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Netzwerk · KMU-Netzwerk

Informatik- und Netzinfrastruktur für ein kleines Unternehmen realisieren

Du planst und baust das Netzwerk eines kleinen Betriebs: von der IP-Adresse über Switch und Drucker bis zur sauberen Übergabe an den Kunden.

Einstieg Einstieg ca. 20 Std. SelbststudiumApplikationsentwicklung: 1. Lehrjahr · BerufsfachschulePlattformentwicklung: 1. Lehrjahr · BerufsfachschuleICT-Fachleute: 1. Lehrjahr · BerufsfachschuleICT-Fachleute (bis 2025): 1. Lehrjahr · Berufsfachschule
#IP-Adressierung#Subnetting#Netzwerkplan#Switch#Router#Freigaben#Berechtigungen#Fehlersuche#KMU

Überblick

Worum geht es?

Ein Treuhandbüro mit zwölf Arbeitsplätzen, eine Arztpraxis oder eine Schreinerei: Solche Betriebe brauchen ein Netzwerk, das einfach funktioniert. In diesem Modul lernst du, wie du dafür IP-Adressen planst, ein Netz in Subnetze aufteilst und passende Geräte auswählst. Du bindest PCs, Drucker und ein NAS ein, richtest Freigaben mit Gruppenrechten ein und testest jede Verbindung. Zum Schluss dokumentierst du alles so, dass auch jemand anderes das Netz später betreuen kann.

Wofür brauchst du das?

Viele Lehrbetriebe betreuen KMU-Kunden. Im Support landen täglich Fälle wie 'Der Drucker ist weg' oder 'Ich komme nicht aufs Laufwerk'. Wer versteht, wie IP-Adressen, Switches und Freigaben zusammenspielen, löst solche Tickets in Minuten statt Stunden. Das Modul legt ausserdem die Basis für 123 (Serverdienste), 129 (LAN-Komponenten) und 145 (Netzwerk betreiben).

Das solltest du schon können

  • Einen Windows-PC sicher bedienen: Einstellungen öffnen, Programme installieren, mit dem Explorer arbeiten
  • Zahlen zwischen Dezimal- und Binärsystem umrechnen (wird im Modul vertieft, Grundidee hilft)
  • Neugier, Geräte anzuschliessen und Kabel zu verfolgen, ohne Angst etwas kaputtzumachen

Typische Tools & Technologien

Windows 11Cisco Packet TracerSynology / QNAP NASUbiquiti UniFidraw.ioWiresharkKommandozeile (ipconfig, ping, tracert)

Lernziele

Was musst du können?

Das sind die Fähigkeiten, die am Ende des Moduls sitzen sollten. Jedes Ziel mit einem Beispiel aus dem Lehrbetrieb.

  1. 1

    Einen IP-Adressplan für ein KMU erstellen

    Kompetenz A

    Du legst fest, welche Adressen fix vergeben werden (Router, Drucker, NAS) und welcher Bereich automatisch per DHCP verteilt wird. Ein klarer Plan verhindert doppelte Adressen und macht die Fehlersuche einfacher.

    Situation

    Die Treuhand Meier AG in Wil hat 12 PCs, 2 Multifunktionsdrucker, ein NAS und einen Internet-Router von Swisscom. Bisher bekommt alles zufällige Adressen.

    Deine Aufgabe

    Erstelle einen Adressplan für das Netz 192.168.20.0/24.

    Gutes Ergebnis

    Router 192.168.20.1, Switch 192.168.20.2, NAS 192.168.20.10, Drucker 192.168.20.21 und .22, DHCP-Bereich .100 bis .199 für die PCs. Der Plan liegt als Tabelle mit Gerätename, MAC-Adresse und Standort vor.

    IPv4-AdresseSubnetzmaskeStandardgatewaystatische AdresseDHCP-Bereich
  2. 2

    Ein Netz in Subnetze für mehrere Abteilungen aufteilen

    Kompetenz B

    Du teilst einen Adressbereich so auf, dass jede Abteilung ein eigenes Subnetz in passender Grösse bekommt. Dazu berechnest du Netzadresse, Broadcast und nutzbare Hosts.

    Situation

    Eine Schreinerei hat die Verwaltung (50 Geräte), die Werkstatt (20 Geräte) und ein Gäste-WLAN (10 Geräte). Zur Verfügung steht 10.10.0.0/24.

