wird der Pausenraum kaum genutzt'.

    Säulen- / BalkendiagrammLiniendiagrammAussage-TitelHervorhebungPivotChart
  6. 6

    Ergebnisse kurz und verständlich an die Fachabteilung übergeben

    Kompetenz F

    Du fasst die Erkenntnisse in einem Kurzbericht oder in 3 bis 5 Folien zusammen: Ausgangsfrage, Vorgehen, wichtigste Resultate, Grenzen der Daten und Empfehlung. Die Excel-Datei übergibst du so, dass jemand sie später wieder aktualisieren kann.

    Situation

    Die Auswertung zum Pausenraum ist fertig. Die Facility-Leiterin hat 10 Minuten in der Teamsitzung.

    Deine Aufgabe

    Bereite die Übergabe vor.

    Gutes Ergebnis

    4 Folien: Frage, Vorgehen (Badge-Daten 4 Wochen plus 63 Umfrageantworten), Kernergebnis (Ø 22 Besuche pro Tag, Freitag kaum, Hauptgrund für Nichtnutzung: keine Kaffeemaschine), Empfehlung. Excel-Datei mit Infoblatt im Teams-Kanal abgelegt.

    KernaussageGrenzen der DatenEmpfehlungÜbergabeInfoblatt

Selbsteinschätzung

Wo stehst du?

Die Kompetenzmatrix zerlegt das Modul in Themenstränge und drei Stufen. Für den Kompetenznachweis solltest du überall mindestens Stufe 2 erreichen. Dein Stand bleibt in diesem Browser gespeichert und färbt Lernweg und Übungen ein.

Tippe auf eine Aussage, um deinen Stand zu setzen: offen unsicher sitzt
A

Erhebungsprojekt planen

Ziel 1

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

B

Daten zusammenführen

Ziel 2

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

C

Rohdaten aufbereiten

Ziel 3

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

D

Mit PivotTables auswerten

Ziel 4

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

E

Ergebnisse mit Diagrammen zeigen

Ziel 5

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

F

Ergebnisse übergeben

Ziel 6

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

Praxisfall

Die Velowerkstatt der Rad & Ride AG

Chiara ist im 1. Lehrjahr bei der Rad & Ride AG in Thun, einem Velo- und Sportgeschäft mit drei Filialen und 38 Mitarbeitenden. Der Werkstattleiter hat das Gefühl, dass viele Kundinnen und Kunden nach einer Reparatur nicht wiederkommen, kann es aber nicht belegen. Im ÜK spielt Chiara dazu ein ganzes Datenprojekt durch, von der Planung bis zur Übergabe.

  1. Kapitel 1

    Vier Wochen, zwei Datenquellen

    Chiara hält mit dem Werkstattleiter das Ziel fest: herausfinden, wie zufrieden Werkstattkunden sind und wo es hakt. Als Datenquellen plant sie eine Kurzumfrage in Microsoft Forms, die per QR-Code auf der Abholquittung verteilt wird, und den Export der Werkstattaufträge aus dem Kassensystem. Ihr Zeitplan: eine Woche Vorbereitung, zwei Wochen Erhebung, eine Woche Auswertung. Weil sie nur mit wenigen Antworten rechnet, vereinbart sie, dass die Filialen beim Abholen aktiv auf den QR-Code hinweisen.

    Ziel 1

  2. Kapitel 2

    4512 ist nicht W-004512

    Nach zwei Wochen liegen 186 Antworten und ein Export mit 1'420 Aufträgen vor. Verknüpfen will Chiara über die Auftragsnummer, die Kunden im Formular eintippen. Doch im Kassensystem steht "W-004512", die Kunden schreiben meist nur "4512". In Power Query entfernt sie Präfix und führende Nullen auf beiden Seiten, danach lassen sich 171 von 186 Antworten einem Auftrag zuordnen.

    Ziel 2

  3. Kapitel 3

    Thun, thun und Thun Zentrum

    In der Spalte Filiale stehen "Thun", "thun " und "Thun Zentrum" für denselben Standort, und bei der Wartezeit haben einige Kunden "ca. 1 Woche" statt einer Zahl eingegeben. Chiara vereinheitlicht die Schreibweisen und wandelt die Wartezeit in Tage um. Die 15 nicht zuordenbaren Antworten behält sie für die Zufriedenheitsfragen, lässt sie aber bei Auswertungen nach Auftragsart weg. Diese Entscheidung notiert sie, damit sie später nachvollziehbar ist.

