371

Marketing & Kommunikation · Presenting in English

Präsentation in einer Fremdsprache durchführen (bilingualer Unterricht)

Du lernst, ein Fachthema aus deinem Berufsalltag auf Englisch klar aufzubauen, verständlich vorzutragen und Fragen souverän zu beantworten.

Fortgeschritten Fortgeschritten ca. 18 Std. SelbststudiumDigitales Business: 2. Lehrjahr · Berufsfachschule
#Englisch#Präsentation#Signposting#Diagramme beschreiben#Q&A#Aussprache#Folien#Bilingual#B1/B2

Überblick

Worum geht es?

In diesem Modul hältst du Präsentationen auf Englisch, und zwar zu Themen, die du aus dem Beruf kennst: Prozessanalysen, Auswertungen, Projektstände. Du lernst einen bewährten Aufbau mit Einstieg, Agenda, Hauptteil und Abschluss und führst das Publikum mit Signposting-Phrasen durch deinen Vortrag. Du beschreibst Zahlen und Diagramme präzise, gestaltest Folien für ein internationales Publikum und trainierst Aussprache, Tempo und Pausen. Zum Schluss übst du, Fragen ruhig zu beantworten, auch wenn du die Antwort nicht sofort weisst.

Wofür brauchst du das?

In internationalen Konzernen und vielen Schweizer KMU mit ausländischen Standorten werden Projektergebnisse und Auswertungen auf Englisch präsentiert. Als Entwickler/in digitales Business stellst du z.B. Dashboards, Prozessverbesserungen oder Tool-Evaluationen vor. Wer dabei strukturiert und sicher auftritt, überzeugt Entscheidungsträger und wird für weitere Projekte angefragt. Das Modul baut auf 370 auf und bereitet dich auf 372 (Schulung) und 373 (Stakeholder) vor.

Das solltest du schon können

  • Englisch auf Niveau B1 in E-Mails, Calls und Small Talk sicher anwenden (Modul 370)
  • Eine Präsentation auf Deutsch aufbauen und vor Publikum halten (Modul 119)
  • PowerPoint oder ein ähnliches Tool für Folien und einfache Diagramme bedienen

Typische Tools & Technologien

PowerPointMicrosoft Teams (Präsentationsmodus, Aufnahme)PowerPoint Presenter Coach / Speaker CoachCambridge Dictionary (Aussprache)Excel-DiagrammeCanvaModerationskarten

Lernziele

Was musst du können?

Das sind die Fähigkeiten, die am Ende des Moduls sitzen sollten. Jedes Ziel mit einem Beispiel aus dem Lehrbetrieb.

  1. 1

    Eine englische Präsentation mit klarem Aufbau planen

    Kompetenz A

    Du planst die Präsentation vom Ziel her: Was soll das Publikum am Ende wissen oder entscheiden? Daraus leitest du drei bis vier Hauptpunkte ab. Du startest mit einem Einstieg, der Interesse weckt, nennst die Agenda und schliesst mit einer Zusammenfassung und einer klaren Botschaft oder Bitte.

    Situation

    Du hast bei einem Pharmazulieferer in Basel den Prozess für Spesenabrechnungen analysiert. Das Management-Team mit Mitgliedern aus Deutschland, Frankreich und Indien soll in 10 Minuten über eine Digitalisierung entscheiden.

    Deine Aufgabe

    Plane Aufbau und Einstieg der Präsentation.

    Gutes Ergebnis

    Einstieg: «Every month, our team spends around 120 hours on expense reports. That's almost a full-time job.» Agenda: «I'll start with the current process, then show you where we lose time, and finally present two options.» Schluss: «So my recommendation is option B. I'd like to ask for your approval to start a pilot in January.»

    Presentation goalHook (Einstieg)AgendaKey messageCall to action
  2. 2

    Das Publikum mit Signposting-Phrasen durch den Vortrag führen

    Kompetenz B

    Signposting sind Wegweiser im Vortrag: Sie zeigen, wo du gerade bist und wohin es geht. Auf Englisch sind sie besonders wichtig, weil Zuhörende in einer Fremdsprache schneller den Faden verlieren. Du kennst Phrasen für Übergänge, Beispiele, Rückverweise und den Abschluss.

