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Netzwerk · Switching & VLAN

LAN-Komponenten in Betrieb nehmen

Du konfigurierst Switches, VLANs und Access Points so, dass ein Firmennetz sauber getrennt, redundant und sicher läuft.

Fortgeschritten Fortgeschritten ca. 30 Std. SelbststudiumPlattformentwicklung: 2. Lehrjahr · BerufsfachschuleICT-Fachleute: 2. Lehrjahr · BerufsfachschuleICT-Fachleute (bis 2025): 2. Lehrjahr · Berufsfachschule
#Switch#VLAN#Trunk#Inter-VLAN-Routing#Spanning Tree#LACP#WLAN#Port-Security#Cisco IOS

Überblick

Worum geht es?

Ein einzelnes flaches Netz reicht bald nicht mehr: Telefone, Gäste, Verwaltung und Server sollen getrennt sein, ohne dass man für jede Gruppe eigene Kabel zieht. In diesem Modul konfigurierst du managed Switches über die Kommandozeile, teilst das Netz mit VLANs auf und verbindest die VLANs über einen Router oder Layer-3-Switch. Du sicherst redundante Verbindungen mit Spanning Tree und Link-Aggregation ab, bindest Access Points mit mehreren SSIDs ein und schützt Ports gegen fremde Geräte. Zum Schluss findest du Fehler auf Layer 2 gezielt mit show-Befehlen.

Wofür brauchst du das?

VLANs und Switch-Konfigurationen gehören zum Alltag in jeder Firma ab etwa 20 Arbeitsplätzen. Wer einen Switch sicher konfigurieren und einen falsch gesetzten Trunk erkennen kann, ist im Lehrbetrieb sofort bei Netzwerkprojekten dabei. Das Wissen brauchst du direkt wieder in 145 (Netzwerk betreiben) und 184 (Netzwerksicherheit).

Das solltest du schon können

  • IP-Adressen planen, Subnetze berechnen und einen Netzwerkplan lesen (Modul 117)
  • Das OSI-Modell grob kennen: Was passiert auf Layer 2, was auf Layer 3?
  • Mit einem Terminal-Programm (PuTTY, Windows Terminal) per SSH oder Konsole arbeiten

Typische Tools & Technologien

Cisco IOS / CatalystHPE ArubaUbiquiti UniFiCisco Packet TracerGNS3WiresharkPuTTY / SSH

Lernziele

Was musst du können?

Das sind die Fähigkeiten, die am Ende des Moduls sitzen sollten. Jedes Ziel mit einem Beispiel aus dem Lehrbetrieb.

  1. 1

    Einen managed Switch grundkonfigurieren und sicher verwalten

    Kompetenz A

    Du gibst dem Switch einen Namen, eine Management-Adresse und sichere Zugänge. Unsichere Protokolle wie Telnet schaltest du ab, die Konfiguration speicherst du dauerhaft.

    Situation

    Die Gemeindeverwaltung Muster erhält zwei neue Cisco-Catalyst-Switches mit 48 Ports. Sie kommen mit Werkseinstellungen.

    Deine Aufgabe

    Bereite den ersten Switch so vor, dass er sicher per SSH verwaltet werden kann.

    Gutes Ergebnis

    Hostname SW-GV-01, Management-VLAN 99 mit IP 10.99.0.11/24, Gateway 10.99.0.1, lokaler Admin mit 'secret', SSH Version 2 aktiv, Telnet aus, Login-Banner gesetzt, 'copy running-config startup-config' ausgeführt.

    Konsole vs. SSHManagement-VLANenable secretrunning-config / startup-configBanner
  2. 2

    VLANs planen und auf Access- und Trunk-Ports umsetzen

    Kompetenz B

    Du teilst das Netz logisch in Gruppen auf und weist jedem Port das richtige VLAN zu. Zwischen Switches transportiert ein Trunk mehrere VLANs über ein Kabel mit 802.1Q-Tags.

    Situation

    In der Gemeinde sollen Verwaltung, Bauamt, Telefonie und Gäste getrennt sein. Die Telefone hängen zwischen Dose und PC.

    Deine Aufgabe

    Erstelle die VLANs und konfiguriere Access-, Voice- und Trunk-Ports.

    Gutes Ergebnis

    VLAN 10 Verwaltung, 20 Bauamt, 30 Voice, 40 Gäste, 99 Management. Ports Gi1/0/1 bis 24 Access VLAN 10 mit Voice-VLAN 30. Uplink Gi1/0/48 als Trunk mit 'allowed vlan 10,20,30,40,99' und Native-VLAN 999 ohne Geräte.

