187

Systeme & Betrieb · Arbeitsplatz einrichten

ICT-Arbeitsplatz mit Betriebssystem in Betrieb nehmen

Du richtest einen neuen Computer von der Verpackung bis zur Übergabe so ein, dass die Benutzerin sicher und sofort produktiv arbeiten kann.

Einstieg Einstieg ca. 15 Std. SelbststudiumApplikationsentwicklung: 1. Lehrjahr · üKPlattformentwicklung: 1. Lehrjahr · üKICT-Fachleute: 1. Lehrjahr · Berufsfachschule
#Windows 11#Installation#UEFI#Treiber#Benutzerkonten#BitLocker#winget#Datensicherung#Übergabe

Überblick

Worum geht es?

Ein neuer Laptop für eine Mitarbeiterin: Das klingt einfach, verlangt aber viele saubere Einzelschritte. In diesem Modul prüfst du die Hardware, installierst Windows 11 (oder Linux) mit einer sinnvollen Partitionierung, ergänzt Treiber, Updates und Standardsoftware und richtest Benutzerkonten mit passenden Rechten ein. Du bindest das Gerät ins Netzwerk ein, schliesst Drucker an, aktivierst Verschlüsselung und Datensicherung. Zum Schluss dokumentierst du alles und übergibst den Arbeitsplatz mit einer kurzen Einführung.

Wofür brauchst du das?

Arbeitsplätze einrichten gehört zu den ersten Aufgaben, die du im Lehrbetrieb selbstständig erledigst. Jeder Fehler fällt sofort auf: Ein fehlender Treiber, ein Benutzer mit Admin-Rechten oder ein vergessener BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel kann später viel Ärger machen. Wer hier sauber arbeitet, gewinnt schnell das Vertrauen von Berufsbildner:in und Kunden. Das Modul ist die Basis für 123 (Serverdienste) und 159 (Directory Services).

Das solltest du schon können

  • Einen PC sicher bedienen: Dateien verwalten, Programme starten, Einstellungen finden
  • Grundbegriffe der Hardware kennen: CPU, RAM, SSD, Mainboard, Anschlüsse
  • Englische Fehlermeldungen und Menüs lesen können

Typische Tools & Technologien

Windows 11 ProUbuntu DesktopRufus / Media Creation ToolwingetMicrosoft DefenderBitLockerLenovo Vantage / Dell Command UpdatePowerShell

Lernziele

Was musst du können?

Das sind die Fähigkeiten, die am Ende des Moduls sitzen sollten. Jedes Ziel mit einem Beispiel aus dem Lehrbetrieb.

  1. 1

    Hardware und Firmware vor der Installation prüfen

    Kompetenz A

    Du stellst sicher, dass das Gerät die Anforderungen des Betriebssystems erfüllt und die Firmware richtig eingestellt ist. So vermeidest du Probleme, die sich später nur mit einer Neuinstallation lösen lassen.

    Situation

    Eine Gemeindeverwaltung möchte fünf drei Jahre alte Desktop-PCs auf Windows 11 umstellen. Bei zweien meldet das Setup, dass der PC die Anforderungen nicht erfüllt.

    Deine Aufgabe

    Finde heraus, woran es liegt und ob die Geräte trotzdem geeignet sind.

    Gutes Ergebnis

    Im UEFI ist TPM 2.0 (Intel PTT) deaktiviert und Secure Boot ausgeschaltet. Nach dem Aktivieren und einem BIOS-Update erfüllen beide PCs die Anforderungen. 8 GB RAM und eine 256-GB-SSD reichen für Büroanwendungen.

    UEFI vs. Legacy-BIOSSecure BootTPM 2.0Firmware-UpdateSystemanforderungen
  2. 2

    Windows 11 installieren und sinnvoll partitionieren

    Kompetenz B

    Du erstellst einen Installationsstick, wählst die passende Edition und installierst das System auf einem GPT-Datenträger. Dabei entscheidest du, ob das Gerät mit einem lokalen Konto, einem Firmenkonto oder in einer Domäne eingerichtet wird.

    Situation

    Die Arztpraxis Dr. Huber in Frauenfeld bekommt einen neuen Empfangs-PC. Er soll Windows 11 Pro bekommen und später ins Praxisnetz aufgenommen werden.