    Situation

    Beim Probedurchlauf sagt deine Lehrperson, die Übergänge zwischen deinen Teilen seien abrupt, man merke nicht, wann ein neuer Punkt beginnt.

    Deine Aufgabe

    Ergänze Übergänge an vier Stellen.

    Gutes Ergebnis

    «That's all I wanted to say about the current process. Let's now move on to the problems.» «To give you an example, ...» «As I mentioned earlier, approvals take up to nine days.» «This brings me to my last point: the options.» «To sum up, ...»

    SignpostingTransitions (Let's move on to)Referring back (As I mentioned)Summarising (To sum up)
  3. 3

    Zahlen, Diagramme und Entwicklungen auf Englisch präzise beschreiben

    Kompetenz C

    Du stellst ein Diagramm zuerst vor (was zeigt es, welche Achsen), dann nennst du die wichtigste Aussage und zum Schluss Details. Du verwendest passende Verben und Adverbien für Entwicklungen und sprichst Zahlen, Prozente und Beträge korrekt aus.

    Situation

    Du zeigst ein Liniendiagramm mit der Anzahl Supporttickets pro Monat von Januar bis Juni bei einem Onlinehändler in Lausanne.

    Deine Aufgabe

    Beschreibe das Diagramm in drei bis vier Sätzen.

    Gutes Ergebnis

    «This chart shows the number of support tickets per month from January to June. As you can see, tickets rose sharply in March and peaked at around 1,400 in April, after the new checkout was launched. Since then, they have fallen steadily to about 900, which is still 20 percent higher than in January.»

    Trend verbs (rise, fall, peak, remain stable)Adverbs (sharply, slightly, steadily)Zahlen und Prozente aussprechenDiagramm einführen
  4. 4

    Folien für ein internationales Publikum gestalten

    Kompetenz D

    Gute Folien unterstützen das Gesagte und ersetzen es nicht. Du formulierst kurze Aussage-Titel, nutzt wenig Text und einheitliche Fachbegriffe. Du achtest auf internationale Formate: Tausendertrennzeichen mit Komma statt Apostroph, Datumsformate ohne Verwechslungsgefahr und Beträge mit Währungsangabe.

    Situation

    Deine Folie zum Spesenprozess hat den Titel 'Ist-Analyse', zwölf Aufzählungspunkte auf Deutsch-Englisch gemischt und Beträge wie 'CHF 12'450.00'.

    Deine Aufgabe

    Überarbeite die Folie.

    Gutes Ergebnis

    Titel als Aussage: «Approvals cause 70% of the delay». Ein Balkendiagramm mit vier Prozessschritten statt Aufzählung. Beträge als «CHF 12,450», Daten als «12 March 2026». Alle Begriffe englisch und einheitlich (immer 'approval', nie abwechselnd 'sign-off').

    Action titleOne message per slideZahlenformate (1,250 vs. 1'250)Einheitliche Terminologie
  5. 5

    Verständlich vortragen: Aussprache, Tempo und Körpersprache

    Kompetenz E

    Du sprichst langsamer als auf Deutsch und setzt bewusst Pausen. Wichtige Fachwörter übst du mit der richtigen Betonung, damit sie verstanden werden. Du arbeitest mit Stichwortkarten statt mit Volltext und hältst Blickkontakt mit dem Publikum, auch online über die Kamera.

    Situation

    In der Aufnahme deines Probedurchlaufs hörst du, dass du 'process' wie im Deutschen und 'analysis' auf der falschen Silbe betonst und in 10 Minuten zweimal den Faden verlierst.

    Deine Aufgabe

    Bereite den Vortrag gezielt vor.

    Gutes Ergebnis

    Liste mit zehn Schlüsselwörtern, Aussprache im Cambridge Dictionary angehört und nachgesprochen (z.B. a-NA-ly-sis, PRO-cess, DA-ta). Stichwortkarten mit einem Satz pro Folie. Zweiter Durchlauf mit Speaker Coach: Tempo von 165 auf 135 Wörter pro Minute gesenkt, Füllwörter von 23 auf 6 reduziert.

