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Business & Prozesse · Office im Alltag

Office Werkzeuge praxisorientiert einsetzen

Du lernst, Word, Excel, Outlook, Teams und OneNote so einzusetzen, dass du im Betrieb schneller, sauberer und gemeinsam mit anderen arbeitest.

Einstieg Einstieg ca. 20 Std. SelbststudiumICT-Fachleute (bis 2025): 1. Lehrjahr · üK
#Microsoft 365#Word#Excel#Outlook#Teams#OneNote#Serienbrief#PivotTable#Formatvorlagen#Zusammenarbeit

Überblick

Worum geht es?

Die meisten können ein Word-Dokument tippen oder in Excel eine Summe bilden. Im Betrieb braucht es mehr: Dokumentationen mit automatischem Inhaltsverzeichnis, Vorlagen und Serienbriefe, Excel-Listen mit Formeln, Auswertungen per PivotTable und ein Postfach, das nicht im Chaos versinkt. In diesem Modul setzt du die Office-Werkzeuge an typischen Aufgaben einer ICT-Fachperson ein, vom Hardware-Inventar bis zur Ticketstatistik. Ausserdem arbeitest du gleichzeitig mit anderen an Dateien in OneDrive und SharePoint, ohne Versionen durcheinanderzubringen.

Wofür brauchst du das?

Als ICT-Fachperson bist du die erste Anlaufstelle, wenn jemand im Betrieb mit Word oder Excel nicht weiterkommt. Gleichzeitig nutzt du die Werkzeuge selbst täglich: für Inventarlisten, Anleitungen, Auswertungen und Projektdokumentationen bis hin zur IPA. Wer Office wirklich beherrscht, spart sich und anderen Stunden und wirkt in jeder Dokumentation professionell. Das Modul hilft dir auch in 214 (Benutzer instruieren) und 262 (Evaluation von ICT-Mitteln).

Das solltest du schon können

  • Grundbedienung von Windows: Dateien speichern, Ordner anlegen, zwischen Programmen wechseln
  • Einfache Texte in Word schreiben und in Excel Zahlen eingeben und summieren
  • Ein Microsoft-365-Konto mit OneDrive auf einem Arbeitsplatz nutzen (Modul 187)

Typische Tools & Technologien

Microsoft WordMicrosoft ExcelMicrosoft OutlookMicrosoft TeamsOneNoteOneDrive / SharePointMicrosoft To Do / Planner

Lernziele

Was musst du können?

Das sind die Fähigkeiten, die am Ende des Moduls sitzen sollten. Jedes Ziel mit einem Beispiel aus dem Lehrbetrieb.

  1. 1

    Lange Word-Dokumente mit Formatvorlagen professionell strukturieren

    Kompetenz A

    Du formatierst nicht mehr von Hand, sondern mit Formatvorlagen für Überschriften, Text und Listen. Daraus erzeugt Word automatisch ein Inhaltsverzeichnis, Abbildungsbeschriftungen und Verweise, die sich bei Änderungen selbst aktualisieren.

    Situation

    Du schreibst eine 25-seitige Dokumentation über die Neuinstallation der Arbeitsplätze im Lehrbetrieb. Bisher hast du Überschriften fett und grösser gemacht, und das Inhaltsverzeichnis stimmt nach jeder Änderung nicht mehr.

    Deine Aufgabe

    Stelle das Dokument auf Formatvorlagen um.

    Gutes Ergebnis

    Überschriften mit «Überschrift 1» bis «Überschrift 3», automatisches Inhaltsverzeichnis, Screenshots mit «Abbildung 1» usw., Kopfzeile mit Titel und Fusszeile mit Seite X von Y. Ab Kapitel 2 beginnt dank Abschnittsumbruch die Seitennummerierung neu.

    FormatvorlageInhaltsverzeichnisAbschnittsumbruchKopf- und FusszeileBeschriftungNavigationsbereich
  2. 2

    Vorlagen und Serienbriefe erstellen

    Kompetenz B

    Du baust Word-Vorlagen (.dotx), die das Firmenlayout vorgeben und sich nicht versehentlich überschreiben lassen. Mit dem Seriendruck verbindest du ein Dokument mit einer Excel-Liste und erzeugst so personalisierte Briefe oder E-Mails in einem Durchgang.

    Situation

    Eine Gemeindeverwaltung tauscht die Laptops von 46 Mitarbeitenden aus. Jede Person soll einen Brief mit ihrem Termin, dem alten und dem neuen Gerät erhalten.