    Deine Aufgabe

    Teile das Netz so auf, dass jede Gruppe genug Adressen hat und möglichst wenig verschwendet wird.

    Gutes Ergebnis

    Verwaltung 10.10.0.0/26 (Hosts .1 bis .62), Werkstatt 10.10.0.64/27 (Hosts .65 bis .94), Gäste 10.10.0.96/28 (Hosts .97 bis .110). Der Rest ab 10.10.0.112 bleibt für später frei.

    CIDR-SchreibweiseNetzadresseBroadcastHostanteilVLSM
  3. 3

    Netzwerkkomponenten auswählen und einen Netzwerkplan zeichnen

    Kompetenz C

    Du entscheidest, welche Geräte ein Betrieb braucht (Router, Switch, Access Point, Patchpanel) und wie sie verbunden werden. Den Aufbau hältst du in einem physischen und einem logischen Plan fest.

    Situation

    Eine Arztpraxis in Thun zieht um. Es gibt 8 Arbeitsplätze, 2 Drucker, ein Röntgengerät mit eigenem PC und 2 WLAN-Access-Points an der Decke.

    Deine Aufgabe

    Wähle die Netzwerkgeräte aus und zeichne den Netzwerkplan.

    Gutes Ergebnis

    Ein managed Switch mit 24 Ports und PoE für die Access Points (ca. CHF 400), ein Patchpanel mit Cat-6-Verkabelung, die Firewall des Providers als Gateway. Der Plan in draw.io zeigt Räume, Dosennummern und IP-Adressen.

    RouterSwitchAccess PointPoEPatchpanelphysischer und logischer Plan
  4. 4

    PCs, Drucker und NAS einbinden und Freigaben mit Gruppenrechten einrichten

    Kompetenz D

    Du bindest Geräte ins Netz ein und stellst gemeinsame Ordner bereit. Rechte vergibst du an Gruppen statt an einzelne Personen, damit Wechsel im Team schnell erledigt sind.

    Situation

    Bei der Treuhand Meier AG sollen die Buchhaltung und die Lohnabteilung je einen eigenen Ordner auf dem Synology-NAS haben. Die Geschäftsleitung darf alles lesen.

    Deine Aufgabe

    Richte Freigaben, Gruppen und Berechtigungen ein und verbinde die Laufwerke auf den PCs.

    Gutes Ergebnis

    Gruppen 'Buchhaltung', 'Lohn' und 'GL' auf dem NAS. Freigabe 'Buchhaltung' mit Lesen/Schreiben für Buchhaltung und Lesen für GL. Auf den PCs ist das Laufwerk B: mit \\192.168.20.10\Buchhaltung verbunden.

    SMB-FreigabeBenutzergruppeLese- und SchreibrechtNetzlaufwerkPrinzip der minimalen Rechte
  5. 5

    Verbindungen systematisch testen und Fehler eingrenzen

    Kompetenz E

    Du prüfst Schritt für Schritt, ob ein Gerät eine Adresse hat, das Gateway erreicht, Namen auflösen kann und ins Internet kommt. So findest du heraus, auf welcher Ebene ein Problem liegt.

    Situation

    Ein neuer PC in der Praxis kommt nicht ins Internet. ipconfig zeigt die Adresse 169.254.12.80.

    Deine Aufgabe

    Finde heraus, wo das Problem liegt, und behebe es.

    Gutes Ergebnis

    Die 169.254er-Adresse zeigt: Der PC hat zwar Verbindung zum Switch, aber keine Antwort vom DHCP-Server bekommen. Im Router zeigt sich, dass der DHCP-Bereich nur 10 Adressen umfasst und alle vergeben sind. Nach dem Vergrössern des Bereichs auf 192.168.20.100 bis 192.168.20.199 und ipconfig /renew bekommt der PC 192.168.20.111, ping auf 192.168.20.1 und auf 8.8.8.8 klappt.

    ipconfig /allpingtracertnslookupAPIPABottom-up-Fehlersuche
  6. 6

    Die Installation dokumentieren und an den Kunden übergeben

    Kompetenz F

    Du hältst Pläne, Adressen, Zugangsdaten und Tests so fest, dass jemand anderes das Netz betreuen kann. Bei der Übergabe erklärst du dem Kunden in einfachen Worten, was er wissen muss.