    Ziel 3

  4. Kapitel 4

    Summe ist nicht Durchschnitt

    In der ersten PivotTable wirkt die grösste Filiale am zufriedensten, bis Chiara merkt, dass Excel die Bewertungen summiert statt den Mittelwert gebildet hat. Nach der Korrektur zeigt sich ein anderes Bild: Die Reparaturqualität wird überall mit rund 4,5 von 5 bewertet, aber in der Filiale Spiez sind 42 Prozent der Velos nicht am versprochenen Tag fertig. Chiara erstellt ein sortiertes Balkendiagramm mit dem Titel "In Spiez sind über 4 von 10 Velos nicht am versprochenen Tag fertig" und ergänzt einen Datenschnitt für die Auftragsart.

    Ziel 4Ziel 5

  5. Kapitel 5

    Eine Seite für den Werkstattleiter

    Chiara fasst alles auf einer Seite und in fünf Folien zusammen: Ergebnisse, Datengrundlage und Grenzen. Sie schreibt offen, dass nur 13 Prozent der Kunden geantwortet haben und vor allem jene mit QR-Code auf der Quittung. Als Handlungsoptionen schlägt sie eine SMS bei Verzögerungen und eine bessere Kapazitätsplanung in Spiez vor. Als der Werkstattleiter fragt, ob man den Zahlen trauen kann, erklärt sie, wofür sie reichen und wofür nicht.

    Ziel 6Ziel 5

Lernweg

Wie lernst du das?

  1. 1

    Auftrag verstehen und planen

    ca. 2 Std.

    Du startest mit einem konkreten Auftrag und klärst, welche Daten du brauchst und woher sie kommen.

    • Ein Auftragsgespräch im Rollenspiel führen und fünf Klärungsfragen stellen
    • Projektskizze mit Frage, Quellen, Zeitplan auf einer Seite erstellen
    • Prüfen, welche Daten bereits in Systemen des Betriebs vorhanden sind

    Trainiert Kompetenz A1A2

    Lernziel1

  2. 2

    Daten sammeln und importieren

    ca. 3 Std.

    Du führst eine kurze Umfrage durch und importierst zusätzlich einen CSV-Export in Excel.

    • Forms-Umfrage mit 5 bis 8 Fragen erstellen und an die Kursgruppe verteilen
    • CSV-Datei mit Daten > Aus Text/CSV importieren und Trennzeichen sowie Datentypen prüfen
    • Beide Datensätze als formatierte Excel-Tabellen ablegen

    Trainiert Kompetenz A2B1

    Lernziel12

  3. 3

    Zusammenführen und aufbereiten

    ca. 3 Std.

    Du verbindest Tabellen über einen Schlüssel und machst die Daten auswertbar.

    • Mit XVERWEIS eine Stammdatenspalte ergänzen und fehlende Treffer suchen
    • Dieselbe Zusammenführung in Power Query wiederholen und vergleichen
    • Schreibweisen vereinheitlichen, Datentypen setzen, leere Werte markieren

    Trainiert Kompetenz B2C1C2

    Lernziel23

  4. 4

    Auswerten und visualisieren

    ca. 3 Std.

    Du beantwortest die Ausgangsfrage mit PivotTables und Diagrammen.

    • Drei PivotTables zu drei Teilfragen erstellen
    • Datenschnitte hinzufügen und an mehrere Pivots koppeln
    • Zu jeder Pivot ein Diagramm mit Aussage-Titel erstellen

    Trainiert Kompetenz D1D2E1E2

    Lernziel45

  5. 5

    Präsentieren und übergeben

    ca. 3 Std.

    Du fasst das Projekt zusammen und übergibst es so, dass jemand anderes weiterarbeiten kann.