    Deine Aufgabe

    Erstelle aus der Excel-Terminliste einen Serienbrief.

    Gutes Ergebnis

    Word-Vorlage im Gemeindelayout mit Adressfeld nach Schweizer Briefnorm. Seriendruckfelder für Anrede, Name, Datum, Uhrzeit und Gerätenummern. Eine WENN-Regel setzt «Sehr geehrte Frau» oder «Sehr geehrter Herr». Ergebnis: 46 Briefe in fünf Minuten statt eines Nachmittags.

    Dokumentvorlage (.dotx)SeriendruckDatenquelleSeriendruckfeldBedingungsfeld (WENN)
  3. 3

    Daten in Excel mit Formeln berechnen und nachschlagen

    Kompetenz C

    Du arbeitest mit formatierten Tabellen, relativen und absoluten Bezügen und den wichtigsten Funktionen: WENN, SUMMEWENNS, ZÄHLENWENNS, XVERWEIS und Datumsfunktionen. So entstehen Listen, die sich bei neuen Daten von selbst aktualisieren.

    Situation

    Das Hardware-Inventar eines Treuhandbüros umfasst 140 Geräte mit Kaufdatum, Preis exkl. MWST und Abteilung. Die Geschäftsleitung will wissen, welche Garantien bald ablaufen und was die IT pro Abteilung gekostet hat.

    Deine Aufgabe

    Ergänze die Liste mit den nötigen Berechnungen.

    Gutes Ergebnis

    Spalte Garantieende mit =EDATUM([@Kaufdatum];36), Spalte Status mit WENN: «läuft ab» bei weniger als 90 Tagen. Preis inkl. MWST mit absolutem Bezug auf eine Zelle mit 8.1 %. Eine Übersicht summiert pro Abteilung mit SUMMEWENNS, zum Beispiel Buchhaltung CHF 18 420.

    Relativer und absoluter BezugAls Tabelle formatierenWENNSUMMEWENNSXVERWEISDatumsfunktionen
  4. 4

    Daten filtern, mit PivotTables zusammenfassen und als Diagramm zeigen

    Kompetenz D

    Du importierst Daten, etwa einen CSV-Export aus dem Ticketsystem, bereinigst sie und fasst sie mit einer PivotTable zusammen. Das passende Diagramm macht die Aussage auf einen Blick sichtbar.

    Situation

    Dein Berufsbildner möchte für die Quartalssitzung wissen, welche Arten von Tickets in den letzten drei Monaten am häufigsten waren. Du hast einen Freshservice-Export mit 612 Zeilen.

    Deine Aufgabe

    Werte die Tickets nach Kategorie und Monat aus.

    Gutes Ergebnis

    CSV mit Power Query importiert, Datumsformat korrigiert. PivotTable mit Kategorie in Zeilen, Monat in Spalten, Anzahl als Wert. Ergebnis: Passwort-Resets 31 %, Drucker 18 %. Gestapeltes Säulendiagramm auf einem eigenen Blatt mit klarem Titel.

    CSV-Import / Power QueryFilter und SortierungPivotTableDatenschnittDiagrammtyp wählen
  5. 5

    E-Mails, Termine und Aufgaben in Outlook effizient organisieren

    Kompetenz E

    Du nutzt Regeln, Kategorien und Suchordner, damit wichtige Nachrichten nicht untergehen. Termine planst du mit dem Terminplanungs-Assistenten und freigegebenen Kalendern, Aufgaben landen in To Do statt im Kopf.

    Situation

    Im Support-Postfach deines Lehrbetriebs landen täglich rund 80 Mails, davon 50 automatische Benachrichtigungen von Monitoring und Backup.

    Deine Aufgabe

    Richte Outlook so ein, dass du die wichtigen Mails sofort siehst.

    Gutes Ergebnis

    Regel verschiebt Mails von backup@ in den Ordner «Backup-Reports» und markiert nur Betreffzeilen mit «failed» rot. Kategorie «Wartet auf Rückmeldung» für offene Fälle. Ein Suchordner zeigt alle ungelesenen Mails der Geschäftsleitung. Der Posteingang hat nur noch etwa 30 Mails pro Tag.

    RegelKategorieSuchordnerTerminplanungs-AssistentFreigegebener KalenderMicrosoft To Do
  6. 6

    Gemeinsam an Dokumenten arbeiten mit Teams, OneDrive und OneNote

    Kompetenz F

    Du teilst Dateien als Link statt als Anhang, bearbeitest sie gleichzeitig mit anderen und stellst bei Bedarf eine ältere Version wieder her. In OneNote oder Teams hältst du Besprechungen und Wissen so fest, dass das ganze Team darauf zugreifen kann.