    Situation

    Die Installation bei der Treuhand Meier AG ist fertig. Der Geschäftsführer will wissen, was er im Notfall tun muss.

    Deine Aufgabe

    Erstelle eine Dokumentation und ein Abnahmeprotokoll.

    Gutes Ergebnis

    Ein PDF mit Netzwerkplan, IP-Liste, Patchliste und Testprotokoll. Die Passwörter liegen in einer KeePass-Datenbank beim Betrieb. Der Kunde unterschreibt das Abnahmeprotokoll mit allen erfolgreichen Tests.

    NetzwerkdokumentationPatchlisteTestprotokollAbnahmePasswortverwaltung

Selbsteinschätzung

Wo stehst du?

Die Kompetenzmatrix zerlegt das Modul in Themenstränge und drei Stufen. Für den Kompetenznachweis solltest du überall mindestens Stufe 2 erreichen. Dein Stand bleibt in diesem Browser gespeichert und färbt Lernweg und Übungen ein.

Tippe auf eine Aussage, um deinen Stand zu setzen: offen unsicher sitzt
A

IP-Adressplan

Ziel 1

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

B

Subnetze berechnen

Ziel 2

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

C

Komponenten und Netzplan

Ziel 3

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

D

Geräte und Freigaben

Ziel 4

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

E

Testen und Fehler eingrenzen

Ziel 5

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

F

Dokumentation und Übergabe

Ziel 6

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

Praxisfall

Das neue Netz der Physiotherapie Sägesser

Elias ist im 1. Lehrjahr als ICT-Fachmann bei der Bürotech Emmental GmbH in Burgdorf, 12 Mitarbeitende. Die Physiotherapie Sägesser zieht in neue Räume und braucht ein komplettes Netz für Empfang, vier Behandlungsräume und die Administration. Elias darf den Auftrag zusammen mit seiner Berufsbildnerin von der Planung bis zur Übergabe begleiten.

  1. Kapitel 1

    Rundgang in den leeren Räumen

    Elias zählt beim Rundgang 6 PCs, 2 Laptops, einen Multifunktionsdrucker, ein NAS, das Kartenterminal und den Wunsch nach einem Gäste-WLAN im Wartezimmer. Der Provider-Router hat nur 4 LAN-Ports, das reicht nicht. Er plant deshalb einen 16-Port-Switch mit PoE, zwei Access Points und ein Patchpanel mit 24 Ports. In draw.io zeichnet er einen physischen Plan mit Räumen und Dosen und einen logischen Plan mit allen Geräten.

    Ziel 3

  2. Kapitel 2

    Adressen mit System

    Die Berufsbildnerin will Patientengäste strikt vom Praxisnetz trennen. Elias teilt 192.168.50.0/24 auf: 192.168.50.0/25 für die Praxis und 192.168.50.128/26 für die Gäste. Im ersten Entwurf lässt er den DHCP-Bereich bei .1 beginnen und merkt im Review, dass Drucker und NAS dann doppelt vergeben werden könnten. Er reserviert .1 bis .29 für feste Adressen und setzt den DHCP-Bereich auf .50 bis .120.

    Ziel 1Ziel 2

  3. Kapitel 3

    Ordner für Therapie und Administration

    Auf dem NAS legt Elias die Freigaben Therapieberichte, Administration und Vorlagen an. Statt Rechte pro Person zu setzen, erstellt er die Gruppen Therapie, Administration und Praktikum. Als die Praxisleiterin fragt, ob die neue Praktikantin nur die Vorlagen lesen darf, muss er nur noch eine Gruppenmitgliedschaft setzen. Mit einem Testkonto prüft er, dass die Praktikantin die Therapieberichte nicht einmal sieht.

    Ziel 4

  4. Kapitel 4

    Behandlungsraum 3 bleibt stumm

    Am ersten Arbeitstag kann der PC in Behandlungsraum 3 nicht drucken. ipconfig zeigt eine Adresse 169.254.x.x: Der PC hat einen Link, aber keinen DHCP-Server erreicht. Der Link kommt vom kleinen Tischswitch unter dem Pult. Elias prüft dessen Uplink-Dose mit dem Kabeltester und stellt fest, dass sie im Patchpanel gar nicht gepatcht ist. Danach fällt ihm ein Laptop auf, der den Server per IP erreicht, aber keine Webseiten öffnet: nslookup zeigt den DNS-Server des alten Routers, der noch fix eingetragen war.

