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Business & Prozesse · Prozesse digital unterstützen

Geschäftsprozesse mit ICT-Mitteln unterstützen

Du lernst, für einen konkreten Geschäftsprozess die passenden ICT-Mittel zu wählen, sie einzurichten und mit Daten, Berechtigungen und Kennzahlen so zu verbinden, dass der Prozess im Alltag spürbar besser läuft.

Anspruchsvoll Anspruchsvoll ca. 28 Std. SelbststudiumDigitales Business: 3. Lehrjahr · Berufsfachschule
#Digitalisierung#ERP#CRM#Low-Code#Workflow#Stammdaten#Berechtigungskonzept#Dashboard#Power Platform

Überblick

Worum geht es?

In den Modulen zur Prozessanalyse hast du Schwachstellen gefunden und Soll-Prozesse entworfen. Jetzt geht es um die Umsetzung mit ICT-Mitteln. Du entscheidest, ob eine bestehende Standardsoftware wie ein ERP oder CRM reicht, ob ein Low-Code-Workflow sinnvoll ist oder ob eine Integration zwischen Systemen nötig wird. Du konfigurierst die Lösung, sorgst für saubere Stammdaten, ein passendes Berechtigungskonzept und Datenschutz und machst den Nutzen mit einem Dashboard sichtbar.

Wofür brauchst du das?

In Schweizer KMU steckt viel Potenzial in Software, die schon bezahlt ist, aber nur zur Hälfte genutzt wird. Wer weiss, wie man Abacus, Bexio, Dynamics 365 oder Microsoft 365 auf einen Prozess hin konfiguriert und verbindet, spart dem Betrieb Lizenzen, Entwicklungskosten und viele Stunden Handarbeit. Genau diese Rolle zwischen Fachabteilung und IT ist der Kern deines Berufs. Das Modul setzt 349 und 367 praktisch um und bereitet 218 (Einführung koordinieren) vor.

Das solltest du schon können

  • Einen Soll-Prozess entwerfen und Verbesserungen mit Kosten und Nutzen begründen (Modul 349)
  • Anforderungen an eine Automatisierung prüfbar formulieren und testen (Modul 367)
  • Daten modellieren: Entitäten, Beziehungen und Pflichtfelder (Modul 162)
  • Grundsätze von Datenschutz und Datensicherheit nach revDSG kennen (Modul 231)

Typische Tools & Technologien

Power AutomatePower AppsSharePoint-ListenPower BIBexioAbacusDynamics 365SalesforceMake / Zapier

Lernziele

Was musst du können?

Das sind die Fähigkeiten, die am Ende des Moduls sitzen sollten. Jedes Ziel mit einem Beispiel aus dem Lehrbetrieb.

  1. 1

    Für einen Prozessschritt das passende ICT-Mittel begründet auswählen

    Kompetenz A

    Du kennst die Kategorien: ERP, CRM, Dokumentenmanagement, Workflow- und Low-Code-Plattformen, Integrationsdienste, Individualentwicklung. Du prüfst zuerst, was die vorhandene Software schon kann, und wählst dann nach Kriterien wie Kosten, Aufwand, Wartbarkeit und Datenhaltung.

    Situation

    Ein Elektroinstallationsbetrieb in Wil mit 40 Monteuren schreibt Arbeitsrapporte auf Papier. Die Administration tippt sie jeden Freitag ins ERP Abacus ab, Rechnungen gehen oft erst nach drei Wochen raus.

    Deine Aufgabe

    Wähle ein ICT-Mittel für die Rapportierung und begründe die Wahl.

    Gutes Ergebnis

    Vergleich von drei Optionen: mobile Rapport-App des bestehenden ERP, eigene Power App, Branchenlösung eines Drittanbieters. Empfehlung: ERP-App, weil Stammdaten, Artikel und Stundenansätze schon im ERP liegen, keine Schnittstelle nötig ist und die Lizenz rund CHF 25 pro Monteur und Monat kostet.