    Situation

    Drei Lernende erstellen zusammen eine Präsentation und eine Excel-Liste für ein Projekt. Bisher wurden Dateien per Mail hin- und hergeschickt, und es gibt «Liste_final_v3_neu.xlsx».

    Deine Aufgabe

    Organisiere die Zusammenarbeit über einen Teams-Kanal.

    Gutes Ergebnis

    Dateien liegen im Kanal «Projekt Druckerersatz» und werden gemeinsam bearbeitet. Kommentare mit @-Erwähnung statt Mails. Als eine Spalte versehentlich gelöscht wurde, stellt ihr über den Versionsverlauf den Stand von gestern 16:00 wieder her. Sitzungsnotizen liegen in einem OneNote-Abschnitt im selben Kanal.

    Co-AuthoringFreigabelink und BerechtigungVersionsverlaufKommentar mit @-ErwähnungTeams-KanalOneNote-Notizbuch

Selbsteinschätzung

Wo stehst du?

Die Kompetenzmatrix zerlegt das Modul in Themenstränge und drei Stufen. Für den Kompetenznachweis solltest du überall mindestens Stufe 2 erreichen. Dein Stand bleibt in diesem Browser gespeichert und färbt Lernweg und Übungen ein.

Tippe auf eine Aussage, um deinen Stand zu setzen: offen unsicher sitzt
A

Word-Dokumente strukturieren

Ziel 1

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

B

Vorlagen und Seriendruck

Ziel 2

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

C

Mit Excel-Formeln rechnen

Ziel 3

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

D

Daten auswerten und darstellen

Ziel 4

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

E

Outlook organisieren

Ziel 5

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

F

Gemeinsam an Dokumenten arbeiten

Ziel 6

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

Praxisfall

Lizenzbereinigung im Alterszentrum Rheinblick

Lorena ist im 1. Lehrjahr als ICT-Fachfrau im Alterszentrum Rheinblick in Rheinfelden, 160 Mitarbeitende und ein IT-Team von drei Personen. Die Heimleitung vermutet, dass sie für Microsoft-365-Konten bezahlt, die niemand mehr nutzt. Lorena soll die Konten prüfen, die Teamleitungen einbeziehen und das Ergebnis dokumentieren.

  1. Kapitel 1

    Die Liste aus dem Admin Center

    Lorena exportiert 173 Konten als CSV und macht daraus eine formatierte Excel-Tabelle. Mit XVERWEIS holt sie die Abteilung aus der Personalliste, doch elf Zeilen zeigen #NV, weil dort Namen wie «Müller Anna» stehen statt E-Mail-Adressen. Sie verknüpft die Listen stattdessen über die E-Mail-Adresse. Eine WENN-Formel markiert alle Konten ohne Anmeldung seit 90 Tagen.

    Ziel 3

  2. Kapitel 2

    Wer bezahlt wofür?

    Mit einer PivotTable fasst Lorena die monatlichen Lizenzkosten pro Abteilung zusammen. Der Filter auf inaktive Konten zeigt 14 Lizenzen, die zusammen rund CHF 4'000 pro Jahr kosten. Nach einer Korrektur in den Daten zeigt die Pivot noch die alten Zahlen, bis Lorena merkt, dass sie aktualisieren muss. Für die Heimleitung baut sie ein einfaches Säulendiagramm.

    Ziel 4

  3. Kapitel 3

    Post an zwölf Teamleitungen

    Jede Teamleitung soll bestätigen, welche Konten gelöscht werden dürfen. Lorena erstellt in Word eine Seriendruck-E-Mail mit der Excel-Liste als Quelle und filtert auf die zwölf betroffenen Teams. Die Testmail an sich selbst beginnt mit «Sehr geehrte Frau Herr», weil die Anrede falsch verknüpft ist. Mit einem Bedingungsfeld behebt sie das, bevor die echten Mails rausgehen.

    Ziel 2

  4. Kapitel 4

    Antworten im Griff

    Die Antworten landen zwischen rund 60 anderen Mails pro Tag in Lorenas Posteingang. Sie richtet eine Regel ein, die alles mit «Lizenzbereinigung» im Betreff in einen eigenen Ordner verschiebt, und kennzeichnet jede offene Anfrage mit Fälligkeitsdatum. Nach fünf Tagen fehlen noch zwei Antworten, die sie mit einem QuickStep freundlich nachfragt.

