123

Systeme & Betrieb · Serverdienste

Serverdienste in Betrieb nehmen

Du setzt einen Server auf und stellst Dienste wie DHCP, DNS und Dateifreigaben so bereit, dass Clients zuverlässig damit arbeiten.

Fortgeschritten Fortgeschritten ca. 25 Std. SelbststudiumPlattformentwicklung: 1. Lehrjahr · BerufsfachschuleICT-Fachleute: 1. Lehrjahr · BerufsfachschuleICT-Fachleute (bis 2025): 1. Lehrjahr · Berufsfachschule
#DHCP#DNS#Windows Server#Linux#Dateidienste#Druckdienste#systemd#Berechtigungen#Logs

Überblick

Worum geht es?

Ein Netzwerk wird erst richtig nützlich, wenn zentrale Dienste laufen: Geräte bekommen automatisch Adressen, Namen werden aufgelöst, Dateien liegen an einem sicheren Ort. In diesem Modul installierst du Windows Server und Linux, vergibst feste Adressen und richtest DHCP, DNS, Datei- und Druckdienste ein. Unter Linux lernst du, einen Dienst mit systemd zu steuern und Logs zu lesen. Jede Konfiguration testest du von einem Client aus und hältst sie nachvollziehbar fest.

Wofür brauchst du das?

In jeder Firma laufen DHCP, DNS und Fileserver im Hintergrund. Fällt einer davon aus, steht der Betrieb still. Als Plattformentwickler:in wirst du solche Dienste aufsetzen, umziehen und reparieren. Das Modul ist die Grundlage für 159 (Directory Services), 300 (plattformübergreifende Dienste) und 143 (Backup).

Das solltest du schon können

  • IP-Adressen, Subnetzmasken und Gateways planen und auf Clients einstellen (Modul 117)
  • Ein Betriebssystem installieren und Benutzerkonten verwalten (Modul 187)
  • Grundbefehle auf der Kommandozeile (cd, dir/ls, ipconfig/ip a) kennen

Typische Tools & Technologien

Windows Server 2022/2025Ubuntu Server / DebianPowerShellHyper-V / VirtualBoxBind9 / dnsmasqnginxEreignisanzeige / journalctl

Lernziele

Was musst du können?

Das sind die Fähigkeiten, die am Ende des Moduls sitzen sollten. Jedes Ziel mit einem Beispiel aus dem Lehrbetrieb.

  1. 1

    Einen Server grundinstallieren und für den Betrieb vorbereiten

    Kompetenz A

    Ein Server braucht eine feste IP-Adresse, einen sprechenden Namen, aktuelle Updates und einen sicheren Fernzugriff. Erst dann installierst du Dienste darauf.

    Situation

    Die Bäckerei Huber in Sursee bekommt einen ersten Server als VM auf Hyper-V. Er soll später DHCP, DNS und die Dateiablage übernehmen.

    Deine Aufgabe

    Installiere Windows Server 2022 und bereite ihn für die Rollen vor.

    Gutes Ergebnis

    Hostname SRV-HUB-01, IP 192.168.50.10/24, Gateway 192.168.50.1, alle Updates installiert, RDP nur für die Gruppe der Admins freigegeben, Zeitzone und NTP geprüft. Die Daten liegen auf einem eigenen Laufwerk D:.

    statische IPHostnamePatchstandRDP / SSHSystemlaufwerk vs. Datenlaufwerk
  2. 2

    Einen DHCP-Bereich mit Optionen und Reservierungen einrichten

    Kompetenz B

    Du definierst, welche Adressen der Server verteilen darf und welche Zusatzinformationen die Clients bekommen. Geräte wie Drucker erhalten über eine Reservierung immer dieselbe Adresse.

    Situation

    Bisher verteilt der Swisscom-Router die Adressen der Bäckerei. Künftig soll das der Server übernehmen, damit die Clients den internen DNS-Server kennen.

    Deine Aufgabe

    Richte den DHCP-Bereich ein und deaktiviere DHCP auf dem Router.

    Gutes Ergebnis

    Bereich 192.168.50.20 bis .199 mit Ausschluss .20 bis .99 (dynamisch verteilt werden .100 bis .199), Lease-Dauer 8 Tage, Option 003 Router 192.168.50.1, Option 006 DNS 192.168.50.10, Option 015 Domäne intern.baeckerei-huber.ch. Der Etikettendrucker hat per MAC-Reservierung immer .30.