    Word stressSpeaking pacePausesCue cardsEye contact
  6. 6

    Fragen aus dem Publikum souverän beantworten

    Kompetenz F

    Du lädst zu Fragen ein, hörst ganz zu und wiederholst oder paraphrasierst die Frage, bevor du antwortest. Kurze, direkte Antworten wirken stärker als lange Erklärungen. Wenn du etwas nicht weisst, sagst du das offen und versprichst eine Antwort bis zu einem Termin.

    Situation

    Nach deiner Präsentation fragt der CFO aus Frankfurt: «What would the new solution cost us per year, and is it compliant with Swiss data protection law?»

    Deine Aufgabe

    Beantworte die zweiteilige Frage, ohne alle Zahlen zu kennen.

    Gutes Ergebnis

    «Thank you, that's two important points. On costs: the licence is about CHF 8 per user per month, so roughly CHF 19,000 a year for 200 users. On data protection: the provider hosts data in Switzerland, but I'd like to double-check the details of the contract with our data protection officer. I'll get back to you by Friday.»

    Inviting questionsParaphrasing the questionBuying time (That's a good point)Admitting uncertaintyFollow-up promise

Selbsteinschätzung

Wo stehst du?

Die Kompetenzmatrix zerlegt das Modul in Themenstränge und drei Stufen. Für den Kompetenznachweis solltest du überall mindestens Stufe 2 erreichen. Dein Stand bleibt in diesem Browser gespeichert und färbt Lernweg und Übungen ein.

Tippe auf eine Aussage, um deinen Stand zu setzen: offen unsicher sitzt
A

Aufbau planen

Ziel 1

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

B

Signposting

Ziel 2

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

C

Zahlen und Diagramme beschreiben

Ziel 3

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

D

Folien gestalten

Ziel 4

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

E

Vortragen

Ziel 5

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

F

Fragen beantworten

Ziel 6

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

Praxisfall

Ein Störungsformular für drei Werke

Jonas ist im 2. Lehrjahr als Entwickler digitales Business bei der Rhyner Verpackungen AG in Schaffhausen, 180 Mitarbeitende und Teil einer Gruppe mit Werken in Polen und Tschechien. Er hat untersucht, wie Maschinenstörungen gemeldet werden: per Zuruf, Telefon und Mail, oft ohne Rückmeldung. Seinen Vorschlag, ein digitales Störungsformular mit automatischer Weiterleitung, soll er im monatlichen Operations-Meeting der Gruppe vorstellen, und dieses läuft auf Englisch.

  1. Kapitel 1

    15 Minuten, ein Ziel

    Jonas hat 15 Minuten vor dem COO und den drei Werkleitern. Zuerst schreibt er seinen Zielsatz: «After this talk, I want approval for a three-month pilot in Schaffhausen.» Er gliedert in Problem, Lösung, Nutzen und nächste Schritte und verteilt die Minuten. Im ersten Probedurchlauf merkt seine Berufsbildnerin, dass die Teile ohne Übergang aufeinanderprallen. Jonas ergänzt eine Agenda-Folie und Wegweiser wie «That brings me to the solution» und kommt bei jedem neuen Teil auf die Agenda zurück.

    Ziel 1Ziel 2

  2. Kapitel 2

    Was die Zahlen sagen

    Jonas hat sechs Monate Störungsmeldungen ausgewertet: 312 Meldungen und im Schnitt 47 Minuten bis zur ersten Reaktion, im März sogar 71 Minuten. Im ersten Entwurf sagt er nur «the number went higher». Nach dem Training formuliert er: «Response time peaked at 71 minutes in March and then fell back to around 45.» Den Ausreisser erklärt er offen mit der Ferienabwesenheit des einzigen Schichtleiters, statt ihn zu verschweigen.

    Ziel 3

  3. Kapitel 3

    Folien, die man in Brno versteht

    Seine erste Version hat 18 Folien, Titel wie «Ist-Zustand» und Beträge im Format CHF 12'450. Jonas kürzt auf 9 Folien und schreibt Aussage-Titel wie «Every second fault report gets no feedback». Die Beträge stellt er auf «CHF 12,450» um, weil der Apostroph in Polen und Tschechien verwirrt. Die detaillierte Auswertung pro Maschine wandert in den Anhang, falls jemand nachfragt.