    Deine Aufgabe

    Installiere Windows 11 Pro sauber neu.

    Gutes Ergebnis

    USB-Stick mit dem Media Creation Tool erstellt, Bootreihenfolge im UEFI gesetzt. Datenträger als GPT mit EFI-, MSR-, Windows- und Wiederherstellungspartition (automatisch). Edition Pro, Gerätename PRX-EMPF-01, erstes Konto als lokaler Admin 'itadmin', Region Schweiz und Tastatur Deutsch (Schweiz).

    InstallationsmediumGPT / MBRSystempartitionenEdition (Home / Pro / Enterprise)Aktivierung
  3. 3

    Treiber, Updates und Standardsoftware installieren

    Kompetenz C

    Nach der Installation fehlen oft Treiber oder sie sind veraltet. Du bringst das System auf den aktuellen Stand und installierst die nötige Software effizient und aus vertrauenswürdigen Quellen.

    Situation

    Nach der Installation zeigt der Geräte-Manager beim Empfangs-PC zwei unbekannte Geräte. Die Praxis braucht ausserdem Browser, PDF-Reader, 7-Zip und die Fernwartungssoftware des Lehrbetriebs.

    Deine Aufgabe

    Bring das System auf den aktuellen Stand und installiere die Software.

    Gutes Ergebnis

    Herstellertool (Dell Command Update) installiert alle Treiber und das BIOS-Update. Windows Update bis 'Sie sind auf dem neuesten Stand' ausgeführt. Software per 'winget install' für Firefox, Adobe Acrobat Reader, 7-Zip und die Fernwartung. Der Geräte-Manager zeigt keine Warnungen mehr.

    Geräte-ManagerHerstellertreiberWindows UpdatewingetSoftwarequelle prüfen
  4. 4

    Benutzerkonten mit passenden Rechten einrichten

    Kompetenz D

    Die Person, die am Gerät arbeitet, bekommt ein Standardkonto. Ein separates Admin-Konto dient nur für Installationen und Wartung. So kann Schadsoftware nicht einfach Systemänderungen vornehmen.

    Situation

    Die medizinische Praxisassistentin möchte Admin-Rechte, 'damit sie selbst Programme installieren kann'.

    Deine Aufgabe

    Richte die Konten nach dem Prinzip der minimalen Rechte ein und begründe es.

    Gutes Ergebnis

    Konto 'empfang' als Standardbenutzer, 'itadmin' als lokaler Admin mit sicherem Passwort im Passwortmanager des Lehrbetriebs. UAC auf Standardstufe. Du erklärst, dass Installationen über ein Ticket an den Support laufen, weil die Praxis mit Patientendaten arbeitet.

    StandardbenutzerAdministratorBenutzerkontensteuerung (UAC)Prinzip der minimalen RechteKennwortrichtlinie
  5. 5

    Den Arbeitsplatz ins Netzwerk einbinden und Peripherie anschliessen

    Kompetenz E

    Du prüfst die Netzwerkverbindung, stellst das richtige Netzwerkprofil ein, verbindest Netzlaufwerke und richtest Drucker und weitere Geräte ein.

    Situation

    Der Empfangs-PC soll auf den Multifunktionsdrucker (192.168.30.21), das Netzlaufwerk der Praxis und einen Kartenleser für Versichertenkarten zugreifen.

    Deine Aufgabe

    Richte Netzwerk und Peripherie ein und teste alles.

    Gutes Ergebnis

    ipconfig zeigt 192.168.30.112 per DHCP, Netzwerkprofil 'Privat'. Drucker über TCP/IP-Port mit dem Herstellertreiber eingerichtet, Testseite gedruckt. Laufwerk P: auf \\praxis-nas\daten verbunden. Kartenleser per USB mit Treiber installiert und in der Praxissoftware getestet.

    DHCP-Adresse prüfenNetzwerkprofil Privat/ÖffentlichTCP/IP-DruckerportNetzlaufwerkUSB-Treiber
  6. 6

    Den Arbeitsplatz absichern und Daten sichern

    Kompetenz F

    Du aktivierst Laufwerksverschlüsselung, Virenschutz und Firewall und sorgst dafür, dass die Daten der Benutzerin regelmässig gesichert werden. Den Wiederherstellungsschlüssel legst du so ab, dass ihn der Support im Notfall findet.