    Bereich (Scope)LeaseDHCP-OptionenReservierungDORA-Ablauf
  3. 3

    Einen internen DNS-Server mit Zonen und Einträgen betreiben

    Kompetenz C

    Du legst eine interne Zone an, trägst Server und Geräte mit Namen ein und leitest externe Anfragen an einen öffentlichen Resolver weiter. So erreichen Mitarbeitende interne Systeme über Namen statt Adressen.

    Situation

    Mitarbeitende rufen das Kassensystem über http://192.168.50.40 auf und vergessen die Adresse ständig.

    Deine Aufgabe

    Erstelle die Zone intern.baeckerei-huber.ch mit passenden Einträgen.

    Gutes Ergebnis

    A-Eintrag kasse.intern.baeckerei-huber.ch auf 192.168.50.40, CNAME 'drucker' auf den Etikettendrucker, Reverse-Zone 50.168.192.in-addr.arpa mit PTR-Einträgen. Weiterleitung an 9.9.9.9 und 149.112.112.112. nslookup kasse liefert die richtige Adresse.

    Forward-Lookup-ZoneReverse-ZoneA / CNAME / PTRWeiterleitungTTL
  4. 4

    Datei- und Druckdienste mit sauberen Berechtigungen bereitstellen

    Kompetenz D

    Du erstellst Freigaben auf dem Server und kombinierst Freigabe- und NTFS-Berechtigungen richtig. Drucker stellst du zentral bereit, damit Treiber nicht an jedem PC einzeln installiert werden müssen.

    Situation

    Die Filialleitungen sollen Bestelllisten ablegen, das Verkaufspersonal darf sie nur lesen. Ein neuer Laserdrucker im Büro soll allen zur Verfügung stehen.

    Deine Aufgabe

    Richte die Freigabe 'Bestellungen' und den Druckserver ein.

    Gutes Ergebnis

    Ordner D:\Daten\Bestellungen, Freigaberecht 'Jeder: Ändern', NTFS: 'Filialleitung: Ändern', 'Verkauf: Lesen'. Drucker 'BUERO-LASER' auf dem Server freigegeben, Clients verbinden sich über \\SRV-HUB-01\BUERO-LASER.

    FreigabeberechtigungNTFS-BerechtigungVererbungeffektive RechteDruckserver
  5. 5

    Einen Dienst unter Linux installieren und mit systemd verwalten

    Kompetenz E

    Unter Linux installierst du Dienste mit dem Paketmanager, passt Konfigurationsdateien an und steuerst den Dienst mit systemctl. Die Firewall öffnest du nur für das, was wirklich nötig ist.

    Situation

    Die Bäckerei will eine einfache Intranetseite mit Öffnungszeiten der Filialen und Telefonnummern.

    Deine Aufgabe

    Setze auf Ubuntu Server 24.04 einen Webserver auf, der beim Start automatisch läuft.

    Gutes Ergebnis

    nginx per apt installiert, Seite unter /var/www/intranet, eigener Server-Block, 'systemctl enable --now nginx', ufw erlaubt nur Port 80 und 22 aus 192.168.50.0/24. DNS-Eintrag intranet.intern.baeckerei-huber.ch zeigt auf den Linux-Server.

    aptKonfigurationsdateisystemctlDienst aktivierenufw
  6. 6

    Dienste vom Client aus testen, Logs auswerten und den Betrieb dokumentieren

    Kompetenz F

    Ein Dienst gilt erst als in Betrieb, wenn ein Client ihn erfolgreich nutzt. Bei Problemen liest du die Logs auf dem Server. Alle Einstellungen hältst du so fest, dass jemand anderes sie nachvollziehen kann.

    Situation

    Nach der Umstellung meldet ein Kassen-PC: keine Netzwerkverbindung.

    Deine Aufgabe

    Finde die Ursache und protokolliere die Lösung.

    Gutes Ergebnis

    ipconfig /renew schlägt fehl. In der Ereignisanzeige unter DHCP-Server steht: Bereich ausgeschöpft. Die Lease-Dauer war versehentlich auf 30 Tage gesetzt und alte Testgeräte belegten Adressen. Bereich bereinigt, Lease auf 8 Tage gesetzt, Änderung im Betriebshandbuch eingetragen.

    ipconfig /renewnslookupEreignisanzeigejournalctlBetriebshandbuch

Selbsteinschätzung

Wo stehst du?