    Ziel 4

  4. Kapitel 4

    Probe vor der Handykamera

    Jonas filmt seinen Probedurchlauf mit dem Handy. Er spricht viel zu schnell, betont «process» wie im Deutschen und schaut fast nur auf den Bildschirm. Mit Stichwortkarten, einer markierten Pause nach jeder Kernaussage und drei weiteren Durchläufen findet er ein ruhiges Tempo. Beim letzten Durchlauf braucht er 14 Minuten und hat eine Minute Reserve für Fragen.

    Ziel 5

  5. Kapitel 5

    Die Frage aus Brno

    Im Meeting fragt der Werkleiter aus Brno, ob das Formular auch für Temporärarbeitende ohne Microsoft-Konto funktioniert. Jonas paraphrasiert die Frage, gibt zu, dass er das noch nicht geprüft hat, und verspricht eine Antwort bis Freitag. Auf die Frage des COO nach den Kosten zeigt er seine vorbereitete Backup-Folie: CHF 3,200 für die Einrichtung, keine zusätzlichen Lizenzen. Der Pilot wird bewilligt.

    Ziel 6Ziel 1

Lernweg

Wie lernst du das?

  1. 1

    Von der Idee zur Struktur

    ca. 3 Std.

    Du wählst ein Thema aus deinem Lehrbetrieb und planst die Präsentation vom Ziel her.

    • Ziel und Kernbotschaft in je einem englischen Satz formulieren
    • Drei bis vier Hauptpunkte festlegen und einen Einstieg mit Zahl, Frage oder Geschichte schreiben
    • Agenda und Schluss mit klarer Bitte (call to action) formulieren

    Trainiert Kompetenz A1A2

    Lernziel1

  2. 2

    Wegweiser und Übergänge

    ca. 2 Std.

    Du baust Signposting in deine Präsentation ein und lernst die wichtigsten Phrasen auswendig.

    • Eine Liste mit 15 Signposting-Phrasen nach Funktion anlegen
    • An jeder Übergangsstelle deiner Präsentation eine Phrase einsetzen
    • Eine Mitlernende den Vortrag mit geschlossenen Augen anhören lassen: Findet sie sich zurecht?

    Trainiert Kompetenz B1B2

    Lernziel2

  3. 3

    Zahlen und Diagramme

    ca. 4 Std.

    Du lernst, Daten auf Englisch zu beschreiben, und gestaltest passende Folien.

    • Vier Diagramme aus Excel mit je drei bis vier Sätzen beschreiben
    • Zahlen, Prozente und CHF-Beträge laut lesen und aufnehmen
    • Drei eigene Folien mit Aussage-Titeln und internationalen Zahlenformaten überarbeiten

    Trainiert Kompetenz C1C2D1D2

    Lernziel34

  4. 4

    Sprechen trainieren

    ca. 4 Std.

    Du arbeitest an Aussprache, Tempo und Auftreten mit Aufnahmen und Feedback.

    • Zehn Schlüsselwörter mit Betonung nachsprechen und aufnehmen
    • Probedurchlauf mit PowerPoint Speaker Coach und Auswertung von Tempo und Füllwörtern
    • Stichwortkarten erstellen und ohne Volltext vortragen

    Trainiert Kompetenz E1E2

    Lernziel5

  5. 5

    Fragen meistern

    ca. 2 Std.

    Du übst, Fragen zu paraphrasieren, knapp zu antworten und mit Unsicherheit professionell umzugehen.

    • Zehn mögliche Fragen zu deinem Thema sammeln und Antworten vorbereiten
    • Q&A-Runde mit Mitlernenden, die gezielt schwierige Fragen stellen
    • Drei Phrasen für 'Ich weiss es nicht, ich kläre das ab' einüben

    Trainiert Kompetenz F1F2

    Lernziel6

  6. 6

    Alles zusammen: die Prüfungspräsentation

    ca. 3 Std.

    Du hältst die vollständige Präsentation unter Prüfungsbedingungen und wertest sie aus.