    Situation

    Ein Laptop eines Treuhänders wurde im Zug gestohlen. Der Lehrbetrieb will, dass neue Laptops besser geschützt sind.

    Deine Aufgabe

    Sichere den neuen Ersatz-Laptop ab.

    Gutes Ergebnis

    BitLocker mit TPM aktiviert, Wiederherstellungsschlüssel im Passwortmanager des Lehrbetriebs abgelegt. Defender und Firewall aktiv, automatische Sperre nach 5 Minuten. Dokumente und Desktop werden per OneDrive-Ordnersicherung in die Firmen-Cloud synchronisiert.

    BitLockerWiederherstellungsschlüsselMicrosoft DefenderWindows-FirewallDatensicherung / Synchronisation
  7. 7

    Die Installation dokumentieren und dem Benutzer übergeben

    Kompetenz F

    Du hältst fest, was installiert und eingestellt wurde, prüfst alles mit einer Checkliste und übergibst den Arbeitsplatz mit einer kurzen, verständlichen Einführung.

    Situation

    Der Empfangs-PC ist fertig. Die Praxisassistentin beginnt morgen um 07:30.

    Deine Aufgabe

    Erstelle die Dokumentation und bereite die Übergabe vor.

    Gutes Ergebnis

    Geräteblatt mit Seriennummer, Gerätename, IP-Konfiguration, installierter Software und Version, BitLocker-Status. Checkliste mit 15 Punkten abgehakt. Übergabe in 10 Minuten: Anmeldung, Laufwerk, Drucken, wie man den Support erreicht. Übergabeprotokoll unterschrieben.

    Geräteblatt / InventarChecklisteÜbergabeprotokollBenutzereinführung

Selbsteinschätzung

Wo stehst du?

Die Kompetenzmatrix zerlegt das Modul in Themenstränge und drei Stufen. Für den Kompetenznachweis solltest du überall mindestens Stufe 2 erreichen. Dein Stand bleibt in diesem Browser gespeichert und färbt Lernweg und Übungen ein.

Tippe auf eine Aussage, um deinen Stand zu setzen: offen unsicher sitzt
A

Hardware und Firmware prüfen

Ziel 1

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

B

Betriebssystem installieren

Ziel 2

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

C

Treiber, Updates und Software

Ziel 3

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

D

Benutzer und Rechte

Ziel 4

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

E

Netzwerk und Peripherie

Ziel 5

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

F

Absichern, sichern und übergeben

Ziel 6Ziel 7

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

Praxisfall

Ein Laptop für die neue Teamleiterin der Spitex

Samir ist im 1. Lehrjahr als ICT-Fachmann bei der Spitex Region Burgdorf, 70 Mitarbeitende. Am Montag beginnt Frau Aebi als neue Teamleiterin Pflege, und sie braucht einen fertigen Arbeitsplatz mit Laptop, Dockingstation, Drucker und Zugriff auf die Ablage. Samir hat drei Tage Zeit und darf den Auftrag mit seiner Berufsbildnerin als Ansprechperson selbst durchführen.

  1. Kapitel 1

    Ein Karton und eine Checkliste

    Samir packt ein ThinkPad T14 aus und prüft zuerst das UEFI: Secure Boot ist aktiv, TPM 2.0 eingeschaltet, die Firmware aber ein Jahr alt. Er lädt das Update von der Supportseite des Herstellers und spielt es per USB-Stick ein. Beim Test mit der Dockingstation flackert der externe Bildschirm. Auch das Dock braucht ein Firmware-Update, danach ist das Bild stabil.

    Ziel 1

  2. Kapitel 2

    Sauber neu installiert

    Mit dem Media Creation Tool erstellt Samir einen Stick und will Windows 11 Pro neu installieren. Das Setup findet die SSD aber nicht. Seine Berufsbildnerin erklärt ihm den Speichercontroller im Laptop, und Samir lädt den passenden Treiber vom Stick direkt im Setup. Er löscht alle alten Partitionen, lässt Windows die GPT-Partitionen selbst anlegen und prüft nach der Installation die Aktivierung.