    Ziel 5

  5. Kapitel 5

    Gemeinsam fertigstellen

    Ihre zwölfseitige Dokumentation baut Lorena mit Formatvorlagen, automatischem Inhaltsverzeichnis und beschrifteten Screenshots auf. Sie legt sie im Teams-Kanal der IT ab, wo ihr Berufsbildner direkt kommentiert. Als ein Kollege versehentlich eine Tabelle löscht, holt sie die vorherige Version über den Versionsverlauf zurück. Die Abmachungen aus der Besprechung mit der Heimleitung hält sie in OneNote fest, und am Ende werden 14 Lizenzen gekündigt.

    Ziel 1Ziel 6

Lernweg

Wie lernst du das?

  1. 1

    Word wie ein Profi

    ca. 4 Std.

    Du lernst, Dokumente mit Formatvorlagen aufzubauen, statt sie von Hand zu formatieren.

    • Ein unformatiertes 10-seitiges Dokument komplett auf Formatvorlagen umstellen
    • Inhaltsverzeichnis, Abbildungsverzeichnis und Querverweise einfügen
    • Mit Abschnittsumbrüchen ein Deckblatt ohne Seitenzahl und einen Anhang im Querformat erstellen

    Trainiert Kompetenz A1A2

    Lernziel1

  2. 2

    Vorlagen und Seriendruck

    ca. 3 Std.

    Du erstellst eine eigene Firmenvorlage und verbindest Word mit einer Excel-Liste.

    • Eine Briefvorlage mit Logo, Adressfeld und Inhaltssteuerelementen als .dotx speichern
    • Einen Serienbrief und eine Serien-E-Mail aus einer Excel-Liste erzeugen
    • Mit einem WENN-Feld die Anrede automatisch setzen

    Trainiert Kompetenz B1B2

    Lernziel2

  3. 3

    Excel-Formeln sicher anwenden

    ca. 4 Std.

    Du baust Listen mit Formeln, die auch bei 1000 Zeilen noch richtig rechnen.

    • Eine Inventarliste als Tabelle formatieren und mit strukturierten Verweisen rechnen
    • Übungen zu relativen und absoluten Bezügen, WENN, SUMMEWENNS und XVERWEIS lösen
    • Bedingte Formatierung für ablaufende Garantien einrichten

    Trainiert Kompetenz C1C2

    Lernziel3

  4. 4

    Daten auswerten und darstellen

    ca. 4 Std.

    Du verwandelst rohe Exporte in übersichtliche Auswertungen mit PivotTables und Diagrammen.

    • Einen CSV-Ticketexport importieren und bereinigen
    • Drei verschiedene PivotTables mit Datenschnitt erstellen
    • Für jede Auswertung den passenden Diagrammtyp wählen und begründen

    Trainiert Kompetenz D1D2

    Lernziel4

  5. 5

    Kommunikation und Zusammenarbeit

    ca. 3 Std.

    Du räumst dein Outlook auf und organisierst die Teamarbeit in Teams, OneDrive und OneNote.

    • Drei Outlook-Regeln, zwei Kategorien und einen Suchordner einrichten
    • Eine Besprechung mit dem Terminplanungs-Assistenten und Teams-Link planen
    • Mit zwei Mitlernenden gleichzeitig an einer Datei arbeiten und eine alte Version wiederherstellen

    Trainiert Kompetenz E1E2F1F2

    Lernziel56

  6. 6

    Praxisauftrag: Geräteaustausch organisieren

    ca. 3 Std.

    Du verbindest alle Werkzeuge in einem realistischen Auftrag, wie er im üK-Kompetenznachweis vorkommen kann.

    • Inventar und Terminliste in Excel erstellen und auswerten
    • Serienbrief an die betroffenen Mitarbeitenden und eine Kurzdokumentation in Word erstellen
    • Termine in Outlook planen und die Dateien im Teams-Kanal ablegen

    Trainiert Kompetenz A3B3C3D3F2

    Lernziel12346

Üben

Übungen aus der Praxis

Anleitung mit Inhaltsverzeichnis

Einstieg Einstieg

Eine Kollegin hat eine 8-seitige Anleitung zur VPN-Einrichtung geschrieben. Alles ist von Hand formatiert, die Schriftgrössen wechseln, und es gibt kein Inhaltsverzeichnis.