    Access-PortTrunk802.1Q-TagNative VLANVoice-VLAN
  3. 3

    Routing zwischen VLANs einrichten

    Kompetenz C

    Geräte in verschiedenen VLANs können nur über einen Router miteinander sprechen. Du richtest dafür Subinterfaces auf einem Router oder virtuelle Schnittstellen auf einem Layer-3-Switch ein und leitest DHCP-Anfragen an den zentralen Server weiter.

    Situation

    Die PCs im Bauamt (VLAN 20) müssen auf den Planserver im Verwaltungs-VLAN 10 zugreifen. DHCP läuft zentral auf 10.10.0.5.

    Deine Aufgabe

    Konfiguriere das Routing zwischen den VLANs auf dem Layer-3-Switch.

    Gutes Ergebnis

    SVI 'interface vlan 10' mit 10.10.0.1/24 und 'interface vlan 20' mit 10.20.0.1/24, 'ip routing' aktiv. Auf SVI 20 'ip helper-address 10.10.0.5'. Ein PC im Bauamt bekommt 10.20.0.101 und erreicht den Planserver.

    Router-on-a-StickSubinterfaceSVIip routingDHCP-Relay
  4. 4

    Redundante Verbindungen mit Spanning Tree und Link-Aggregation absichern

    Kompetenz D

    Doppelte Verbindungen zwischen Switches erhöhen die Ausfallsicherheit, erzeugen aber ohne Schutz Schleifen. Du legst die Root-Bridge bewusst fest und bündelst parallele Kabel mit LACP zu einer schnelleren, ausfallsicheren Leitung.

    Situation

    Das Schulhaus Rosenau hat einen Core-Switch und drei Etagenswitches, jeder mit zwei Kabeln zum Core. Gelegentlich bricht das ganze Netz zusammen.

    Deine Aufgabe

    Mache die Verbindungen schleifenfrei und nutze beide Kabel.

    Gutes Ergebnis

    Rapid-PVST aktiv, Core-Switch mit Priorität 4096 als Root-Bridge. Je zwei Uplinks als Port-Channel mit LACP (mode active). 'show etherchannel summary' zeigt (SU) mit zwei Ports (P). Der Ausfall eines Kabels unterbricht das Netz nicht mehr.

    Switching-LoopSpanning Tree / RSTPRoot-BridgeBridge-PrioritätLACP / Port-Channel
  5. 5

    Access Points mit mehreren SSIDs ins LAN einbinden

    Kompetenz B, E

    Jede SSID wird einem VLAN zugeordnet, der Access Point hängt deshalb an einem Trunk-Port. Du wählst Kanäle so, dass sich benachbarte Access Points nicht stören, und setzt passende Verschlüsselung ein.

    Situation

    Im Schulhaus Rosenau sollen Lehrpersonen, Schülergeräte und Gäste getrennt ins WLAN. Pro Stockwerk gibt es zwei UniFi-Access-Points mit PoE.

    Deine Aufgabe

    Richte die SSIDs und die Switch-Ports für die Access Points ein.

    Gutes Ergebnis

    SSID 'Rosenau-LP' (WPA2-Enterprise, VLAN 50), 'Rosenau-SuS' (WPA2-PSK, VLAN 60), 'Rosenau-Gast' (VLAN 40 mit Client-Isolation). AP-Ports als Trunk mit Native-VLAN 99 für das Management. 2.4 GHz auf Kanal 1, 6, 11 verteilt, 5 GHz mit 40 MHz Kanalbreite.

    SSIDSSID-zu-VLAN-ZuordnungWPA2/WPA3KanalplanungPoE-Budget
  6. 6

    Switch-Ports gegen unerwünschte Geräte absichern

    Kompetenz E

    Du schaltest ungenutzte Ports ab, begrenzt die Anzahl Geräte pro Port und verhinderst, dass jemand einen eigenen Switch oder DHCP-Server einschmuggelt.

    Situation

    In der Gemeinde hat jemand im Sitzungszimmer einen privaten Router angeschlossen. Mehrere PCs bekamen danach falsche Adressen.

    Deine Aufgabe

    Schütze die Access-Ports gegen solche Vorfälle.