Die Kompetenzmatrix zerlegt das Modul in Themenstränge und drei Stufen. Für den Kompetenznachweis solltest du überall mindestens Stufe 2 erreichen. Dein Stand bleibt in diesem Browser gespeichert und färbt Lernweg und Übungen ein.

Tippe auf eine Aussage, um deinen Stand zu setzen: offen unsicher sitzt
A

Server grundinstallieren

Ziel 1

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

B

DHCP

Ziel 2

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

C

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

D

Datei- und Druckdienste

Ziel 4

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

E

Linux-Dienste mit systemd

Ziel 5

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

F

Testen, Logs und Dokumentation

Ziel 6

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

Praxisfall

Ein Kleinserver für die Weinhandlung Gerber

Elena ist im 1. Lehrjahr als ICT-Fachfrau bei der Informatik Rüegg GmbH in Frauenfeld, einem IT-Dienstleister mit 12 Mitarbeitenden. Ein Kunde, die Weinhandlung Gerber in Weinfelden mit 15 Arbeitsplätzen, zieht in neue Räume und braucht einen eigenen Server. Elena darf ihn unter Aufsicht ihres Berufsbildners aufbauen: Adressen, Namen, Ablage, Drucker und eine kleine interne Preisliste im Browser.

  1. Kapitel 1

    Der Server bekommt einen Namen

    Elena installiert Windows Server 2022 als VM auf dem Hyper-V-Host im Labor von Rüegg. Der Server heisst zuerst WIN-8F3K2Q, und ihr Berufsbildner rät, ihn sofort umzubenennen, bevor Rollen dazukommen. Sie nennt ihn WG-SRV01, gibt ihm die feste Adresse 192.168.40.10, legt ein eigenes Laufwerk D: für Daten an und spielt alle Updates ein. Die wichtigsten Angaben trägt sie gleich in eine Tabelle für die spätere Dokumentation ein.

    Ziel 1

  2. Kapitel 2

    Adressen für alle Geräte

    Elena richtet einen DHCP-Bereich von 192.168.40.100 bis .199 ein, mit Router .1, DNS-Server .10 und einer Leasedauer von acht Tagen. Die beiden Drucker und der Kassen-PC bekommen Reservierungen. Ein Testclient zeigt aber den DNS des Providers statt WG-SRV01. Mit ipconfig /all findet Elena heraus, dass der Router ebenfalls Adressen verteilt, und schaltet seinen DHCP-Dienst ab.

    Ziel 2

  3. Kapitel 3

    Namen statt Nummern

    Für das interne Netz legt Elena die Zone intern.weingerber.ch an, mit A-Einträgen für Server und Drucker und einem CNAME preise für die Linux-VM. Dazu kommen eine Reverse-Zone und eine Weiterleitung an den DNS des Providers. Nachdem sie einen Eintrag korrigiert hat, liefert nslookup die neue Adresse, der Browser zeigt aber noch die alte Seite. Ein ipconfig /flushdns auf dem Client löst das Rätsel mit dem Cache.

    Ziel 3

  4. Kapitel 4

    Wer darf in die Buchhaltung?

    Elena erstellt drei Freigaben: Verkauf, Buchhaltung und Alle, gesteuert über Gruppen wie GG_Buchhaltung. Beim Test kann ein Konto aus dem Verkauf die Buchhaltung trotzdem lesen. Die Ursache ist eine Leseberechtigung für alle Benutzer, die von D:\ vererbt wird. Elena unterbricht die Vererbung, prüft die effektiven Rechte erneut und richtet danach die beiden Drucker mit zentral installierten Treibern ein.

    Ziel 4

  5. Kapitel 5

    Preisliste auf Linux und die Übergabe

    Auf einer Ubuntu-VM installiert Elena nginx, aktiviert den Dienst mit systemctl und erlaubt Port 80 in ufw nur aus dem Firmennetz. Nach einer Anpassung startet nginx nicht mehr, und journalctl zeigt einen Fehler, den nginx -t auf einen vergessenen Strichpunkt in Zeile 14 eingrenzt. Zum Schluss testet sie von einem Client aus Adresse, Namensauflösung und die Rechte jeder Rolle. Alles hält sie in einem sechsseitigen Betriebshandbuch fest, das der Kunde bei der Übergabe erhält.