Weist nach A1

  1. Alle Überschriften mit den passenden Formatvorlagen versehen
  2. Ein automatisches Inhaltsverzeichnis einfügen
  3. Screenshots mit Beschriftungen nummerieren
  4. Kopfzeile mit Titel und Fusszeile mit Seitenzahl ergänzen
Tipp anzeigen

Nutze den Navigationsbereich (Ansicht, Navigationsbereich). Wenn eine Überschrift dort nicht erscheint, hat sie noch keine Formatvorlage.

Lösungsskizze anzeigen

Überschrift 1 für Hauptkapitel, Überschrift 2 für Unterkapitel. Standard-Formatvorlage einmal anpassen statt jeden Absatz einzeln. Inhaltsverzeichnis über Referenzen. Beschriftungen über Referenzen, Beschriftung einfügen. Fusszeile mit Felder PAGE und NUMPAGES (Seite x von y). Ergebnis: einheitliches Layout, aktualisierbares Verzeichnis.

Hardware-Inventar auswerten

Fortgeschritten Fortgeschritten

Eine Physiotherapie-Kette mit vier Standorten führt ihr Inventar in Excel: 95 Geräte mit Typ, Standort, Kaufdatum und Nettopreis. Die Geschäftsführerin will die Kosten pro Standort inkl. MWST und eine Liste der Geräte, die älter als fünf Jahre sind.

Weist nach C2D2

  1. Die Liste als Tabelle formatieren und eine Spalte für den Bruttopreis mit 8.1 % MWST ergänzen
  2. Mit einer Formel das Gerätealter in Jahren berechnen
  3. Geräte über fünf Jahre mit bedingter Formatierung markieren
  4. Eine PivotTable mit Kosten pro Standort und Gerätetyp erstellen
  5. Ein Diagramm für die Geschäftsführerin einfügen
Tipp anzeigen

Leg den MWST-Satz in eine eigene Zelle und verweise absolut darauf. Wenn er sich ändert, passt du nur eine Zelle an.

Lösungsskizze anzeigen

Brutto: =[@Netto]*(1+$H$1) mit H1 = 8.1 %. Alter: =DATEDIF([@Kaufdatum];HEUTE();"Y"). Bedingte Formatierung mit Formel auf Alter > 5. PivotTable: Standort in Zeilen, Typ in Spalten, Summe Brutto als Wert. Gruppiertes Säulendiagramm mit Titel «IT-Kosten pro Standort inkl. MWST».

Migration auf neue Laptops kommunizieren und organisieren

Anspruchsvoll Anspruchsvoll

Ein Architekturbüro mit 32 Mitarbeitenden erhält neue Laptops. Du sollst die Austauschtermine planen, alle Betroffenen informieren, die Arbeit mit zwei Kollegen koordinieren und am Ende eine kurze Auswertung liefern.

Weist nach B3D2E3F3

  1. Eine Terminliste in Excel mit Name, Abteilung, altem und neuem Gerät und Termin erstellen
  2. Serien-E-Mails mit persönlichem Termin aus der Liste versenden
  3. Die Termine im freigegebenen Kalender des Supportteams eintragen
  4. Liste und Checkliste im Teams-Kanal gemeinsam pflegen
  5. Nach dem Austausch eine Auswertung mit Dauer pro Gerät und Problemen erstellen
Tipp anzeigen

Teste die Serien-E-Mail zuerst an dich selbst. Ein falsch verknüpftes Feld an 32 Personen zu schicken, ist peinlich.

Lösungsskizze anzeigen

Excel-Tabelle als Datenquelle, Serien-E-Mail über Word mit Betreff und Feldern für Datum und Uhrzeit. Kalender mit Kategorie pro Techniker. Datei im Teams-Kanal, Status-Spalte mit Dropdown (geplant, erledigt, Problem). Auswertung per PivotTable: durchschnittliche Dauer 48 Minuten, 4 Geräte mit Nacharbeit, Hauptursache fehlende Druckertreiber.

Selbstcheck

Kannst du das beantworten?

Warum sind Formatvorlagen besser als manuelle Formatierung?

Das Layout bleibt einheitlich, lässt sich zentral ändern und Word kann daraus automatisch Inhaltsverzeichnis und Navigation erzeugen.

Was macht ein Abschnittsumbruch, was ein normaler Seitenumbruch nicht kann?

Er erlaubt unterschiedliche Kopf- und Fusszeilen, Seitennummerierung oder Ausrichtung (Hoch- oder Querformat) in verschiedenen Teilen des Dokuments.

Was ist der Unterschied zwischen A1 und $A$1 in einer Formel?

A1 ist relativ und verschiebt sich beim Kopieren. $A$1 ist absolut und zeigt immer auf dieselbe Zelle.