    Gutes Ergebnis

    Ungenutzte Ports im VLAN 999 und 'shutdown'. Access-Ports mit 'switchport port-security maximum 3' an Dosen mit IP-Telefon (Telefon in Voice- und Daten-VLAN plus PC) bzw. 'maximum 2' ohne Telefon, 'violation restrict', 'spanning-tree bpduguard enable'. DHCP-Snooping aktiv, nur der Uplink ist 'trusted'.

    Port-SecuritySticky-MACBPDU-GuardDHCP-SnoopingParkplatz-VLAN
  7. 7

    Layer-2-Probleme mit show-Befehlen und Wireshark eingrenzen

    Kompetenz F

    Du liest die Ausgaben der wichtigsten show-Befehle und erkennst typische Fehler wie falsche VLAN-Zuordnung, fehlende VLANs auf dem Trunk oder Native-VLAN-Konflikte.

    Situation

    Nach einem Switch-Tausch erreichen die PCs im Bauamt das Gateway nicht mehr, die Verwaltung funktioniert.

    Deine Aufgabe

    Finde den Fehler mit möglichst wenigen Befehlen.

    Gutes Ergebnis

    'show interfaces trunk' zeigt auf dem Uplink nur 'allowed vlan 10,99'. VLAN 20 fehlt auf dem Trunk. Mit 'switchport trunk allowed vlan add 20' behoben, ping auf 10.20.0.1 klappt wieder.

    show vlan briefshow interfaces trunkshow mac address-tableshow spanning-treeCDP / LLDP

Selbsteinschätzung

Wo stehst du?

Die Kompetenzmatrix zerlegt das Modul in Themenstränge und drei Stufen. Für den Kompetenznachweis solltest du überall mindestens Stufe 2 erreichen. Dein Stand bleibt in diesem Browser gespeichert und färbt Lernweg und Übungen ein.

Tippe auf eine Aussage, um deinen Stand zu setzen: offen unsicher sitzt
A

Switch-Grundkonfiguration

Ziel 1

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

B

VLANs und Trunks

Ziel 2Ziel 5

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

C

Inter-VLAN-Routing

Ziel 3

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

D

Redundanz mit STP und LACP

Ziel 4

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

E

Ports und WLAN absichern

Ziel 6Ziel 5

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

F

Layer-2-Fehlersuche

Ziel 7

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

Praxisfall

Das Hotel Alpenblick bekommt ein neues LAN

Noemi ist im 2. Lehrjahr als Informatikerin Plattformentwicklung bei der Lintec Netzwerke AG in Wil SG, 35 Mitarbeitende. Das Hotel Alpenblick in Lenk mit 60 Zimmern auf drei Etagen ersetzt sein flaches Netz, in dem Gäste, Rezeption, Kasse und Telefonie im gleichen Segment hängen. Noemi baut die Switches mit einem Netzwerktechniker auf und übernimmt die Konfiguration.

  1. Kapitel 1

    Vier Switches aus der Schachtel

    Noemi verbindet sich per Konsolenkabel mit dem Core-Switch und den drei Etagenswitches und vergibt die Namen SW-CORE und SW-OG1 bis SW-OG3. Jeder Switch bekommt eine Management-Adresse im VLAN 99, SSH wird eingeschaltet und Telnet abgestellt. Nach einem Stromunterbruch im Lager ist die Konfiguration eines Switches weg, weil sie vergessen hat, sie zu speichern. Seither endet jede Sitzung bei ihr mit copy running-config startup-config und einem Haken auf ihrer Checkliste.

    Ziel 1

  2. Kapitel 2

    Gäste raus aus dem Hotelnetz

    Noemi legt die VLANs 10 Verwaltung, 20 Kasse und Restaurant, 30 Telefonie, 40 Gäste und 99 Management an. Die Trunks zu den Etagen erlauben nur diese VLANs. Die Access Points hängen an Trunk-Ports, die SSID Alpenblick-Gast landet in VLAN 40 und Alpenblick-Staff in VLAN 10. Im 2. Stock verbinden sich Gäste zwar, bekommen aber keine Adresse: show interfaces trunk zeigt, dass VLAN 40 auf dem Trunk zu SW-OG2 fehlt.

    Ziel 2Ziel 5Ziel 7

  3. Kapitel 3

    Die Rezeption muss trotzdem drucken

    Jetzt kann die Rezeption den Drucker im Büro nicht mehr erreichen, weil er in einem anderen VLAN steht. Noemi richtet auf dem Layer-3-Core-Switch für jedes VLAN eine SVI als Gateway ein. Der DHCP-Server steht in VLAN 10, deshalb setzt sie auf jeder SVI eine ip helper-address. Mit einer ACL sorgt sie dafür, dass das Gäste-VLAN nur ins Internet kommt und nichts im Hotelnetz erreicht.