    ERPCRMLow-CodeStandard- vs. IndividualsoftwareEvaluationskriterien
  2. 2

    Einen Prozess in Standardsoftware über Konfiguration abbilden

    Kompetenz B

    Statt zu programmieren, nutzt du die Einstellungen der Software: Statusmodelle, Pflichtfelder, Vorlagen, Automatismen und Ansichten. So bleibt die Lösung updatefähig. Du dokumentierst jede Anpassung, damit später jemand nachvollziehen kann, warum etwas so eingestellt ist.

    Situation

    Der Verkauf eines Softwarehauses in Lugano verwaltet Leads in Excel. Dynamics 365 Sales ist lizenziert, wird aber nur als Adressbuch genutzt.

    Deine Aufgabe

    Bilde den Verkaufsprozess von der Anfrage bis zum Vertrag in Dynamics 365 ab.

    Gutes Ergebnis

    Verkaufschance mit den Phasen Qualifizieren, Bedarf klären, Offerte, Verhandlung, Abschluss. Pflichtfelder Budget und Entscheider ab Phase 'Offerte'. Automatische Aufgabe 'Nachfassen' 7 Tage nach Offertversand. Anpassungen in einer Konfigurationsliste mit Datum und Begründung festgehalten.

    CustomizingStatusmodellPflichtfeldUpdatefähigkeitKonfigurationsdokumentation
  3. 3

    Einen Workflow mit Low-Code-Werkzeugen umsetzen

    Kompetenz C

    Wo keine Standardsoftware passt, baust du einen Workflow mit SharePoint-Listen, Power Apps und Power Automate oder mit Make. Du hältst ihn bewusst einfach, nutzt Standard-Connectoren und baust Fehlerbehandlung und Benachrichtigungen ein.

    Situation

    Im Werkhof einer Gemeinde im Thurgau bestellen 18 Mitarbeitende Material per Zuruf oder Zettel. Der Werkhofchef verliert den Überblick, und es wird doppelt bestellt.

    Deine Aufgabe

    Setze einen einfachen Bestell- und Freigabeworkflow um.

    Gutes Ergebnis

    SharePoint-Liste 'Materialbestellungen' mit Artikel, Menge, Kostenstelle und Status. Eingabe über eine Power App auf dem Smartphone. Power Automate schickt Bestellungen über CHF 500 zur Freigabe in Teams an den Werkhofchef, darunter direkt an den Einkauf. Statusänderungen werden der bestellenden Person per Teams gemeldet.

    Low-CodeSharePoint-ListePower AutomateFreigabe (Approval)Connector
  4. 4

    Daten zwischen Systemen integrieren und die Stammdatenqualität sichern

    Kompetenz D

    Du bestimmst für jede Information ein führendes System, damit Daten nicht an drei Orten unterschiedlich gepflegt werden. Integrationen setzt du über Schnittstellen oder geplante Importe um. Dubletten, fehlende Pflichtangaben und uneinheitliche Schreibweisen bereinigst du vor dem Start.

    Situation

    Ein Fitnessstudio mit drei Standorten im Raum Basel hat Kundendaten im Buchungssystem, im Newsletter-Tool und in Bexio. Viele Mitglieder erhalten Rechnungen an alte Adressen.

    Deine Aufgabe

    Definiere das führende System und plane die Integration.

    Gutes Ergebnis

    Führendes System für Mitgliederdaten: Buchungssystem. Nächtlicher Abgleich über Make nach Bexio und zum Newsletter-Tool, nur in diese Richtung. Vorher Bereinigung von 4'200 Datensätzen: 310 Dubletten zusammengeführt, PLZ und Ort gegen das Verzeichnis der Post geprüft.

    führendes SystemStammdatenDubletteSchnittstelleDatenqualität
  5. 5

    Ein Rollen- und Berechtigungskonzept umsetzen und den Datenschutz sicherstellen

    Kompetenz E

    Du legst fest, welche Rolle welche Daten sehen, ändern oder löschen darf, und setzt das im System um. Personendaten werden nur für den vorgesehenen Zweck genutzt, Zugriffe sind nachvollziehbar, und Aufbewahrungsfristen nach OR werden eingehalten.