    Ziel 2

  3. Kapitel 3

    Treiber, Software und das richtige Konto

    Nach Windows Update holt Samir die restlichen Treiber mit dem Werkzeug des Herstellers und installiert Acrobat Reader, 7-Zip und den Browser mit einem kleinen winget-Skript. Frau Aebi bekommt ein Standardkonto, die Administration läuft über ein getrenntes Admin-Konto. Die Pflegedokumentations-Software will bei der Installation Adminrechte. Samir installiert sie mit dem Admin-Konto, statt Frau Aebi dauerhaft zur Administratorin zu machen.

    Ziel 3Ziel 4

  4. Kapitel 4

    Am Netz und am Drucker

    Über die Dockingstation hängt der Laptop am LAN, unterwegs im WLAN der Spitex, und Samir kontrolliert, dass das Netzwerkprofil auf Privat steht. Das Netzlaufwerk P: für die Pflege verbindet er per Skript bei der Anmeldung. Den Kyocera-Drucker richtet er über einen TCP/IP-Port ein, doch die erste Testseite ist voller Zeichensalat. Mit dem richtigen Herstellertreiber statt eines generischen Treibers druckt er einwandfrei.

    Ziel 5

  5. Kapitel 5

    Verschlüsselt, gesichert, übergeben

    Samir aktiviert BitLocker mit TPM und legt den Wiederherstellungsschlüssel im Firmenverzeichnis ab, Defender und Firewall sind aktiv. Desktop und Dokumente werden mit OneDrive gesichert. Am Montag übergibt er den Laptop in 30 Minuten, erklärt Anmeldung, Ablage und Drucker, und Frau Aebi unterschreibt das Übergabeprotokoll. Eine Woche später ruft sie an, weil P: im Homeoffice fehlt, und Samir ergänzt die Anleitung um den VPN-Schritt.

    Ziel 6Ziel 7

Lernweg

Wie lernst du das?

  1. 1

    Hardware und Firmware kennenlernen

    ca. 2 Std.

    Du verschaffst dir einen Überblick über Hardware und UEFI-Einstellungen, bevor du etwas installierst.

    • Ein altes Gerät öffnen und RAM, SSD und Anschlüsse identifizieren
    • Im UEFI eines PCs Bootreihenfolge, Secure Boot und TPM finden und notieren
    • Mit 'tpm.msc' und 'msinfo32' prüfen, ob ein PC Windows-11-tauglich ist

    Trainiert Kompetenz A1A2

    Lernziel1

  2. 2

    Installieren in der VM

    ca. 3 Std.

    Du übst die Installation in einer virtuellen Maschine, bis sie dir leicht fällt.

    • In VirtualBox oder Hyper-V eine VM mit TPM und UEFI anlegen und Windows 11 installieren
    • Zum Vergleich Ubuntu Desktop installieren und die Unterschiede notieren
    • Mit 'diskpart' bzw. der Datenträgerverwaltung die erstellten Partitionen ansehen

    Trainiert Kompetenz B1B2

    Lernziel2

  3. 3

    System fertigmachen

    ca. 3 Std.

    Du bringst das frisch installierte System auf den aktuellen Stand und installierst Software effizient.

    • Windows Update vollständig durchlaufen lassen und Neustarts dokumentieren
    • Eine winget-Liste mit 5 Standardprogrammen schreiben und in einem Durchgang installieren
    • Zwei Konten anlegen: Standardbenutzer und Admin, und UAC beim Installieren beobachten

    Trainiert Kompetenz C1C2D1D2

    Lernziel34

  4. 4

    Ins Netz und an den Drucker

    ca. 2 Std.

    Du bindest das Gerät ins Netzwerk ein und richtest Peripherie ein.

    • Netzwerkkonfiguration mit ipconfig /all prüfen und Netzwerkprofil umstellen
    • Einen Drucker per IP-Adresse hinzufügen und eine Testseite drucken
    • Ein Netzlaufwerk im Explorer und mit 'net use' verbinden

    Trainiert Kompetenz E1E2

    Lernziel5

  5. 5

    Sicher und gesichert

    ca. 2 Std.