    Ziel 3

  4. Kapitel 4

    Ein Kabel zu viel

    Damit eine Etage nicht ausfällt, wenn ein Kabel bricht, zieht der Techniker zu jedem Etagenswitch eine zweite Leitung. Noemi setzt die Spanning-Tree-Priorität des Core-Switches auf 4096, damit er sicher Root-Bridge wird. Die zwei Leitungen zum Serverraum bündelt sie mit LACP zu einem Port-Channel. Beim Test zieht sie ein Uplink-Kabel, und die Telefone im 1. Stock verlieren dank Rapid PVST+ nur knapp zwei Sekunden die Verbindung.

    Ziel 4

  5. Kapitel 5

    Der fremde Router im Seminarraum

    Bei einem Seminar bekommen plötzlich mehrere Gäste falsche Adressen. Noemi findet mit show mac address-table und einem Wireshark-Mitschnitt einen zweiten DHCP-Server: Ein Teilnehmer hat einen Reiserouter an die Wanddose gesteckt. Sie aktiviert DHCP Snooping, BPDU Guard auf allen Access-Ports und Port-Security mit einer kleinen Höchstzahl an MAC-Adressen pro Dose (drei an Dosen mit IP-Telefon, sonst zwei). Ungenutzte Ports schaltet sie ab und dokumentiert alle Massnahmen für das Hotel.

    Ziel 6Ziel 7

Lernweg

Wie lernst du das?

  1. 1

    Switch-Grundlagen und CLI

    ca. 4 Std.

    Du lernst, wie ein Switch MAC-Adressen lernt, und bewegst dich sicher in den Modi der Kommandozeile.

    • In Packet Tracer einen Switch mit 4 PCs aufbauen und die MAC-Adresstabelle beobachten
    • Grundkonfiguration mit Hostname, Passwörtern, SSH und Management-IP üben, bis du sie ohne Vorlage schaffst
    • Unterschied running-config und startup-config ausprobieren (Neustart ohne Speichern)

    Trainiert Kompetenz A1A2

    Lernziel1

  2. 2

    VLANs und Trunks

    ca. 5 Std.

    Du trennst das Netz in VLANs und verbindest zwei Switches mit einem Trunk.

    • Vier VLANs auf zwei Switches anlegen und Ports zuweisen
    • Trunk mit eingeschränkten VLANs und eigenem Native-VLAN konfigurieren
    • Mit Wireshark (in GNS3) ein Paket mit 802.1Q-Tag ansehen

    Trainiert Kompetenz B1B2F1

    Lernziel27

  3. 3

    VLANs verbinden

    ca. 5 Std.

    Du bringst die VLANs über Router-on-a-Stick und einen Layer-3-Switch zusammen und lässt DHCP zentral laufen.

    • Dieselbe Aufgabe einmal mit Router-Subinterfaces und einmal mit SVIs lösen
    • Einen DHCP-Server in einem VLAN aufstellen und 'ip helper-address' einrichten
    • Mit tracert von einem PC aus den Weg ins andere VLAN prüfen

    Trainiert Kompetenz C1C2

    Lernziel3

  4. 4

    Redundanz ohne Schleifen

    ca. 4 Std.

    Du baust ein Dreieck aus Switches, beobachtest Spanning Tree und bündelst Verbindungen.

    • Drei Switches im Dreieck verbinden und mit 'show spanning-tree' den blockierten Port finden
    • Die Root-Bridge per Priorität auf den Core-Switch legen
    • Zwei Uplinks zu einem LACP-Port-Channel bündeln und ein Kabel ziehen

    Trainiert Kompetenz D1D2

    Lernziel4

  5. 5

    WLAN und Port-Sicherheit

    ca. 5 Std.

    Du bindest Access Points mit mehreren SSIDs ein und härtest die Access-Ports.

    • Im Packet Tracer oder mit einem UniFi-Controller in Docker drei SSIDs auf VLANs mappen
    • Mit einer WLAN-Analyse-App (z.B. WiFi Analyzer) die Kanäle zu Hause auswerten
    • Port-Security, BPDU-Guard und DHCP-Snooping konfigurieren und mit einem fremden Gerät testen

    Trainiert Kompetenz E1E2

    Lernziel56

  6. 6

    Gesamtszenario mit Fehlersuche

    ca. 5 Std.