    Ziel 5

  5. Kapitel 5

    Übergabe am Freitagabend

    Elias erstellt eine Dokumentation mit Netzplan, IP-Liste, Patchliste und einem Testprotokoll mit 14 geprüften Punkten. Die Zugangsdaten legt er im Passwortmanager der Bürotech ab und übergibt der Praxis zusätzlich einen versiegelten Umschlag für den Notfall. In 20 Minuten erklärt er der Praxisleiterin, was sie bei einem Internetausfall selbst prüfen kann und wann sie anrufen soll. Sie unterschreibt das Abnahmeprotokoll.

    Ziel 6

Lernweg

Wie lernst du das?

  1. 1

    Wie Daten durchs Netz reisen

    ca. 3 Std.

    Du verschaffst dir ein Bild davon, was beim Aufruf einer Webseite passiert und welche Geräte dabei mitspielen.

    • Den Weg einer Anfrage vom eigenen PC bis zu srf.ch mit tracert verfolgen und jede Station notieren
    • Das eigene Heimnetz aufzeichnen: Router, Geräte, Adressen (ipconfig /all, Router-Oberfläche)
    • Die Unterschiede zwischen Switch, Router und Access Point in eigenen Worten aufschreiben

    Trainiert Kompetenz C1

    Lernziel3

  2. 2

    IP-Adressen und Subnetze sicher rechnen

    ca. 5 Std.

    Du lernst, Subnetzmasken zu lesen und Netze aufzuteilen. Hier hilft nur üben, bis es automatisch geht.

    • Zehn Subnetting-Aufgaben pro Tag auf Papier lösen und mit einem Online-Rechner kontrollieren
    • Für /24, /25, /26, /27 und /28 eine eigene Merktabelle (Hosts, Blockgrösse) erstellen
    • Einen Adressplan für ein Fantasie-KMU mit drei Abteilungen schreiben

    Trainiert Kompetenz A1B1B2

    Lernziel12

  3. 3

    Das Netz im Simulator aufbauen

    ca. 4 Std.

    Mit Cisco Packet Tracer baust du ein KMU-Netz virtuell auf, ohne echte Hardware zu brauchen.

    • Router, Switch, 4 PCs und einen Drucker verbinden und statische Adressen vergeben
    • Absichtlich ein falsches Gateway setzen und beobachten, was ping meldet
    • Den Aufbau als logischen Netzwerkplan in draw.io zeichnen

    Trainiert Kompetenz C2A2E1

    Lernziel315

  4. 4

    Freigaben und Rechte einrichten

    ca. 3 Std.

    Du stellst gemeinsame Ordner bereit und vergibst Rechte über Gruppen.

    • Auf einem Windows-PC oder einer NAS-Demo (z.B. Synology Live Demo) Freigaben für zwei Gruppen erstellen
    • Mit einem zweiten Benutzerkonto testen, ob die Rechte wirklich greifen
    • Ein Netzlaufwerk per Explorer und per 'net use' verbinden

    Trainiert Kompetenz D1D2

    Lernziel4

  5. 5

    Fehler finden wie im Support

    ca. 3 Std.

    Du übst die systematische Fehlersuche von der Kabelverbindung bis zur Namensauflösung.

    • Eine Checkliste 'Kein Internet' mit den Befehlen ipconfig, ping, nslookup erstellen
    • Mit einer Kollegin abwechselnd Fehler im Packet-Tracer-Netz einbauen und suchen
    • Mit Wireshark einen DHCP-Ablauf (Discover, Offer, Request, Ack) mitschneiden

    Trainiert Kompetenz E2E3

    Lernziel5

  6. 6

    Gesamtprojekt: KMU-Netz von A bis Z

    ca. 4 Std.

    Du planst ein komplettes Netz für einen Fantasie-Kunden, setzt es im Simulator um und dokumentierst es wie für eine echte Übergabe.