    Situation

    Im Werkhof-Workflow sollen auch Lohnabzüge für Arbeitskleidung erfasst werden. Bisher kann jede Person alle Einträge sehen.

    Deine Aufgabe

    Erstelle ein Rollenkonzept und setze es in SharePoint um.

    Gutes Ergebnis

    Rollen Mitarbeitende (eigene Einträge lesen und erstellen), Werkhofchef (alle lesen, freigeben), Personaladministration (Lohnfelder lesen). Lohnabzüge in eine separate Liste mit eigener Berechtigung verschoben. Versionsverlauf aktiviert, Aufbewahrung 10 Jahre für buchhaltungsrelevante Daten.

    RollenkonzeptBerechtigungsmatrixZweckbindungAudit-TrailAufbewahrungspflicht
  6. 6

    Prozesskennzahlen mit einem Dashboard sichtbar machen und den Nutzen belegen

    Kompetenz F

    Du nutzt die Daten, die durch die digitale Lösung entstehen, um den Prozess zu steuern. In einem einfachen Dashboard zeigst du Durchlaufzeiten, offene Fälle und Engpässe und vergleichst sie mit den Werten vor der Einführung.

    Situation

    Der Elektrobetrieb nutzt die Rapport-App seit drei Monaten. Die Geschäftsleitung will wissen, ob sich die Umstellung gelohnt hat.

    Deine Aufgabe

    Erstelle ein Dashboard und beurteile den Nutzen.

    Gutes Ergebnis

    Power-BI-Bericht mit drei Kennzahlen: Tage von Arbeitsende bis Rechnung (vorher 19, jetzt 4), offene Rapporte pro Monteur, Anteil Rapporte mit Rückfragen (vorher 12 %, jetzt 3 %). Liquiditätseffekt: rund CHF 180'000 früherer Zahlungseingang pro Quartal.

    DashboardProzesskennzahlVorher-Nachher-VergleichPower BIDatenquelle

Selbsteinschätzung

Wo stehst du?

Die Kompetenzmatrix zerlegt das Modul in Themenstränge und drei Stufen. Für den Kompetenznachweis solltest du überall mindestens Stufe 2 erreichen. Dein Stand bleibt in diesem Browser gespeichert und färbt Lernweg und Übungen ein.

Tippe auf eine Aussage, um deinen Stand zu setzen: offen unsicher sitzt
A

ICT-Mittel auswählen

Ziel 1

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

B

Standardsoftware konfigurieren

Ziel 2

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

C

Low-Code-Workflows

Ziel 3

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

D

Daten integrieren

Ziel 4

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

E

Berechtigungen und Datenschutz

Ziel 5

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

F

Nutzen sichtbar machen

Ziel 6

Grundlagen

Fortgeschritten

Erweitert

Praxisfall

Vom Mailchaos zum CRM bei der Baumann Gartenbau AG

Selin ist im 3. Lehrjahr bei der Baumann Gartenbau AG in Wil SG, 60 Mitarbeitende. Kundenanfragen kommen per Mail und Telefon, Offerten entstehen in Word, und der Stand jeder Anfrage steht in einer Excel-Liste, die nie aktuell ist. Den Soll-Prozess hat Selin im letzten Lehrjahr entworfen, jetzt soll sie ihn mit ICT-Mitteln umsetzen.

  1. Kapitel 1

    Welches Werkzeug für welchen Schritt?

    Selin geht ihren Soll-Prozess Schritt für Schritt durch: Anfrage, Besichtigung, Offerte, Auftrag, Übergabe an die Buchhaltung. Für die Offerten wählt sie das CRM, das der Betrieb schon lizenziert, aber kaum nutzt. Für die Anfrage über die Website plant sie einen Low-Code-Flow, für die Kundenadressen eine Anbindung an die Buchhaltung. Eine Eigenentwicklung verwirft sie, weil niemand im Betrieb sie langfristig warten könnte.