    • Kurzpräsentation mit maximal 5 Folien erstellen
    • Infoblatt in der Excel-Datei mit Quelle, Datum und Aktualisierungsanleitung ergänzen
    • Präsentation in 5 Minuten halten und Feedback einholen

    Trainiert Kompetenz F1F2E2

    Lernziel65

Üben

Übungen aus der Praxis

Kantinenverkäufe auswerten

Einstieg Einstieg

Die Kantine eines Industriebetriebs in Schaffhausen liefert einen Export mit 3'200 Verkäufen über einen Monat: Datum, Menülinie (Fleisch, Vegi, Pasta, Salatbuffet) und Preis.

Weist nach D1E1

  1. Daten als Excel-Tabelle formatieren und Datentypen prüfen
  2. PivotTable: Anzahl Verkäufe und Umsatz pro Menülinie
  3. Säulendiagramm mit Aussage-Titel erstellen
Tipp anzeigen

Nutze für die Anzahl ein Feld, das in jeder Zeile gefüllt ist, z.B. das Datum, und stelle die Wertfeldeinstellung auf 'Anzahl'.

Lösungsskizze anzeigen

Pivot mit Menülinie in Zeilen, Anzahl Datum und Summe Preis als Werte, absteigend sortiert. Diagramm als Balken mit Titel wie 'Pasta ist die meistverkaufte Menülinie'.

Umsatz nach Region mit Stammdaten

Fortgeschritten Fortgeschritten

Du erhältst Verkaufsdaten von 22 Filialen (nur Filial-Nr.) und eine separate Liste mit Filial-Nr., Ort und Region. Die Verkaufsleitung will den Umsatz pro Region und Monat.

Weist nach B2D2E2

  1. Region per XVERWEIS oder Power Query ergänzen
  2. Fehlende Zuordnungen finden und klären
  3. PivotTable Region x Monat erstellen
  4. Liniendiagramm zur Entwicklung pro Region erstellen
Tipp anzeigen

Gib bei XVERWEIS einen Wert für 'nicht gefunden' an, sonst siehst du nur #NV und übersiehst vielleicht etwas.

Lösungsskizze anzeigen

XVERWEIS mit Rückgabe 'fehlt', danach Filter auf 'fehlt' und die betroffenen Filialnummern mit der Verkaufsleitung klären. Pivot mit Region in Zeilen, Monat in Spalten. Liniendiagramm mit maximal 4 bis 5 Linien, eine Region hervorgehoben.

Mini-Projekt Homeoffice-Tage

Anspruchsvoll Anspruchsvoll

Die Geschäftsleitung eines Treuhandbüros mit 40 Mitarbeitenden will die Büroflächen reduzieren und muss wissen, an welchen Tagen wie viele Leute vor Ort sind.

Weist nach A3B3C3F3

  1. Projektskizze mit Frage, Quellen und Zeitplan erstellen
  2. Umfrage zu geplanten Bürotagen erstellen und ergänzend die Raumbuchungsdaten aus Outlook nutzen
  3. Daten zusammenführen, aufbereiten und nach Wochentag auswerten
  4. Ergebnisse in 4 Folien inklusive Grenzen der Daten präsentieren
Tipp anzeigen

Was Leute in einer Umfrage angeben und was sie tatsächlich tun, kann auseinanderliegen. Zeig beide Quellen nebeneinander.

Lösungsskizze anzeigen

Umfrage liefert geplante Tage, Raumbuchungen liefern tatsächliche Nutzung. Beide pro Wochentag in einer Pivot nebeneinander. Kernaussage z.B.: Dienstag und Donnerstag max. 31 Personen, Freitag unter 10. Grenze: Raumbuchungen zeigen nicht, wer ohne Buchung kommt.

Selbstcheck

Kannst du das beantworten?

Was braucht es, damit du zwei Tabellen verbinden kannst?

Einen gemeinsamen Schlüssel, z.B. Filial-Nr. oder Artikel-Nr., der in beiden Tabellen gleich geschrieben ist.

Was macht XVERWEIS?

Es sucht einen Wert in einer Spalte und gibt den passenden Wert aus einer anderen Spalte derselben Zeile zurück.

Warum arbeitest du nicht direkt in der Originaldatei?

Damit du jederzeit zurück kannst und nachvollziehbar bleibt, was du verändert hast.