    Du setzt ein Netz für eine Schule oder Gemeinde komplett um und suchst danach eingebaute Fehler.

    • VLAN-Plan, Port-Plan und IP-Plan erstellen und umsetzen
    • Eine Kollegin oder ein Tutor baut drei Fehler ein, die du mit show-Befehlen findest
    • Alle Konfigurationen als Textdateien sichern und kommentieren

    Trainiert Kompetenz A3B3C3E3F2F3

    Lernziel2367

Üben

Übungen aus der Praxis

Zwei Abteilungen trennen

Einstieg Einstieg

Ein Logistikbetrieb in Oftringen hat einen Switch für Büro (8 PCs) und Lager (6 Scanner-Stationen). Die Lagergeräte sollen die Büro-PCs nicht sehen.

Weist nach A1B1

  1. VLAN 10 Büro und VLAN 20 Lager anlegen und benennen
  2. Ports 1 bis 8 dem Büro und 9 bis 14 dem Lager zuweisen
  3. Mit ping prüfen, dass die Trennung funktioniert
Tipp anzeigen

Ein Port ohne Konfiguration liegt im VLAN 1. Prüfe mit 'show vlan brief', ob alle Ports richtig zugeordnet sind.

Lösungsskizze anzeigen

'vlan 10' / 'name BUERO', 'vlan 20' / 'name LAGER'. 'interface range fa0/1-8' mit 'switchport mode access' und 'switchport access vlan 10', analog für 9 bis 14. Ping innerhalb des VLANs klappt, zwischen den VLANs nicht.

Arztpraxis mit Telefonie und zentralem DHCP

Fortgeschritten Fortgeschritten

Eine Gruppenpraxis hat zwei Switches. PCs (VLAN 10), IP-Telefone (VLAN 30) und medizinische Geräte (VLAN 50) sollen getrennt sein. DHCP läuft auf dem Server 10.10.0.5. Ein Router mit einem Interface steht zur Verfügung.

Weist nach B2C2

  1. Trunk zwischen den Switches und zum Router konfigurieren
  2. Router-on-a-Stick mit drei Subinterfaces einrichten
  3. DHCP-Relay für VLAN 30 und 50 einrichten
  4. Voice-VLAN auf den Arbeitsplatz-Ports konfigurieren
Tipp anzeigen

Jedes Subinterface braucht 'encapsulation dot1Q' mit der passenden VLAN-Nummer, bevor du eine IP-Adresse setzen kannst.

Lösungsskizze anzeigen

Subinterfaces g0/0.10, .30, .50 mit 10.10.0.1, 10.30.0.1, 10.50.0.1 und dot1Q-Tags. 'ip helper-address 10.10.0.5' auf .30 und .50. Arbeitsplatz-Ports: 'switchport access vlan 10' und 'switchport voice vlan 30'. Trunks mit 'allowed vlan 10,30,50,99'.

Schulnetz redundant und sicher

Anspruchsvoll Anspruchsvoll

Ein Oberstufenschulhaus hat einen Core-Switch und drei Etagenswitches mit je zwei Uplinks. Pro Etage hängen zwei Access Points. Schüler haben schon einmal einen eigenen Router angeschlossen. Seit dem letzten Umbau ist das Netz zeitweise sehr langsam.

Weist nach D3E2E3F3

  1. Root-Bridge festlegen und die Uplinks als LACP-Port-Channels konfigurieren
  2. Ports für Access Points mit drei SSID-VLANs einrichten
  3. Port-Security, BPDU-Guard und DHCP-Snooping umsetzen
  4. Die Ursache der Langsamkeit mit show-Befehlen eingrenzen und dokumentieren
Tipp anzeigen

Ein langsames Netz nach einem Umbau deutet oft auf eine Schleife hin. Schau dir die Topologie-Änderungen in 'show spanning-tree detail' an.

Lösungsskizze anzeigen

Core mit 'spanning-tree vlan 1-999 priority 4096'. Uplinks als Port-Channel mit 'channel-group 1 mode active'. AP-Ports als Trunk mit Native-VLAN 99. Access-Ports mit Port-Security (max. 3 mit Telefon, sonst 2), PortFast und BPDU-Guard, DHCP-Snooping mit trusted Uplinks. Ursache: Access-Ports ohne PortFast und ein flappender Link lösen ständig Topologie-Änderungen aus, die MAC-Tabellen werden geleert und Verkehr geflutet. Nach Korrektur stabil.