    Ziel 1

  2. Kapitel 2

    Der Standard reicht weiter als gedacht

    Im CRM legt Selin eine Verkaufspipeline mit fünf Phasen an, macht den Besichtigungstermin zum Pflichtfeld und ergänzt eine Auswahlliste für die Art des Auftrags. Der Leiter Gartenbau möchte für jede Pflanzenart ein eigenes Feld, das wären über 40 Zusatzfelder. Selin zeigt ihm stattdessen den Produktkatalog des CRM, in dem Pflanzen als Offertpositionen mit Preis erfasst werden. Damit bleibt das System im Standard und überlebt das nächste Update ohne Anpassung.

    Ziel 2

  3. Kapitel 3

    Anfrage rein, Besichtigung geplant

    Mit Power Automate baut Selin einen Flow: Das Formular auf der Website erzeugt im CRM einen Lead und schickt dem zuständigen Bauleiter je nach Postleitzahl eine Teams-Nachricht. Beim Testen bricht der Flow ab, wenn jemand keine Telefonnummer angibt. Selin ergänzt eine Bedingung und eine Fehlerbenachrichtigung an das Sammelpostfach. Ausserdem stellt sie den Flow von ihrem persönlichen Konto auf ein Dienstkonto um, damit er nach ihrer Lehre weiterläuft.

    Ziel 3

  4. Kapitel 4

    1'400 Kunden, 230 Dubletten

    Beim Import der Kundenliste aus Excel und Buchhaltung findet Selin 230 Dubletten, meist wegen Schreibweisen wie 'Str.' und 'Strasse'. Sie bereinigt mit Abgleichregeln und legt fest, dass die Buchhaltung für Adressen führend ist und das CRM sie nur übernimmt. Danach erstellt sie ein Rollenkonzept: Bauleiter sehen nur ihre Region, Lernende sehen keine Margen. Beim Anbieter prüft sie Rechenzentrumsstandort und Auftragsbearbeitungsvertrag, damit die Kundendaten DSG-konform bearbeitet werden.

    Ziel 4Ziel 5

  5. Kapitel 5

    Lohnt sich das?

    Nach acht Wochen baut Selin in Power BI ein Dashboard mit Durchlaufzeit, offenen Anfragen pro Bauleiter und Abschlussquote. Die Zeit von der Anfrage bis zur Offerte ist von 9 auf 4 Arbeitstage gesunken, und das Nachtragen in Excel fällt weg, rund 6 Stunden pro Woche. Sie rechnet das auf etwa CHF 15'000 pro Jahr hoch. In der Präsentation weist sie darauf hin, dass der Frühling als Hochsaison die Werte verzerrt und ein Jahresvergleich erst im Herbst aussagekräftig ist.

    Ziel 6

Lernweg

Wie lernst du das?

  1. 1

    Den Werkzeugkasten kennen

    ca. 4 Std.

    Du verschaffst dir einen Überblick über die ICT-Mittel, die Schweizer KMU für Prozesse einsetzen, und lernst, wann welches passt.

    • Die eingesetzten Systeme deines Lehrbetriebs auflisten und den Prozessen zuordnen
    • Für ERP, CRM, DMS und Low-Code je zwei Schweizer Praxisbeispiele recherchieren
    • Eine Entscheidungshilfe 'Standard, Low-Code oder Entwicklung?' als Ablauf skizzieren

    Trainiert Kompetenz A1A2

    Lernziel1

  2. 2

    Standardsoftware ausreizen

    ca. 5 Std.

    In einer Test- oder Demoumgebung konfigurierst du einen Prozess in einem ERP oder CRM, ohne Code zu schreiben.