    Du verschlüsselst das System, prüfst den Virenschutz und richtest eine Datensicherung ein.

    • BitLocker in der VM aktivieren und den Wiederherstellungsschlüssel testweise verwenden
    • In der Windows-Sicherheit Defender, Firewall und SmartScreen prüfen
    • Dateiversionsverlauf oder OneDrive-Ordnersicherung einrichten und eine gelöschte Datei wiederherstellen

    Trainiert Kompetenz F1F2

    Lernziel6

  6. 6

    Kompletter Arbeitsplatz mit Übergabe

    ca. 3 Std.

    Du richtest einen Arbeitsplatz von A bis Z ein, als wäre es ein echter Auftrag, und übergibst ihn.

    • Eine Checkliste für die Einrichtung schreiben und konsequent abarbeiten
    • Geräteblatt und Übergabeprotokoll erstellen
    • Die Übergabe mit einer Kollegin als 'Kundin' durchspielen und Feedback einholen

    Trainiert Kompetenz B3F2F3

    Lernziel726

Üben

Übungen aus der Praxis

Laptop für eine neue Lernende

Einstieg Einstieg

Im August startet eine neue KV-Lernende in einer Versicherungsagentur. Ihr Laptop ist neu und noch verpackt. Sie braucht Office, einen Browser und Zugriff auf den Agentur-Drucker.

Weist nach B1D1C1

  1. Eine Checkliste für die Einrichtung erstellen
  2. Windows einrichten und Konten mit passenden Rechten anlegen
  3. Software, Drucker und Updates installieren
Tipp anzeigen

Denk an zwei Konten: eines für die Lernende, eines für den Support.

Lösungsskizze anzeigen

Checkliste: Hardware prüfen, Windows-Ersteinrichtung, Gerätename, Updates, Treiber, Standardkonto 'lernende', Admin-Konto, Office und Browser per winget, Drucker per IP, BitLocker, Test und Übergabe.

Werkstatt-PC in einer Garage

Fortgeschritten Fortgeschritten

Eine Autogarage in Sargans braucht einen neuen PC in der Werkstatt. Er soll die Diagnosesoftware des Herstellers ausführen, auf das Netzlaufwerk zugreifen und an einen Etikettendrucker drucken. Der PC wird von vier Mechanikern mit demselben Konto genutzt.

Weist nach A2D2E2F2

  1. Hardware und Systemanforderungen der Diagnosesoftware prüfen
  2. Konten so planen, dass vier Personen sicher damit arbeiten können
  3. Netzlaufwerk, Etikettendrucker und Diagnosesoftware einrichten
  4. Sicherheitsmassnahmen und Übergabe dokumentieren
Tipp anzeigen

Ein Sammelkonto ist praktisch, aber ohne Admin-Rechte und mit Bildschirmsperre trotzdem vertretbar. Begründe deine Entscheidung.

Lösungsskizze anzeigen

Hardware gegen Herstellerangaben prüfen. Standardkonto 'werkstatt' ohne Admin-Rechte, Admin separat. Netzlaufwerk per Anmeldeinformationen verbunden, Etikettendrucker per USB mit Treiber. BitLocker und Defender aktiv, Sperre nach 10 Minuten. Geräteblatt und Übergabeprotokoll mit Hinweis auf das Sammelkonto.

Zehn Arbeitsplätze für ein Treuhandbüro

Anspruchsvoll Anspruchsvoll

Ein Treuhandbüro ersetzt zehn alte PCs durch neue Laptops. Die Daten der alten Geräte müssen übernommen werden, alle Laptops sollen gleich eingerichtet und verschlüsselt sein. Das Budget für die Einrichtung beträgt 15 Stunden.

Weist nach C3F3

  1. Einen Ablauf planen, der für zehn Geräte effizient ist
  2. Die Softwareinstallation mit einem winget-Skript automatisieren
  3. Die Datenübernahme und die Prüfung pro Benutzer festlegen
  4. BitLocker-Schlüssel und Geräteblätter zentral dokumentieren
  5. Den Zeitbedarf pro Gerät schätzen und mit dem Budget vergleichen
Tipp anzeigen

Was du zehnmal von Hand machst, kostet zehnmal Zeit. Überlege, was du einmal vorbereiten und dann wiederverwenden kannst.