Selbstcheck

Kannst du das beantworten?

Was ist der Unterschied zwischen einem Access-Port und einem Trunk-Port?

Ein Access-Port gehört genau zu einem VLAN und sendet ungetaggte Frames. Ein Trunk transportiert mehrere VLANs und markiert die Frames mit einem 802.1Q-Tag.

Warum sollte das Native-VLAN nicht VLAN 1 sein und keine Geräte enthalten?

Weil ungetaggte Frames im Native-VLAN landen. Ein unbenutztes Native-VLAN erschwert VLAN-Hopping-Angriffe und verhindert, dass Geräte versehentlich dort landen.

Was macht 'ip helper-address'?

Es leitet DHCP-Broadcasts aus einem VLAN als Unicast an einen DHCP-Server in einem anderen Netz weiter.

Wie bestimmt Spanning Tree die Root-Bridge?

Der Switch mit der tiefsten Bridge-ID gewinnt. Sie besteht aus Priorität und MAC-Adresse. Deshalb setzt man die Priorität auf dem gewünschten Switch bewusst tief.

Welche 2.4-GHz-Kanäle überlappen sich nicht?

Die Kanäle 1, 6 und 11.

Was passiert mit einem Port, auf dem BPDU-Guard aktiv ist, wenn ein Switch angeschlossen wird?

Der Port empfängt BPDUs und geht in den Zustand err-disabled. Er bleibt aus, bis ein Admin ihn wieder aktiviert.

Mit welchem Befehl prüfst du, welche VLANs auf einem Trunk erlaubt und aktiv sind?

show interfaces trunk

Prüfung

Stolpersteine & Prüfungstipps

Typische Stolpersteine

  • VLAN auf dem Port zuweisen, aber auf dem Trunk nicht erlauben. Das Gerät hängt dann isoliert im Netz.
  • Konfiguration nicht mit 'copy run start' speichern. Nach einem Stromausfall ist alles weg.
  • Unterschiedliche Native-VLANs auf beiden Seiten eines Trunks. Das erzeugt Fehlermeldungen und schwer findbare Verbindungsprobleme.
  • Zwei Kabel zwischen Switches stecken, ohne Port-Channel oder Spanning Tree zu prüfen.
  • Allen SSIDs dasselbe VLAN geben, sodass Gäste im internen Netz landen.
  • Ungenutzte Ports aktiv im Produktiv-VLAN lassen.

Tipps für den Kompetenznachweis

  • Schreibe dir die Befehlsreihenfolge für VLAN, Access-Port, Trunk und SVI als Spickzettel auf und übe sie, bis sie sitzt.
  • Prüfe nach jeder Änderung mit dem passenden show-Befehl. Das spart dir am Ende die lange Fehlersuche.
  • Lies die Aufgabe nach VLAN-Nummern und Portbereichen ab und erstelle zuerst eine kleine Port-Tabelle.
  • In Packet Tracer: Speichere nach jedem Teilschritt eine Kopie der Datei.

Glossar

Begriffe kurz erklärt

VLAN
Logisch getrenntes Netz auf derselben Switch-Hardware.
Trunk
Verbindung, die mehrere VLANs mit 802.1Q-Tags über ein Kabel transportiert.
Native VLAN
VLAN, dessen Frames auf einem Trunk ohne Tag übertragen werden.
SVI
Switch Virtual Interface: virtuelle Schnittstelle eines VLANs auf einem Layer-3-Switch, oft das Gateway des VLANs.
Spanning Tree
Protokoll, das Schleifen in redundanten Switch-Netzen verhindert, indem es einzelne Ports blockiert.
LACP
Protokoll zum Bündeln mehrerer physischer Verbindungen zu einem logischen Port-Channel.
Port-Security
Begrenzt, welche und wie viele MAC-Adressen an einem Switch-Port erlaubt sind.
DHCP-Snooping
Switch-Funktion, die DHCP-Antworten nur von vertrauenswürdigen Ports zulässt.
SSID
Name eines WLANs, wie er auf den Endgeräten angezeigt wird.

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Gute Frage! Schau dir die Spalte an, über die du verbindest: Ist sie in beiden Tabellen eindeutig? Was passiert mit einer Kundin, die zwei Bestellungen hat?
Ah, dann kommt sie zweimal vor …
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