    Ziel 5Ziel 6

Lernweg

Wie lernst du das?

  1. 1

    Heimlabor aufbauen

    ca. 3 Std.

    Du richtest dir eine kleine virtuelle Umgebung ein, in der du gefahrlos Server installieren und kaputt machen kannst.

    • VirtualBox oder Hyper-V installieren und ein internes Netzwerk 192.168.50.0/24 anlegen
    • Eine Windows-Server-Testversion (180 Tage) und Ubuntu Server als VMs installieren
    • Einen Windows-11-Client als Test-PC ins gleiche Netz hängen

    Trainiert Kompetenz A1A2

    Lernziel1

  2. 2

    DHCP verstehen und einrichten

    ca. 4 Std.

    Du lernst den DHCP-Ablauf kennen und richtest einen Bereich mit allen wichtigen Optionen ein.

    • DHCP-Rolle installieren, Bereich und Optionen konfigurieren
    • Mit Wireshark auf dem Client Discover, Offer, Request und Ack mitschneiden
    • Eine Reservierung für einen Test-Drucker anlegen und prüfen

    Trainiert Kompetenz B1B2

    Lernziel2

  3. 3

    DNS aufbauen

    ca. 4 Std.

    Du erstellst eine interne Zone mit Einträgen und testest die Auflösung.

    • Forward- und Reverse-Zone anlegen, A-, CNAME- und PTR-Einträge erstellen
    • Weiterleitungen einrichten und mit nslookup intern und extern testen
    • Auf Linux denselben Test mit dig ausführen und die Ausgabe vergleichen

    Trainiert Kompetenz C1C2

    Lernziel3

  4. 4

    Dateien und Drucker zentral bereitstellen

    ca. 4 Std.

    Du baust eine Freigabestruktur mit Gruppen auf und verstehst, wie Freigabe- und NTFS-Rechte zusammenwirken.

    • Drei Gruppen und vier Ordner anlegen und eine Rechte-Matrix umsetzen
    • Mit zwei Testbenutzern prüfen, ob die effektiven Rechte stimmen
    • Einen Drucker (auch virtuell, z.B. 'Microsoft Print to PDF') freigeben und am Client verbinden

    Trainiert Kompetenz D1D2

    Lernziel4

  5. 5

    Linux-Dienste steuern

    ca. 4 Std.

    Du installierst einen Dienst unter Linux, passt ihn an und lernst systemd und die Logs kennen.

    • nginx installieren, eigene Seite ablegen und mit curl testen
    • Dienst stoppen, starten, aktivieren und den Status mit systemctl prüfen
    • Einen Tippfehler in der Konfiguration einbauen und den Fehler mit 'nginx -t' und journalctl finden

    Trainiert Kompetenz E1E2F1

    Lernziel56

  6. 6

    Abschlussprojekt: Kleinserver für eine Firma

    ca. 5 Std.

    Du setzt alle Dienste für eine Fantasie-Firma um, testest sie systematisch und erstellst ein kurzes Betriebshandbuch.

    • DHCP, DNS, Freigaben und einen Linux-Dienst in einem Durchgang einrichten
    • Ein Testprotokoll mit erwartetem und tatsächlichem Ergebnis führen
    • Ein Betriebshandbuch mit Konfiguration, Zugangswegen und Notfallschritten schreiben

    Trainiert Kompetenz A3B3D3F2

    Lernziel12346

Üben

Übungen aus der Praxis

DHCP für eine Physiotherapie-Praxis

Einstieg Einstieg

Eine Physiotherapie-Praxis mit 10 PCs und 2 Druckern nutzt das Netz 10.20.0.0/24. Der Router ist 10.20.0.1, der Server 10.20.0.5.

Weist nach B1B2

  1. Einen DHCP-Bereich mit sinnvollem Adressbereich festlegen
  2. Die Optionen für Gateway, DNS und Domänenname eintragen
  3. Für beide Drucker Reservierungen anlegen und vom Client aus testen
Tipp anzeigen

Lass am Anfang des Netzes Platz für Geräte mit fester Adresse.