    • 10-minütige Präsentation mit anschliessender Q&A-Runde halten und aufnehmen
    • Die Aufnahme mit einer Checkliste (Aufbau, Signposting, Sprache, Folien, Q&A) auswerten
    • Die zwei wichtigsten Verbesserungen festlegen und gezielt üben

    Trainiert Kompetenz A3B3C3E3F3

    Lernziel12356

Üben

Übungen aus der Praxis

Zwei-Minuten-Pitch zu einem Tool

Einstieg Einstieg

Dein Lehrbetrieb, ein Bauunternehmen in Sursee, nutzt seit kurzem Microsoft Planner. Du sollst den internationalen Projektleitenden in zwei Minuten erklären, warum sie es nutzen sollten.

Weist nach A1E1

  1. Einen Einstieg mit einem konkreten Problem formulieren
  2. Drei Vorteile mit je einem Beispiel nennen
  3. Mit einer klaren Bitte abschliessen
  4. Den Pitch aufnehmen und die Zeit prüfen
Tipp anzeigen

Zwei Minuten sind etwa 250 bis 280 gesprochene Wörter. Schreib nicht mehr, sonst sprichst du zu schnell.

Lösungsskizze anzeigen

«How many emails did you send last week just to ask about the status of a task?» Vorteile: all tasks in one place, everyone sees deadlines, works on the phone at the construction site. Je ein Beispiel aus dem Baustellenalltag. Schluss: «So my suggestion is: let's use Planner for the next project, starting Monday.»

Quartalszahlen eines Webshops präsentieren

Fortgeschritten Fortgeschritten

Ein Schweizer Webshop für Kaffeemaschinen hat neu Kundschaft in Österreich und Italien. Du präsentierst dem englischsprachigen Management die Kennzahlen Q3: Bestellungen +18 %, Retourenquote von 6 % auf 9 % gestiegen, durchschnittlicher Warenkorb stabil bei CHF 245.

Weist nach C2D2B2

  1. Zwei passende Diagramme in Excel erstellen und mit Aussage-Titeln versehen
  2. Jedes Diagramm mit Einführung, Hauptaussage und Details beschreiben
  3. Übergänge mit Signposting verbinden
  4. Eine Empfehlung zur gestiegenen Retourenquote formulieren
Tipp anzeigen

Nenne zuerst die wichtigste Aussage, dann die Zahlen. Das Publikum soll nicht selbst interpretieren müssen.

Lösungsskizze anzeigen

Folie 1: «Orders grew by 18% in Q3» mit Säulendiagramm, Beschreibung mit 'rose', 'increase'. Folie 2: «Returns are rising faster than orders» mit Liniendiagramm, «The return rate went up from 6 to 9 percent.» Übergang: «Let's now look at the downside.» Empfehlung: Retourengründe analysieren, Grössenangaben bei Ersatzteilen verbessern.

Projektantrag mit kritischer Fragerunde

Anspruchsvoll Anspruchsvoll

Eine Krankenkasse in Solothurn prüft, Leistungsabrechnungen per Chatbot zu beantworten. Du präsentierst dem Steering Committee (teils englischsprachig) in 12 Minuten zwei Varianten und eine Empfehlung. Danach folgen 8 Minuten Fragen, auch zu Kosten und Datenschutz (revDSG).

Weist nach A3D3F3E2

  1. Präsentation mit Einstieg, Ausgangslage, zwei Varianten, Empfehlung und Bitte um Entscheid aufbauen
  2. Varianten mit einer Vergleichstabelle (Kosten, Aufwand, Risiken) darstellen
  3. Zehn kritische Fragen antizipieren und Antworten vorbereiten
  4. Präsentation und Q&A im Rollenspiel durchführen und auswerten
Tipp anzeigen

Bei kritischen Fragen hilft das Muster: danken, Frage kurz wiederholen, direkt antworten, mit einem Fakt belegen. Wer ausweicht, verliert Vertrauen.

Lösungsskizze anzeigen

Einstieg mit Zahl (z.B. 3,500 calls per month about invoices). Variante A: Standard-Chatbot SaaS, Variante B: Erweiterung der bestehenden FAQ-Seite. Tabelle mit CHF-Kosten und Risiken. Empfehlung mit Pilot. Q&A: «If I understand correctly, you're asking whether ... The short answer is yes, because ...». Unsichere Punkte mit Termin zusagen.