    • Anforderungen aufnehmen, Adressplan und Netzwerkplan erstellen
    • Aufbau, Freigaben und Tests umsetzen und protokollieren
    • Dokumentation und Abnahmeprotokoll schreiben und jemandem in 5 Minuten präsentieren

    Trainiert Kompetenz A3C3D3F1F2F3

    Lernziel1346

Üben

Übungen aus der Praxis

Netz für einen Coiffeursalon

Einstieg Einstieg

Ein Coiffeursalon in Aarau hat 3 PCs, einen Kassen-PC, einen Drucker und ein Gäste-WLAN. Der Provider-Router hat die Adresse 192.168.1.1.

Weist nach A1C1

  1. Einen Adressplan mit statischen Adressen und DHCP-Bereich erstellen
  2. Einen einfachen Netzwerkplan zeichnen
  3. Drei Tests festlegen, mit denen du die Installation abnimmst
Tipp anzeigen

Geräte, die andere finden müssen (Drucker, Router), brauchen eine feste Adresse. PCs dürfen ihre Adresse automatisch beziehen.

Lösungsskizze anzeigen

Router .1, Drucker .20, Kassen-PC fix auf .30 (wegen Kartenterminal), DHCP .100 bis .150. Gäste-WLAN als separates Netz des Routers. Tests: ping Gateway, Drucktest, Webseite aufrufen.

Subnetze für eine Gemeindeverwaltung

Fortgeschritten Fortgeschritten

Die Gemeinde Muster hat die Einwohnerkontrolle (28 Geräte), das Bauamt (12 Geräte), die Werkhof-PCs (5 Geräte) und ein Verwaltungsnetz für Drucker und Server (8 Geräte). Verfügbar ist 172.16.5.0/24.

Weist nach B2B3A2

  1. Für jede Gruppe die passende Subnetzgrösse bestimmen
  2. Netzadresse, ersten und letzten Host sowie Broadcast für jedes Subnetz berechnen
  3. Die Gateway-Adresse jedes Subnetzes festlegen
  4. Den freien Restbereich angeben
Tipp anzeigen

Beginne mit dem grössten Subnetz. So passen die kleineren lückenlos dahinter.

Lösungsskizze anzeigen

Einwohnerkontrolle 172.16.5.0/27, Bauamt 172.16.5.32/28, Server/Drucker 172.16.5.48/28, Werkhof 172.16.5.64/29. Gateway jeweils die erste Hostadresse. Frei ab 172.16.5.72.

Komplettauftrag Treuhandbüro

Anspruchsvoll Anspruchsvoll

Ein Treuhandbüro mit 15 Mitarbeitenden bekommt ein neues Netz mit NAS. Die Bereiche Buchhaltung, Steuern und Personal dürfen nur ihre eigenen Daten sehen. Die Chefin will alles lesen. Ein Mitarbeiter meldet nach der Installation, dass er sein Laufwerk nicht sieht.

Weist nach C2D3E2F3

  1. Netzwerkplan, Adressplan und Materialliste mit Preisen in CHF erstellen
  2. Gruppen und Freigabeberechtigungen als Tabelle definieren
  3. Den gemeldeten Fehler mit einer Schritt-für-Schritt-Prüfung eingrenzen
  4. Eine Übergabedokumentation mit Testprotokoll schreiben
Tipp anzeigen

Wenn ein Laufwerk fehlt: Erst prüfen, ob der PC das NAS überhaupt erreicht (ping), dann ob der Benutzer in der richtigen Gruppe ist.

Lösungsskizze anzeigen

Ein Switch mit 24 Ports, NAS mit fixer Adresse. Gruppen Buchhaltung, Steuern, Personal, GL. Rechte-Matrix mit RW pro Abteilung und R für GL. Fehlerursache z.B. Benutzer nicht in Gruppe 'Steuern' oder falsche Anmeldedaten im Windows-Anmeldeinformationsspeicher. Doku mit Plan, IP-Liste, Rechte-Matrix und Testprotokoll.

Selbstcheck

Kannst du das beantworten?

Wie viele nutzbare Hostadressen hat ein /26-Netz?

62. Ein /26 hat 64 Adressen, davon sind Netzadresse und Broadcast nicht nutzbar.

Was bedeutet es, wenn ein Windows-PC eine Adresse mit 169.254 hat?

Er hat keine Antwort von einem DHCP-Server bekommen und sich selbst eine APIPA-Adresse gegeben. Ursache sind oft Kabel, Patchung oder ein ausgefallener DHCP-Dienst.