    • Eine Testinstanz von Bexio, Dynamics 365 oder Salesforce einrichten
    • Ein Statusmodell mit Pflichtfeldern und einer automatischen Aufgabe konfigurieren
    • Jede Anpassung in einer Konfigurationsliste dokumentieren

    Trainiert Kompetenz B1B2

    Lernziel2

  3. 3

    Eigener Workflow mit Low-Code

    ca. 6 Std.

    Du baust einen kleinen, vollständigen Workflow mit Liste, Eingabemaske, Freigabe und Benachrichtigung.

    • Eine SharePoint-Liste mit passenden Spaltentypen und Validierungen anlegen
    • Eine einfache Power App als Eingabemaske erstellen
    • Einen Freigabe-Flow mit Fehlerbehandlung in Power Automate bauen

    Trainiert Kompetenz C1C2

    Lernziel3

  4. 4

    Daten verbinden und bereinigen

    ca. 5 Std.

    Du verbindest zwei Systeme und sorgst dafür, dass die Daten sauber und eindeutig sind.

    • Für jede Information das führende System festlegen
    • Einen Datenbestand auf Dubletten und fehlende Pflichtfelder prüfen und bereinigen
    • Einen geplanten Abgleich mit Make oder Power Automate einrichten und testen

    Trainiert Kompetenz D1D2

    Lernziel4

  5. 5

    Sicher und rechtskonform

    ca. 4 Std.

    Du erstellst ein Berechtigungskonzept für deine Lösung und prüfst sie auf Datenschutz.

    • Eine Berechtigungsmatrix mit Rollen und Rechten erstellen
    • Die Matrix in SharePoint oder im ERP umsetzen und mit Testkonten prüfen
    • Eine kurze Datenschutz-Checkliste nach revDSG für die Lösung ausfüllen

    Trainiert Kompetenz E1E2

    Lernziel5

  6. 6

    Nutzen zeigen

    ca. 4 Std.

    Du baust ein Dashboard und dokumentierst die Lösung so, dass sie übergeben werden kann, wie im Kompetenznachweis.

    • Ein Power-BI-Dashboard mit 3 Prozesskennzahlen aus deinen Daten erstellen
    • Vorher-Nachher-Werte vergleichen und den Nutzen in Stunden oder CHF beziffern
    • Eine Übergabedokumentation mit Systemskizze, Konfiguration und Berechtigungen schreiben

    Trainiert Kompetenz F2F3A3

    Lernziel61

Üben

Übungen aus der Praxis

Das richtige ICT-Mittel für eine Druckerei

Einstieg Einstieg

Eine Druckerei in Solothurn mit 22 Mitarbeitenden hat vier Probleme: Offerten werden in Word geschrieben, Druckdaten kommen per WeTransfer und gehen verloren, Maschinenbelegung steht auf einem Whiteboard, Kundenreklamationen werden nicht erfasst.

Weist nach A1A2

  1. Jedem Problem eine Kategorie von ICT-Mittel zuordnen
  2. Für jedes Problem prüfen, ob eine vorhandene Software (z.B. Microsoft 365) reichen könnte
  3. Zwei Kriterien nennen, die für die Wahl entscheidend sind
Tipp anzeigen

Frage zuerst: Ist das ein Problem der Daten, des Ablaufs oder der Zusammenarbeit? Daraus ergibt sich die Werkzeugkategorie.

Lösungsskizze anzeigen

Offerten: Branchen-ERP oder Offertmodul mit Kalkulationsvorlagen. Druckdaten: Upload-Portal oder SharePoint-Ordner pro Auftrag mit Freigabelink. Maschinenbelegung: Planungsmodul des ERP oder geteilter Kalender. Reklamationen: Liste mit Status in SharePoint oder CRM-Fall. Kriterien: Integration mit bestehenden Auftragsdaten, Aufwand für Pflege.

Ferienantrag mit Microsoft 365 digitalisieren

Fortgeschritten Fortgeschritten

Ein Treuhandbüro in Chur mit 28 Mitarbeitenden verwaltet Ferien mit Papierformularen. Die Vorgesetzte unterschreibt, die HR-Assistentin trägt die Ferien in Excel und in den Outlook-Kalender ein. Häufig gibt es Überschneidungen im Team.