Lösungsskizze anzeigen

Bereich 10.20.0.20 bis .150 mit Ausschluss .20 bis .99 (Reservierungen müssen im Bereich liegen), Option 003 auf 10.20.0.1, Option 006 auf 10.20.0.5, Domäne z.B. intern.physio-beispiel.ch. Reservierungen per MAC auf .20 und .21. Test: ipconfig /release und /renew, danach ipconfig /all prüfen.

Interne Namen werden nicht aufgelöst

Fortgeschritten Fortgeschritten

Nach der Einrichtung des DNS-Servers erreichen die Clients zwar Webseiten im Internet, aber nicht 'fileserver.intern.firma.ch'. Auf dem Server selbst funktioniert der Name.

Weist nach C2B2F2

  1. Prüfen, welchen DNS-Server die Clients tatsächlich verwenden
  2. Den Eintrag mit nslookup gezielt gegen den internen Server abfragen
  3. Die Ursache finden und dauerhaft beheben
  4. Die Lösung im Betriebshandbuch dokumentieren
Tipp anzeigen

Wenn das Internet geht, interne Namen aber nicht, fragen die Clients vermutlich einen externen DNS-Server.

Lösungsskizze anzeigen

ipconfig /all zeigt als DNS den Router oder 8.8.8.8. Ursache: Option 006 fehlt im DHCP-Bereich oder DHCP läuft noch auf dem Router. Lösung: Option 006 auf den internen DNS setzen, Router-DHCP deaktivieren, Clients erneuern. 'nslookup fileserver 10.20.0.5' bestätigt den Eintrag.

Serverdienste für ein Architekturbüro

Anspruchsvoll Anspruchsvoll

Ein Architekturbüro mit 18 Mitarbeitenden bekommt einen Windows-Server und einen kleinen Linux-Server. Es braucht DHCP, DNS, Projektordner mit Rechten pro Team, einen Plotter für alle und eine Intranetseite.

Weist nach A3C3D3E3F3

  1. Adressen, Hostnamen und DNS-Namen für alle Server und Dienste planen
  2. DHCP und DNS auf Windows Server einrichten
  3. Projektfreigaben mit Gruppen und NTFS-Rechten umsetzen und den Plotter freigeben
  4. Auf Linux einen Webserver für das Intranet einrichten und absichern
  5. Ein Testprotokoll und ein Betriebshandbuch erstellen
Tipp anzeigen

Plane zuerst die Namen und Adressen in einer Tabelle. Alle weiteren Schritte greifen darauf zurück.

Lösungsskizze anzeigen

Windows-Server .10 mit DHCP und DNS, Linux-Server .11 mit nginx. Zone intern.architekt-beispiel.ch mit A-Einträgen für beide Server und CNAME 'intranet'. Freigabe 'Projekte' mit Unterordnern pro Team, NTFS-Rechte über Gruppen, Vererbung bewusst unterbrochen. ufw nur Port 80/443 und SSH aus dem LAN. Testprotokoll mit Client-Tests für jeden Dienst.

Selbstcheck

Kannst du das beantworten?

In welcher Reihenfolge laufen die vier DHCP-Nachrichten ab?

Discover, Offer, Request, Acknowledge (kurz DORA).

Welche DHCP-Option liefert den Clients den DNS-Server?

Option 006.

Wofür braucht man eine Reverse-Lookup-Zone?

Um aus einer IP-Adresse den Namen zu ermitteln (PTR-Eintrag). Das hilft z.B. bei Logs, Mailservern und der Fehlersuche.

Ein Benutzer hat auf der Freigabe 'Ändern' und auf NTFS 'Lesen'. Was darf er übers Netzwerk?

Nur lesen. Übers Netzwerk gilt immer das restriktivere der beiden Rechte.

Was ist der Unterschied zwischen 'systemctl start' und 'systemctl enable'?

start startet den Dienst sofort. enable sorgt dafür, dass er bei jedem Systemstart automatisch läuft. 'enable --now' macht beides.

Warum sollte man für interne Zonen eine Subdomain einer eigenen Domain verwenden, z.B. intern.firma.ch?

Weil erfundene Endungen wie .local mit anderen Diensten kollidieren können und man für eine eigene Domain auch gültige Zertifikate bekommt.

Wo findest du unter Linux die Logs eines Dienstes?