Selbstcheck

Kannst du das beantworten?

Was ist Signposting und warum ist es in einer Fremdsprache besonders wichtig?

Wegweiser-Phrasen, die zeigen, wo man im Vortrag ist. Zuhörende in einer Fremdsprache verlieren schneller den Faden und brauchen klare Orientierung.

Wie leitest du auf Englisch zum nächsten Punkt über?

Z.B. «Let's move on to ...», «This brings me to ...» oder «Now let's take a look at ...».

Wie beschreibst du, dass ein Wert seinen Höchststand erreicht hat?

«It peaked at ...» oder «It reached a high of ...».

Wie schreibst du CHF 12'450.50 auf einer englischen Folie?

CHF 12,450.50, mit Komma als Tausendertrennzeichen und Punkt als Dezimaltrennzeichen.

Was ist ein Action Title?

Ein Folientitel als Aussage, z.B. «Approvals cause 70% of the delay», statt eines Themas wie 'Analysis'.

Was sagst du, wenn du eine Frage nicht beantworten kannst?

«I'm not sure about that, but I'll find out and get back to you by Friday.»

Warum wiederholst oder paraphrasierst du eine Frage, bevor du antwortest?

Alle hören die Frage, du prüfst, ob du sie richtig verstanden hast, und gewinnst ein paar Sekunden Zeit.

Prüfung

Stolpersteine & Prüfungstipps

Typische Stolpersteine

  • Die Präsentation Wort für Wort ablesen: Das klingt monoton und du verlierst den Blickkontakt.
  • Folien vollschreiben und dann den Text vorlesen. Das Publikum liest schneller, als du sprichst.
  • Zu schnell sprechen aus Nervosität. In der Fremdsprache brauchst du eher 20 % weniger Tempo als auf Deutsch.
  • Schweizer Zahlenformate (1'250.50) oder Datumsformate (03.04.) unverändert übernehmen.
  • Fachbegriffe auf Deutsch stehen lassen ('Ist-Analyse', 'Offerte') statt die englischen Begriffe zu verwenden ('current state analysis', 'quote').
  • Bei einer schwierigen Frage zu bluffen statt offen zu sagen, dass man es abklären wird.

Tipps für den Kompetenznachweis

  • Lerne Einstieg und Schluss auswendig. Die ersten und letzten 30 Sekunden prägen den Eindruck am stärksten.
  • Übe die Präsentation mindestens zweimal laut und mit Zeitmessung. Leise im Kopf durchgehen reicht nicht.
  • Bereite zu jedem Hauptpunkt eine mögliche Frage vor. Meistens kommen genau diese.
  • Wenn du ein Wort nicht findest, umschreibe es einfach: «the tool that we use to plan tasks». Das zählt als Kompetenz, nicht als Fehler.

Glossar

Begriffe kurz erklärt

Signposting
Phrasen, die das Publikum durch die Präsentation führen, z.B. «Let's move on to ...».
Hook
Einstieg, der sofort Aufmerksamkeit erzeugt, z.B. eine überraschende Zahl oder Frage.
Call to action
Klare Bitte am Schluss, was das Publikum tun oder entscheiden soll.
Action Title
Folientitel, der die Kernaussage der Folie als Satz formuliert.
Word stress
Betonung einer Silbe in einem Wort, z.B. a-NA-ly-sis. Falsche Betonung erschwert das Verstehen.
Q&A
Questions and answers: Fragerunde nach der Präsentation.
Cue cards
Stichwortkarten mit wenigen Schlüsselwörtern als Gedächtnisstütze.
Bilingualer Unterricht
Unterricht, in dem Fachinhalte ganz oder teilweise in einer Fremdsprache vermittelt werden.

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  • Wir hören uns deinen Probedurchlauf live oder als Aufnahme an und geben dir Rückmeldung zu Aufbau, Signposting, Aussprache und Tempo.
  • Wir überarbeiten mit dir deine Folien: Action Titles, internationale Zahlenformate und einheitliche englische Fachbegriffe.
  • Wir simulieren eine kritische Q&A-Runde mit Fragen, wie sie in der Prüfung oder im Management kommen können.
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