Weist nach C2E2

  1. Eine SharePoint-Liste für Ferienanträge mit sinnvollen Spalten und Validierungen anlegen
  2. Einen Power-Automate-Flow mit Freigabe durch die vorgesetzte Person bauen
  3. Nach der Freigabe automatisch einen Eintrag im Teamkalender erstellen
  4. Ein Berechtigungskonzept festlegen, damit Mitarbeitende nur ihre eigenen Anträge sehen
Tipp anzeigen

Die vorgesetzte Person kannst du über das Feld 'Manager' im Microsoft-365-Profil ermitteln, statt sie im Flow fix einzutragen.

Lösungsskizze anzeigen

Liste mit Von, Bis, Anzahl Tage (berechnet), Status, Kommentar. Validierung 'Bis' grösser gleich 'Von'. Flow bei neuem Element: Manager ermitteln, Teams-Approval, Status setzen, bei Genehmigung Kalendereintrag in der Teamgruppe, Mitteilung an die antragstellende Person. Berechtigungen: Elementebene 'nur eigene Elemente lesen', Vorgesetzte und HR über eine eigene Gruppe mit einer Berechtigungsstufe, welche die Einschränkung auf Elementebene übersteuert (Ansichten dienen nur der Darstellung und schützen nichts).

Verkaufsprozess eines Grosshändlers im CRM abbilden

Anspruchsvoll Anspruchsvoll

Ein Grosshändler für Gastrobedarf in Luzern mit 12 Aussendienstmitarbeitenden betreut 1'800 Restaurants. Kundendaten liegen in Abacus, Besuchsberichte in Word, Verkaufschancen in persönlichen Excel-Listen. Die Geschäftsleitung will Salesforce einsetzen.

Weist nach A3B3D3E3F2

  1. Prüfen und begründen, ob Salesforce die richtige Wahl ist oder eine Alternative besser passt
  2. Den Verkaufsprozess mit Phasen, Pflichtfeldern und Automatismen konfigurieren
  3. Das führende System für Kunden-, Artikel- und Umsatzdaten festlegen und die Integration skizzieren
  4. Ein Rollenkonzept für Aussendienst, Verkaufsleitung und Geschäftsleitung erstellen
  5. Ein Dashboard mit 3 Kennzahlen für die Verkaufsleitung entwerfen
Tipp anzeigen

Kunden- und Umsatzdaten gehören meist ins ERP, Besuche und Verkaufschancen ins CRM. Doppelte Pflege an beiden Orten ist die häufigste Ursache für Frust.

Lösungsskizze anzeigen

Alternative Dynamics 365 prüfen, Entscheid nach Integration zu Abacus, Lizenzkosten und mobiler Nutzung. Phasen: Lead, Bedarfsgespräch, Offerte, Abschluss, verloren mit Grund. Führend: Abacus für Kunden, Artikel, Umsätze, CRM für Kontakte, Besuche, Chancen. Nächtliche Synchronisation Abacus zu CRM. Rollen: Aussendienst sieht eigene Region, Verkaufsleitung alle, Geschäftsleitung nur Berichte. Dashboard: Pipeline-Wert pro Phase, Besuche pro Woche, Abschlussquote.

Selbstcheck

Kannst du das beantworten?

Warum ist Konfiguration oft besser als Programmierung in Standardsoftware?

Konfigurierte Anpassungen bleiben bei Updates erhalten und sind günstiger zu warten. Eigener Code muss bei jedem Update geprüft und oft angepasst werden.

Was bedeutet 'führendes System'?

Das System, in dem eine bestimmte Information gepflegt wird und das als verbindliche Quelle gilt. Alle anderen Systeme übernehmen die Daten von dort.

Wann ist Low-Code die richtige Wahl?