Wofür verwendest du XVERWEIS?

Um in einer Tabelle einen Wert zu suchen und den passenden Wert aus einer anderen Spalte zurückzugeben, zum Beispiel den Standort zu einer Inventarnummer.

Wann ist eine PivotTable sinnvoller als Formeln?

Wenn du grosse Datenmengen schnell nach verschiedenen Kriterien zusammenfassen und die Sicht flexibel ändern willst.

Warum teilst du Dateien besser als Link statt als Anhang?

Alle arbeiten an derselben aktuellen Version, Berechtigungen lassen sich steuern und es entstehen keine Kopien mit unterschiedlichen Ständen.

Wie stellst du einen früheren Stand einer Excel-Datei in OneDrive wieder her?

Über Datei, Informationen, Versionsverlauf oder im Browser über die Versionsliste der Datei. Dort kannst du eine ältere Version öffnen oder wiederherstellen.

Prüfung

Stolpersteine & Prüfungstipps

Typische Stolpersteine

  • Leerzeilen und Leerzeichen statt Abständen und Tabstopps verwenden. Beim kleinsten Edit verrutscht alles.
  • In Excel Zahlen mit Text mischen, etwa «CHF 120» in einer Zelle. Dann kann Excel nicht mehr rechnen.
  • Beim Kopieren von Formeln den absoluten Bezug vergessen und falsche Ergebnisse nicht bemerken.
  • Den Serienbrief direkt an alle senden, ohne die Vorschau für mehrere Datensätze zu prüfen.
  • Dateien mit «Jeder mit dem Link» teilen, obwohl sie Personendaten enthalten.

Tipps für den Kompetenznachweis

  • Im üK zählt Effizienz: Formatvorlagen, Tabellen und PivotTables sparen dir in der Prüfung viel Zeit.
  • Prüfe Formeln mit einem Beispiel, das du im Kopf nachrechnen kannst.
  • Speichere regelmässig und gib Dateien sprechende Namen, zum Beispiel «2026-10_Inventar_Treuhand.xlsx».
  • Lies die Aufgabe genau: Wird ein bestimmtes Diagramm, Format oder eine Funktion verlangt, wird genau das bewertet.

Glossar

Begriffe kurz erklärt

Formatvorlage
Gespeicherte Sammlung von Formatierungen, die man Absätzen oder Zeichen zuweist.
Abschnittsumbruch
Trennung in Word, nach der Seitenlayout, Kopf- und Fusszeilen neu definiert werden können.
Seriendruck
Erzeugen vieler personalisierter Dokumente aus einer Vorlage und einer Datenquelle.
Absoluter Bezug
Zellbezug mit Dollarzeichen, der sich beim Kopieren der Formel nicht verändert.
XVERWEIS
Excel-Funktion, die einen Wert in einem Bereich sucht und einen zugehörigen Wert zurückgibt.
PivotTable
Interaktive Tabelle, die grosse Datenmengen nach frei wählbaren Kriterien zusammenfasst.
Co-Authoring
Gleichzeitiges Bearbeiten eines Dokuments durch mehrere Personen in Microsoft 365.
Versionsverlauf
Automatisch gespeicherte frühere Stände einer Datei in OneDrive oder SharePoint.

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Mein JOIN liefert plötzlich doppelte Zeilen. Was mache ich falsch?
Gute Frage! Schau dir die Spalte an, über die du verbindest: Ist sie in beiden Tabellen eindeutig? Was passiert mit einer Kundin, die zwei Bestellungen hat?
Ah, dann kommt sie zweimal vor …
Genau. Willst du die Bestellungen zählen oder nur die Kundinnen sehen? Je nachdem hilft dir GROUP BY oder DISTINCT.

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So helfen wir dir bei Modul 260

  • Wir bringen mit dir deine eigene Dokumentation oder IPA-Vorlage in Word auf Formatvorlagen, Inhaltsverzeichnis und saubere Abschnitte.
  • Wir gehen mit dir Excel-Formeln Schritt für Schritt durch, bis du relative und absolute Bezüge, XVERWEIS und SUMMEWENNS sicher anwendest.
  • Wir werten gemeinsam einen echten Export aus deinem Lehrbetrieb aus, etwa Tickets oder Inventar, und bauen daraus eine PivotTable mit Diagramm.
  • Wir trainieren mit dir typische üK-Aufgaben unter Zeitdruck und zeigen dir Tastenkürzel, die dir dabei Minuten sparen.

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