Lösungsskizze anzeigen

Ein Referenzablauf mit Checkliste, winget-Skript (z.B. winget import mit JSON-Liste), Datenübernahme per OneDrive oder Netzlaufwerk, Benutzertest mit Checkliste. Schlüssel und Geräteblätter in einer zentralen Liste. Zeit pro Gerät ca. 75 Minuten inkl. Übergabe, total rund 12.5 Stunden, Reserve für Probleme.

Selbstcheck

Kannst du das beantworten?

Welche drei Firmware-Voraussetzungen braucht Windows 11?

UEFI-Modus, Secure-Boot-Fähigkeit und TPM 2.0.

Warum arbeitet die Benutzerin mit einem Standardkonto und nicht als Admin?

Damit Schadsoftware oder Fehlbedienungen keine Systemänderungen vornehmen können. Admin-Rechte braucht es nur für Installationen und Wartung.

Was ist der Vorteil von winget gegenüber Installern aus dem Internet?

Programme kommen aus einer geprüften Quelle, lassen sich per Befehl oder Skript installieren und mit 'winget upgrade' gemeinsam aktualisieren.

Wo muss der BitLocker-Wiederherstellungsschlüssel abgelegt werden?

An einem sicheren Ort ausserhalb des Geräts, auf den der Support zugreifen kann, z.B. im AD, in Entra ID oder im Passwortmanager des Betriebs.

Wann wählst du das Netzwerkprofil 'Öffentlich'?

In fremden Netzen wie Hotel, Zug oder Café. Dann ist der PC für andere Geräte im Netz nicht sichtbar.

Was gehört auf ein Geräteblatt?

Seriennummer, Gerätename, Benutzer, Standort, Betriebssystem und Version, installierte Software, Netzwerkkonfiguration, Verschlüsselungsstatus und Datum der Einrichtung.

Der Geräte-Manager zeigt ein gelbes Ausrufezeichen. Was tust du?

Hardware-ID in den Eigenschaften nachsehen, den passenden Treiber beim Hersteller oder per Herstellertool installieren und danach erneut prüfen.

Prüfung

Stolpersteine & Prüfungstipps

Typische Stolpersteine

  • Der Benutzerin aus Bequemlichkeit Admin-Rechte geben.
  • BitLocker aktivieren, aber den Wiederherstellungsschlüssel nur auf dem Gerät selbst speichern.
  • Treiber von dubiosen 'Treiber-Download'-Seiten statt vom Hersteller installieren.
  • Windows Update nur einmal laufen lassen. Oft folgen nach dem Neustart weitere Updates.
  • Die Übergabe ohne Test von Drucken, Laufwerk und Anmeldung machen.

Tipps für den Kompetenznachweis

  • Arbeite mit einer Checkliste und hake jeden Punkt ab. Das ist gleichzeitig dein Nachweis für die Bewertung.
  • Dokumentiere laufend, nicht am Schluss. Screenshots von wichtigen Einstellungen sparen Zeit.
  • Begründe Entscheidungen kurz, z.B. warum du ein Standardkonto statt eines Admin-Kontos verwendest.
  • Plane Wartezeiten (Updates, Downloads) ein und nutze sie für die Dokumentation.

Glossar

Begriffe kurz erklärt

UEFI
Moderne Firmware des Computers, die das Betriebssystem startet und das ältere BIOS ersetzt.
Secure Boot
UEFI-Funktion, die nur signierte Bootloader startet und so Schadsoftware beim Start erschwert.
TPM
Sicherheitschip, der Schlüssel geschützt speichert, z.B. für BitLocker.
GPT
Partitionsschema für moderne Datenträger, Voraussetzung für die Installation im UEFI-Modus.
UAC
Benutzerkontensteuerung: fragt nach Bestätigung oder Admin-Daten, bevor Systemänderungen ausgeführt werden.
BitLocker
Windows-Funktion zur Verschlüsselung ganzer Laufwerke.
winget
Paketmanager von Windows zum Installieren und Aktualisieren von Software per Befehl.
Übergabeprotokoll
Dokument, mit dem Benutzer oder Kunde bestätigt, dass der Arbeitsplatz funktionierend übergeben wurde.

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