Welchen Vorteil hat Power Query gegenüber manuellen Korrekturen?

Alle Schritte werden gespeichert. Beim nächsten Export klickst du auf 'Aktualisieren' und alles läuft automatisch erneut.

Welches Diagramm nimmst du, um eine Entwicklung über 12 Monate zu zeigen?

Ein Liniendiagramm, mit der Zeit auf der x-Achse.

Was gehört in jede Ergebnispräsentation, das oft vergessen wird?

Die Grenzen der Daten, z.B. kleine Stichprobe, kurzer Zeitraum oder fehlende Quellen.

Prüfung

Stolpersteine & Prüfungstipps

Typische Stolpersteine

  • Daten von Hand von einer Tabelle in die andere kopieren statt sie über einen Schlüssel zu verbinden.
  • #NV-Fehler nach einem XVERWEIS ignorieren oder einfach ausblenden.
  • PivotTable nach neuen Daten nicht aktualisieren und mit alten Zahlen präsentieren.
  • 3D-Kreisdiagramme mit acht Kategorien, die niemand lesen kann.
  • In der Präsentation jede Zahl zeigen statt die zwei, drei Erkenntnisse, die für die Entscheidung zählen.

Tipps für den Kompetenznachweis

  • Im ÜK zählt der nachvollziehbare Weg: Dokumentiere Quelle, Bereinigungsschritte und Formeln kurz auf einem Infoblatt.
  • Formuliere Diagrammtitel als Aussage, nicht als Beschriftung ('Freitag kaum genutzt' statt 'Nutzung pro Tag').
  • Teste deine Zusammenführung: Stimmt die Zeilenzahl vorher und nachher?
  • Plane genug Zeit für die Präsentation ein. Eine gute Auswertung ohne klare Botschaft verliert viele Punkte.

Glossar

Begriffe kurz erklärt

CSV
Textdatei, in der Werte durch Trennzeichen (in der Schweiz oft Semikolon) getrennt sind. Typisches Exportformat.
Schlüssel
Spalte, die einen Datensatz eindeutig identifiziert und zum Verbinden von Tabellen dient.
XVERWEIS
Excel-Funktion, die in einer Tabelle nachschlägt und einen zugehörigen Wert zurückgibt.
Power Query
Werkzeug in Excel und Power BI, um Daten zu importieren, umzuformen und zu kombinieren, mit gespeicherten Schritten.
PivotTable
Interaktive Tabelle, die grosse Datenmengen nach frei wählbaren Kategorien zusammenfasst.
Datenschnitt
Klickbarer Filter für PivotTables und Tabellen.
Infoblatt
Blatt in der Auswertungsdatei mit Quelle, Stand, Verantwortlicher Person und Anleitung zum Aktualisieren.

Mit KI-Tutor

Jeder Kurs hat einen persönlichen KI-Tutor

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KI-Tutor · Modul 164Nur Tipps

Mein JOIN liefert plötzlich doppelte Zeilen. Was mache ich falsch?
Gute Frage! Schau dir die Spalte an, über die du verbindest: Ist sie in beiden Tabellen eindeutig? Was passiert mit einer Kundin, die zwei Bestellungen hat?
Ah, dann kommt sie zweimal vor …
Genau. Willst du die Bestellungen zählen oder nur die Kundinnen sehen? Je nachdem hilft dir GROUP BY oder DISTINCT.

Tutavio

So helfen wir dir bei Modul 376

  • Wir begleiten dich durch dein ÜK-Projekt und helfen, wenn XVERWEIS oder die Power-Query-Zusammenführung nicht die erwarteten Treffer liefert.
  • Wir prüfen deine PivotTables und Diagramme und zeigen dir, wie die Kernaussage auf den ersten Blick sichtbar wird.
  • Wir üben mit dir die 5-Minuten-Präsentation deiner Ergebnisse und geben dir Feedback zu Aufbau und Formulierung.
  • Mit einem Datensatz aus deinem Lehrbetrieb (anonymisiert) bauen wir zusammen eine Auswertung, die du direkt einsetzen kannst.

Unverbindlich anfragen. Wir melden uns innert 24 Stunden.

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