Bei überschaubaren Abläufen mit klaren Regeln, die keine Standardsoftware abdeckt, und wenn der Betrieb die Plattform ohnehin lizenziert hat, z.B. Microsoft 365.

Nenne drei typische Stammdatenprobleme.

Dubletten, fehlende Pflichtangaben und uneinheitliche Schreibweisen, z.B. 'Zürich' und 'Zuerich'.

Was gehört in eine Berechtigungsmatrix?

Rollen in den Zeilen, Objekte oder Daten in den Spalten und pro Feld die Rechte wie Lesen, Erstellen, Ändern, Löschen.

Wie lange müssen Geschäftsbücher und Buchungsbelege in der Schweiz aufbewahrt werden?

10 Jahre, gemäss Obligationenrecht.

Warum vergleichst du Kennzahlen vor und nach der Einführung?

Nur so lässt sich belegen, dass die Lösung den Prozess tatsächlich verbessert hat, und man erkennt, wo nachgebessert werden muss.

Prüfung

Stolpersteine & Prüfungstipps

Typische Stolpersteine

  • Neue Software kaufen, obwohl die vorhandene den Prozess mit etwas Konfiguration abdecken könnte.
  • Einen Low-Code-Flow über das eigene Konto bauen und ohne Dokumentation in Betrieb nehmen.
  • Daten in zwei Systemen parallel pflegen lassen, ohne ein führendes System zu bestimmen.
  • Altdaten ungeprüft übernehmen und so Dubletten und Fehler ins neue System tragen.
  • Allen Mitarbeitenden Vollzugriff geben, weil das Berechtigungskonzept Zeit kostet.
  • Die Lösung an der Technik messen statt an Kennzahlen des Prozesses.

Tipps für den Kompetenznachweis

  • Starte jede Lösung mit einer Skizze der beteiligten Systeme und Datenflüsse. Sie hilft dir und den Prüfenden.
  • Begründe deine Werkzeugwahl mit mindestens drei Kriterien und nenne eine verworfene Alternative.
  • Zeige in der Abgabe Screenshots der Konfiguration mit kurzen Erläuterungen. Das belegt, dass du es selbst gemacht hast.
  • Teste Berechtigungen mit einem Testkonto in jeder Rolle und dokumentiere das Ergebnis.

Glossar

Begriffe kurz erklärt

ERP
Enterprise Resource Planning: integrierte Software für Finanzen, Einkauf, Lager, Verkauf und Personal.
CRM
Customer Relationship Management: Software zur Verwaltung von Kundenkontakten, Verkaufschancen und Service.
Low-Code
Entwicklung von Anwendungen und Workflows über grafische Oberflächen mit wenig oder ohne Programmcode.
Customizing
Anpassung einer Standardsoftware über ihre Einstellungen, ohne den Quellcode zu verändern.
Stammdaten
Grunddaten, die sich selten ändern und von vielen Prozessen genutzt werden, z.B. Kunden, Artikel, Mitarbeitende.
Führendes System
System, das für eine bestimmte Information die verbindliche Quelle ist.
Connector
Vorgefertigte Verbindung einer Low-Code-Plattform zu einem anderen Dienst, z.B. Outlook oder Bexio.
Berechtigungsmatrix
Tabelle, die festlegt, welche Rolle welche Rechte auf welchen Daten hat.
Dashboard
Übersicht mit den wichtigsten Kennzahlen eines Prozesses auf einen Blick.

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KI-Tutor · Modul 164Nur Tipps

Mein JOIN liefert plötzlich doppelte Zeilen. Was mache ich falsch?
Gute Frage! Schau dir die Spalte an, über die du verbindest: Ist sie in beiden Tabellen eindeutig? Was passiert mit einer Kundin, die zwei Bestellungen hat?
Ah, dann kommt sie zweimal vor …
Genau. Willst du die Bestellungen zählen oder nur die Kundinnen sehen? Je nachdem hilft dir GROUP BY oder DISTINCT.

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So helfen wir dir bei Modul 168

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