Mit 'journalctl -u dienstname' sowie oft zusätzlich in /var/log, z.B. /var/log/nginx/error.log.

Prüfung

Stolpersteine & Prüfungstipps

Typische Stolpersteine

  • Zwei DHCP-Server im gleichen Netz laufen lassen, z.B. Server und Router gleichzeitig. Clients bekommen dann zufällig falsche Einstellungen.
  • Dem Server selbst einen externen DNS-Server wie 8.8.8.8 eintragen. Dann findet er seine eigenen internen Namen nicht.
  • Berechtigungen direkt an Benutzer statt an Gruppen vergeben.
  • Die Firewall unter Linux ganz deaktivieren, statt gezielt Ports freizugeben.
  • Dienste nur auf dem Server selbst testen und nicht vom Client aus.

Tipps für den Kompetenznachweis

  • Prüfe nach jeder Konfiguration sofort vom Client aus und notiere das Ergebnis. Das ist gleichzeitig dein Testprotokoll.
  • Lerne die wichtigsten Befehle auswendig: ipconfig /all, /release, /renew, nslookup, systemctl status, journalctl -u.
  • Bei Rechteaufgaben zeichne eine kleine Tabelle mit Freigabe- und NTFS-Recht und bestimme das effektive Recht.
  • Erkläre in der Doku nicht nur was, sondern warum, z.B. warum die Lease-Dauer 8 Tage beträgt.

Glossar

Begriffe kurz erklärt

Lease
Zeitlich begrenzte Zuteilung einer IP-Adresse durch den DHCP-Server.
Reservierung
Feste Zuordnung einer IP-Adresse zu einer MAC-Adresse im DHCP-Server.
Zone
Bereich des DNS-Namensraums, den ein DNS-Server verwaltet, z.B. intern.firma.ch.
A-Eintrag
DNS-Eintrag, der einen Namen einer IPv4-Adresse zuordnet.
CNAME
DNS-Alias, der auf einen anderen Namen verweist.
Weiterleitung (Forwarder)
Externer DNS-Server, an den der interne Server unbekannte Anfragen weitergibt.
NTFS-Berechtigung
Recht auf Datei- und Ordnerebene im Windows-Dateisystem, gilt lokal und übers Netzwerk.
systemd
Dienstverwaltung der meisten Linux-Distributionen, gesteuert mit systemctl.

Mit KI-Tutor

Jeder Kurs hat einen persönlichen KI-Tutor

  • Erklärt in deinem Tempo
  • Debuggt mit dir
  • Fachgespräch wie im QV
  • Unbegrenzt neue Übungen

Denkanstösse statt fertiger Lösungen. In der Gratis-Lektion zum Ausprobieren.

KI-Tutor · Modul 164Nur Tipps

Mein JOIN liefert plötzlich doppelte Zeilen. Was mache ich falsch?
Gute Frage! Schau dir die Spalte an, über die du verbindest: Ist sie in beiden Tabellen eindeutig? Was passiert mit einer Kundin, die zwei Bestellungen hat?
Ah, dann kommt sie zweimal vor …
Genau. Willst du die Bestellungen zählen oder nur die Kundinnen sehen? Je nachdem hilft dir GROUP BY oder DISTINCT.

Tutavio

So helfen wir dir bei Modul 123

  • Wir bauen mit dir ein Heimlabor mit Windows Server, Ubuntu und einem Client in VirtualBox auf, damit du jederzeit üben kannst.
  • Wir analysieren gemeinsam einen Wireshark-Mitschnitt von DHCP und DNS, bis du jedes Paket erklären kannst.
  • Wir gehen deine Rechte-Matrix für Freigabe und NTFS durch und testen sie mit dir an echten Benutzerkonten.
  • Wir simulieren typische Störungen (DNS falsch, DHCP-Bereich voll, Dienst startet nicht) und üben die Fehlersuche mit Logs.

Unverbindlich anfragen. Wir melden uns innert 24 Stunden.

Tutor:in für Modul 123 finden

Passende Module

Diese Seite ist eine eigene Lernhilfe von Tutavio und keine offizielle Modulbeschreibung. Nummer, Titel und Einordnung stammen aus den öffentlichen Bildungsplänen. Die verbindliche Modulidentifikation findest du im Modulbaukasten von ICT-Berufsbildung Schweiz.

Gratis-LektionNachhilfe