Was ist der Unterschied zwischen einem Switch und einem Router?

Ein Switch verbindet Geräte innerhalb desselben Netzes anhand der MAC-Adressen. Ein Router verbindet verschiedene Netze anhand der IP-Adressen, z.B. das Firmennetz mit dem Internet.

Warum vergibt man Freigaberechte an Gruppen und nicht an einzelne Personen?

Weil man bei einem Eintritt oder Austritt nur die Gruppenmitgliedschaft ändern muss, statt viele Ordnerrechte einzeln anzupassen.

Welche Geräte sollten eine statische IP-Adresse bekommen?

Geräte, die von anderen zuverlässig gefunden werden müssen: Router, Switches, Server, NAS, Drucker und Access Points.

Ping auf 8.8.8.8 klappt, aber www.admin.ch öffnet sich nicht. Wo liegt das Problem wahrscheinlich?

Bei der Namensauflösung (DNS). Mit nslookup www.admin.ch prüfst du, ob der eingetragene DNS-Server antwortet.

Was gehört mindestens in eine Netzwerkdokumentation?

Netzwerkplan, IP-Adressliste, Patchliste, Gerätedaten mit Standort, Testprotokoll und Hinweis, wo die Zugangsdaten sicher abgelegt sind.

Prüfung

Stolpersteine & Prüfungstipps

Typische Stolpersteine

  • Statische Adressen mitten in den DHCP-Bereich legen. Dann gibt es früher oder später doppelte IP-Adressen.
  • Nur 'ping geht' testen und die Namensauflösung oder das Drucken vergessen.
  • Allen Benutzern Vollzugriff auf das NAS geben, weil es schneller geht.
  • Den Netzwerkplan erst ganz am Schluss aus dem Gedächtnis zeichnen.
  • Admin-Passwörter in einer Excel-Datei auf dem Desktop des Kunden ablegen.

Tipps für den Kompetenznachweis

  • Schreib dir für Subnetting eine Tabelle mit Blockgrössen (128, 64, 32, 16, 8, 4) auf und nutze sie bei jeder Aufgabe.
  • Zeichne bei Planungsaufgaben zuerst den Netzwerkplan. Adressen und Geräte ergeben sich daraus fast von selbst.
  • Bei Fehlersuche-Aufgaben immer von unten nach oben argumentieren: Kabel, Adresse, Gateway, DNS, Dienst.
  • Begründe Gerätewahl kurz, z.B. 'PoE-Switch, weil die Access Points so ohne eigenes Netzteil laufen'.

Glossar

Begriffe kurz erklärt

IP-Adresse
Logische Adresse eines Geräts im Netzwerk, z.B. 192.168.20.15.
Subnetzmaske
Legt fest, welcher Teil der IP-Adresse das Netz und welcher das Gerät bezeichnet, z.B. 255.255.255.0 oder /24.
Standardgateway
Router, an den ein Gerät alle Pakete schickt, die nicht ins eigene Netz gehören.
DHCP
Dienst, der Geräten automatisch IP-Adresse, Maske, Gateway und DNS-Server zuteilt.
DNS
Dienst, der Namen wie www.admin.ch in IP-Adressen übersetzt.
PoE
Power over Ethernet: Der Switch versorgt Geräte wie Access Points oder Telefone über das Netzwerkkabel mit Strom.
Patchpanel
Verteilerleiste im Netzwerkschrank, an der die fest verlegten Kabel der Netzwerkdosen enden.
SMB
Protokoll, über das Windows-Rechner auf Freigaben von Servern und NAS zugreifen.

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Mein JOIN liefert plötzlich doppelte Zeilen. Was mache ich falsch?
Gute Frage! Schau dir die Spalte an, über die du verbindest: Ist sie in beiden Tabellen eindeutig? Was passiert mit einer Kundin, die zwei Bestellungen hat?
Ah, dann kommt sie zweimal vor …
Genau. Willst du die Bestellungen zählen oder nur die Kundinnen sehen? Je nachdem hilft dir GROUP BY oder DISTINCT.

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So helfen wir dir bei Modul 117

  • Wir trainieren mit dir Subnetting, bis du eine Aufgabe in unter 3 Minuten sicher löst, mit Rechenwegen, die du in der Prüfung zeigen kannst.
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